Visanne: Darmverschluss und noch mehr Beschwerden???
Liv_23

Hallo Mädls,

nach längerer Zeit brauch ich mal wieder eure Hilfe bitte. Habe, um ehrlich zu sein, seit ein paar Monaten hier nicht mehr reingeschaut, da ich mich sehr auf mich selber konzentriert habe. 

Ich versuche positiv zu sein und es auch zu bleiben doch grade stehe ich mal wieder am Rande meiner Kräfte. Nachdem mein letztes MRT anscheinend zu meiner Adenomyose auch freie Endometriose gezeigt haben soll (bei meiner BS vor zwei Jahren hatte ich keine frei Endo), wollte mein FA gleich operieren. Da das kurz vor meinem Urlaub war, bin ich nochmal in ein Endo-Zentrum für eine Zweitmeinung gegangen. Jetzt, nach meinem Urlaub hatte ich dort das Gespräch wie es weiter gehen soll. Es war sehr enttäuschend für mich, da die mir wieder das Gleiche gesagt haben, wie alle Ärzte die letzten zwei Jahre: ich muss mit der Pille meinen Zyklus unterdrücken, nur dann habe ich Schmerzfreiheit. Tja seit zwei Jahren führe ich meinem Körper endlos eine sehr starke Menge Hormone zu, in jeglicher möglichen Form... Ergebnis bisher: Erfolglos, wenn nicht sogar Kontraproduktiv. Nunja Wundermittel Nummer Eins laut den Spezialisten: Visanne.

Mir wurde sehr ans Herz gelegt für drei Monate die Visanne zu testen, ich würde sehen dass es damit besser geht und falls doch nicht, dann könne man in drei Monaten immernoch operieren aber wahrscheinlich hilft das auch nichts und ich soll mich doch lieber damit anfreunden dass ich dann Schwanger zu werden... Puh harte Worte.

Auf jeden Fall habe ich mich jetzt breit schlagen lassen, nochmal einem weiterem Hormonpräparat (das eigentlich die gleichen Inhaltstoffe hat wie meine vorherige Pille) eine Chance zu geben. Ich nehme also nun die Visanne seit genau drei Wochen.

Nach zwei Tagen hatte ich gleich eine Blutung die ganze zehn Tage angedauert hat. Kurz danach bekam ich unbeschreibliche Magenschmerzen. Ich war drei mal beim Arzt und keiner konnte mir sagen was Sache war, haben mich nur Krankgeschrieben und das Ganze auf Psyche und Stress geschoben. Nachdem ich letzten Freitag nun als Notfall zum Gastroenterologen kam, hat der ein funktionellen Darmverschluss mit Magenschleimhautentzündung festgestellt. Seine Vermutung ist, dass die Visanne die Darmfunktionen hemmt und da ich generell einen sogenannten "trägen Darm" habe, der nicht schnell genug arbeitet, kam es nun zum Darmverschluss und daraufhin zur Magenschleimhautentzündung. Beides wurde behandelt und angeblich ist alles wieder in Ordnung. Er hat mir außerdem jetzt ein Stuhlregulierendes Mittel gegeben, dass ich nehmen soll solange ich die Visanne nehme. Ich habe immernoch extreme Blähungen und starke Krämpfe nach jedem Essen. Außerdem habe ich die ganze Zeit Unterleibschmerzen und Rückenschmerzen, so als würde ich jede Minute meine Tage bekommen. Blutungen hatte ich jetzt aber keine in der letzten Woche. Meine Schmerzen beim Sitzen, die ja mein Hauptproblem sind, sind auch nicht besser, wenn nicht sogar noch schlimmer geworden und ich nehme zu alle dem jetzt wieder haufenweise IBU und Novalgin.

Meine Frage ist jetzt, kennt jemand von euch diese Beschwerden mit der Visanne?? Kann das wirklich davon kommen? Und hat das nachgelassen nach einer Weile oder hilft nur absetzen.

 Ich habe im Moment nur noch den Wunsch, mal garkeine Hormone oder Medikamente zu mir zu nehmen. Jedoch habe ich davor natürlich auch Panik.

Ich war 5 Wochen im Urlaub, es war ein Traum, ich hatte garkeinen Stress. Trotzdem hatte ich genauso starke Schmerzen, habe mich von IBU ernährt und hatte nur ganze 12 Tage KEINE Blutung. Ich war zudem zweimal Krank und hatte starke Kreislaufprobleme. Ich habe trotz alle dem den Urlaub genossen, mir ging es psychisch recht gut da ich einfach versucht habe es hin zu nehmen und körperlich nur das zu tun was ging. Gott sei dank habe ich den verständnissvollsten Partner den man sich wünschen kann, ohne ihn wäre ich glaub ich lange schon verzweifelt. Das alles zeigt mir aber eindeutig dass weder die Schmerzen noch mein körperlicher Allgemeinzustand stressbedingt ist oder psychisch oder von meiner Arbeit beeinflusst ist, wie mir ALLE Ärzte einreden wollen. Langsam habe ich keine Lust mehr auf Ärzte, Medikamente oder irgendwas... DIE sind es nämlich die mich runterziehen und meinen Zustand nur noch verschlechtern. Ich kann leider nichts positives mehr in dem Ganzen sehen, so sehr ich es auch versuche. Geht es euch ähnlich???

Lieben Dank fürs lesen. Lg Liv 



Liebe Liv, ich kann dich
Lixia100

Liebe Liv,

ich kann dich sehr gut verstehen. Auch ich hab oft den Gedanken, dass ich einfach nicht mehr zu Ärzten gehen und nicht mehr immerzu nur schlechte Diagnosen hören möchte. Aber zwischendurch hab ich das mit der Endo so gemacht und jetzt ist alles nur umso schlimmer. Mir setzt grade auch alles wieder sehr zu und ich fühle mich oft überfordert, resigniert, verzweifelt. Und werde die große OP mit GM-Entfernung und Darmteilresektion wohl in den nächsten Monaten angehen müssen. 

Ich nehme die Visanne jetzt seit über 2 Jahren. Auch ich habe Darmprobleme - mal mehr und mal weniger stark, wenn auch nicht so heftig, wie du es beschreibst. Allerdings hab ich unter anderem auch tief infiltrierende Endo am Darm - davon könnten die Darmprobleme natürlich auch kommen. Mir macht die Visanne hauptsächlich durch die fast ununterbrochenen Blutungen, Kreislaufprobleme, starke Gewichtszunahme, neurologische Probleme und wohl auch noch verstärkte Erschöpfung zu schaffen. Mein Befund hat sich trotz Visanne noch verschlechtert, vor allem "riesige" (Zitat aus Untersuchungsbericht) Zysten. Allerdings hat mir die Visanne weniger häufige und vor allem weniger schlimme Schmerzattacken gebracht - das aber soweit ich mich erinnere erst nach einigen Monaten. 

Von Herzen alles Gute wünsch ich dir! 



Liebe Liv23, ich kann
Schmusekatze

Liebe Liv23,

 

ich kann dich so gut verstehen!

Mich macht das Ganze mit der Endometriose auch sehr fertig.

Die Ärzte in den Endo-Zentren sagen immer Pille nehmen.

Dadurch würde man die Endometriose stoppen.

Als ich dann mal genauer nchfragte, bzw. äusserte, dass jedoch trotz Pille viele Frauen erneut Endo bekommen, sagte man mir das wären nur Einzelfälle... 

Komisch nur, dass man in den Foren ständig Frauen trifft, die schon mehrmals operiert wurden trotz Pille.

Allerdings gibt es auch Frauen, die super mit Hormonen fahren und lange beschwerdefrei sind.

Es ist echt schwierig den richtigen Weg zu finden, wenn es überhaupt den richtigen Weg gibt.

 

Ich habe dieses Jahr im März eine Endosanierung gehabt mit Grad 3.

Vor vier Wochen hatte ich dann eine Sigmaresektion, da man bei einer Darmspiegelung/Endosono dann auch eingewachsene Endo-Herde gefunden hatte. Ist wohl jetzt Grad 4.

Nun soll ich natürlich auf anraten der Ärzte eine Pille nehmen. Wenn schon nicht die Visanne dann eben die Cerazette.

Ehrlich gesagt schreckt mich die Visanne sehr ab, da die meisten Frauen sie so schlecht vertragen und die Cerazette ist da wohl nicht viel anders.

Da ich psychisch eh schon sehr angeschlagen bin, traue ich mich überhaupt nicht Hormone in Form der Pille einzunehmen.

Habe die Cerazette schon Zuhause rumzuliegen, aber immernoch nicht eingenommen...

Ich hatte sie schon vor 12 Jahren mal und schon nicht vertragen.

 

Wenn du so starke Schmezen hast, würde ich allerdings nicht zu lange warten.

So viel Schmerzmedis sind auf lange Sicht auch nicht so gut, weisst du ja sicher selber.

Könntest du vielleicht nochmal ein anderes Endo-Zentrum aufsuchen und würdest vielleicht auch weiter fahren dafür? 

Wie alt bist du wenn ich fragen darf?

 

LG und gute Besserung, Schmusekatze



Liebe Schmusekatze, die
Lixia100

Liebe Schmusekatze,

die Hormone wirken ja bei jeder anders, aber wenn du psychisch angeschlagen bist, möchte ich dich doch vor der Cerazette warnen. Die hat bei mir psychisch total reingehauen (plus extrem starke Dauerblutungen) - sehr viel deutlicher und stärker als die Visanne (die dafür aber vor allem anfangs noch deutlich mehr starke Nebenwirkungen verursacht hat). 

Alles Gute! 



Ich bin eins von den
Meike

Ich bin eins von den Gegenbeispielen. Weder mit Visanne noch Cerazette andere Nebenwirkungen außer Libidoverlust. Mit Cerazette (vor der Endodiagnose jahrelang zur Verhütung genommen) hatte ich allerdings ganz normal meine Regel. Angeblich soll die ja die Regel unterdrücken. Funktioniert offensichtlich nicht bei jedem.



Danke euch für eure
Liv_23

Danke euch für eure Antworten.

Lixia das klingt ja übel was du erzählst. Wieso musst du dir die GM entfernen lassen? Darf ich fragen wie alt du bist? und wie wurde die Endo im Darm festgestellt?? oh weia dann hoff ich ja dass die Nebenwirkungen nicht auch alle noch eintreten bei mir. Sind dann die Schmerzen die du ohne Visanne hattest so viel schlimmer als all die Nebenwirkungen?? Das denk ich mir nämlich immer wieder, da haste zwar eine Sache "bekämpft" aber kriegst dafür ein haufen neuer Sachen. Das ist doch Mist. Danke für deine Erfahrung, einige Monate werde ich nicht mehr abwarten, das halte ich nicht mehr durch. Wenn sich in den ersten 3 Monaten nichts tut dann ist für mich die Sache mit Hormonen gegessen. Du sagst du hast auch eine Zeit ganz ohne Hormone gemacht? Und da gings richtig schlecht? Kannst du das vielleicht näher beschreiben? Das wär ganz lieb!

Schmusekatze, ich kann dich auch verstehen. Der körper weigert sich dann schon richtig die Hormone zu nehmen. Also ich kann dir nur sagen dass die Nebenwirkungen bei den unterschiedlichen Pillen tatsächlich oft unterschiedlich sind. Ich hatte ganz andere bei der Cerazette als bei meiner letzten (Desogestrel) und jetzt eben die Visanne, obwohl alle ja reine Gestagene sind. Ich verstehe das ganze auch überhaupt nicht. Ich weiß nur dass sie mir alle bisher nicht geholfen haben. Das einzige, dass ich meine Tage nicht mehr so stark habe aber dafür jetzt ständig und über Wochen. und die Bauchkrämpfe direkt bei der Periode sind besser, aber die sind nicht mein Hauptproblem. Was sind denn deine Schmerzen oder wie äußert sich die Endo bei dir? Oder geht es hauptsächlich drum dass einfach nichts weiter wächst? 

Ich würde schon weiter fahren um eine weitere Meinung zu hören, nur habe ich mittlerweile das Gefühl dass alle einfach das Gleiche sagen. War in den letzten zwei Jahren bei vielen verschiedenen Spezialisten. Wenn dann hätte ich gerne einen der auf Adenomyose spezialisiert ist aber irgendwie gibts das wohl so nicht. Ich werde Ende des Jahres 30.

 Meike hast du denn durch die Visanne garkeine Probleme jetzt mehr? Hat es bei dir die Endo gestoppt? Freut mich auf jeden Fall zu hören! 



Die Darm-Endo ist unter
Meike

Die Darm-Endo ist unter einer dreimonatigen Visanne-Einnahme weiter gewachsen, so dass nach dem Absetzen wegen KiWu zum ersten Mal die Darmblutungen auftraten. Nach der Darmteilresektion hatte ich einige Monate keine Schmerzen und am KiWu gearbeitet. Das Wiederkommen der Schmerzen hat mich dazu gebracht, wieder mit der Visanne anzufangen, was auch geholfen hat. Ca. drei Jahre später erneute Darm-OP wegen einer anderen Erkrankung: keine Endo-Herde zu sehen. Seit einigen Monaten keine Visanne mehr wg. KiWu: zunehmende Unterbauchschmerzen sowohl während als auch außerhalb der Periode. Ob das neue Endo ist, weiß ich nicht, steht aber zu befürchten.



Liebe Liv, ich bin 43 und
Lixia100

Liebe Liv,

ich bin 43 und meine Endo-Geschichte sieht so aus:

Vor 32 Jahren - also mit 11- hab ich meine Tage bekommen - gleich und immer mit Erbrechen und Ohnmacht wegen der starken Schmerzen. Keine Diagnose, sondern nur symptomatische Behandlung mit verschiedenen Östrogenpillen, seit ich 12 war. Damit und mit viel Schmerzmitteln bin ich ca 15 Jahre einigermaßen durchgekommen, bis ich die Hormone von den Venen her nicht mehr gut vertragen habe. Nach dem Absetzen wurden die Schmerzen immer stärker, am Ende sehr, sehr schlimm - aber damals waren es immerhin nur 2-4 Tage alle 3 Wochen.

Operiert wurde ich aber nicht wegen der Schmerzen - die waren laut allen FÄ ja normales Pech -, sondern wegen akuten Krebsverdachts durch eine sehr große und immer schneller wachsende Zyste an einem Eierstock. Das war 2009. Es wurden dann viele Verwachsungen, weitere Zysten und Endo-Herde saniert - nach 24 Jahren Schmerzen die Diagnose, aber ohne weitere Erklärung. Ich solle die Cerazette nehmen. Da ich ein sehr hartes Jahr hatte - neben dem Eierstock noch Krebsverdacht Brust, Schilddrüse und ungeklärten starken Schwindel plus mein Neffe (doch noch, trotz schlechter Prognose) geboren mit schwerem Gendefekt - habe ich erst nach 6 Monaten angefangen. In dieser Zeit kurz nach der OP ging es mir so gut wie nie. Auch psychisch ging es mir wieder ganz gut, weil kein schlimmer Verdacht sich akut bestätigt hatte und mein Neffe lebt. Deshalb war der psychische Effekt der Cerazette bei mir so deutlich - und er war echt krass. Ich hab mich gefühlt wie fremdgesteuert, war grundlos total weinerlich usw. Mit der Zeit wurde das zwar besser, aber die extremen Dauerblutungen sind geblieben. Ich hatte unter Cerazette keinen einzigen blutungsfreien Tag und war 2 Mal in der Notaufnahme, weil ich so extreme Blutungen und echt Angst hatte (davor auch öfter mal stark, aber nicht wie Kettensägenmassaker).

 Trotz allem sah es nach einem Jahr im Ultraschall schon wieder nach Endo aus und es wurde mir schon gleich die nächste OP empfohlen. Da hab ich die Cerazette aufgrund meiner enorm schlechten Lebensqualität abgesetzt und mir geschworen, dass ich mich nie wieder mit so einem Gift quälen werde ... Ich dachte, so schlimm würde es schon nicht kommen und ansonsten könnte ich ja immer noch eine weitere OP machen lassen. Außerdem hab ich selbst recherchiert und mit naturidentischem Progesteron ging es mir dann endlich wieder richtig gut. Und mein Befund hat sich in der Zeit plötzlich auch nicht mehr sichtbar verschlechtert.

Allerdings hatte ich nie eine(n) Gyn, der/die das begleitet hat. Und dann hab ich den größten Fehler gemacht und auf den Rat einer "Hormonspezialistin" das Progesteron abgesetzt - "Es könne ja nichts psssieren." Ist es aber leider - meine Endo ist sofort regelrecht explodiert. Ab da war es so schlecht, dass das Progesteron auch keine Wunder mehr vollbringen konnte. Eine Weile bin ich noch zurechtgekommen und ich bin dann auch länger nicht mehr zur Gyn-Kontrolle, weil ich von falschem ärztlichen Rat so sehr die Schnauze voll hatte.

Bis ich Anfang 2015 wieder in der Notaufnahme gelandet bin - diesmal wegen wirklich abartiger Schmerzen und das erstmals ohne Blutung. Die diensthabende Ärztin war von meinen US so überfordert, dass wir über eine Stunde auf den Oberarzt warten mussten. Es ist alles so verwachsen, dass man kaum mehr was erkennt. Mir wurde natürlich zur OP geraten. Das Schlimmste für mich war aber, dass die Schmerzen nicht mehr aufgehört haben - und die chronische Erschöpfung, unter der ich seither leide.Ich bin dann in ein Endo-Zentrum, wo mir zu 1500 Naproxen täglich geraten wurde. Und natürlich zur OP - aber wenn, dann ganz radikal, auch mit GM-Entfernung, Darm, Blinddarm usw. Denn sonst besteht bei Adenomyose ja keine Chance und jede OP bringt wieder Verwachsungen mit sich. 

Nach ein paar Wochen hat das hochdosierte Naproxen zum Glück angeschlagen und ich hatte endlich auch mal wieder relativ schmerzfreie Tage - aber die zyklischen Schmerzen blieben unerträglich und ich bekam bei jeder kleinsten Erschüttrerung wie Kopfsteinpflaster starke Schmerzen. Ich war (bin?) aber noch nicht bereit für die GM-Entfernung und ich hab große Angst vor dem künstlichen Darmausgang, deshalb hab  ich mich zwischen Pest OP und Cholera Visanne für Letzteres entschieden. Die Nebenwirkungen am Anfang waren echt sehr schrecklich, über einige Monate. Am Anfang war ich ein paar Tage zB fast taub und hatte starke Knochenschmerzen, ständig Sehstörungen usw. Aber ich hab aus Verzweiflung durchgehalten und es wurde erträglicher. Ich musste im Job meine Krankheit eingestehen und viel verändern (der Prozess läuft noch) - siehe hier im Forum "Arbeit und Endo"). Hab es mit einer Reha versucht.

Aber die meisten Einschränkungen im Job/Alltag kommen inzwischen von den Nebenwirkungen, der Erschöpfung und dem ständigen Blutverlust, denn ich hab leider auch unter Visanne kaum blutungsfreie Tage (aber immerhin nicht so abartige Blutungen wie unter der Cerazette). Anfangs hab ich Visanne deshalb mehrfach für eine Woche in doppelter Dosis genommen, aber inzwischen hab ich es aufgegeben, seit ich deshalb mal vor meinen Kollegen in Ohnmacht gefallen bin.

Meine Schmerzen wurden durch die Visanne aber wirklich viel seltener und erträglicher. Ich würde wohl versuchen, so weiterzumachen. Das Problem ist aber, dass mein Befund sich trotz nun über 2 Jahren Visanne weiter verschlechtert hat. Mein Arzt im Endo-Zentrum hat meine letzte Untersuchung mit "verheerend" und "Katastrophe" kommentiert, die Zyste rechts als "riesig". Und bei der Untersuchung raste ich inzwischen fast aus vor Schmerzen - was vor 2,5 Jahren noch nicht so war. Die Endo am Darm und die Adenomyose hat man bei mir schon damals im MRT gesehen. Die großen rectovaginalen Knoten kann der Arzt auch tasten - und sind eben auch mechanisch sehr schmerzhaft. Also bei mir zweifelt ich immerhin keiner daran, dass ich alle Formen der Endo hab und ich  (sarkastischer Smiley



Der Schluss fehlt - war wohl
Lixia100

Der Schluss fehlt - war wohl zu lang.

Dann eben einfach: liebe Grüße und alles Gute! 



Darmendo
Anna91

Hallo Lixia,

ist deine Klinik ein Endometriosezentrum?

ich würde dir empfehlen die starke Darmendo trotz allem operieren zu lassen. Es ist einfach sehr gefährlich (Darmverschluss etc) und die Zysten sind ja auch riesig. Der Schmerz kann ja leider auch chronisch werden. Ich bewundere dich, dass du es schaffst solang damit rumzulaufen wenn ich an mich letztes Jahr denke. Ich war 25 und wollte dass sie mir alles rausnehmen .. (haben sie natürlich nicht getan) nur damit diese schrecklichen Schmerzen aufhören. Hatte eine 9 stündige op mit künstlichem darmausgang, scheidenbefall etc etc...

War gott sei dank in kompetenten Händen und bin seit 1 jahr so gut wie schmerzfrei unter der Cerazette (ich hatte 6 monate blutungen dann haben sie komplett aufgehört) 

alles gute!  



Sorry
Anna91

hab grad gesehen dass es eh ein Zentrum war. 



Hallo Anna, freut mich sehr
Lixia100

Hallo Anna,

freut mich sehr für dich, dass du so gut wie schmerzfrei bist!

Wer hat dich denn operiert und wo? 

Bei mir hatten die extremen Dauerblutungen unter Visanne ja leider selbst nach einem Jahr nicht nachgelassen. 

Wenn ich mich operieren lasse, dann ja wegen der Risiken und weil mein Befund trotz Visanne immer schlechter wird - von den Schmerzen her ist es nach einigen Monaten Eingewöhnung und inzwischen über 2 Jahren Visanne wirklich viel erträglicher. 

Für mich sehr belastend ist grade vor allem auch die extreme Erschöpfung durch die Endo und die häufige Schlaflosigkeit durch die Visanne. Hatte jetzt 2 ganze Tage Konferenz, 2 Nächte kaum geschlafen, abartige Kopfschmerzen, sehr anstrengend in stickigem Raum - am Ende konnte ich mich wirklich kaum mehr auf den Beinen halten, musste aber noch präsentieren. Ich hab es - wie bisher zum Glück immer - doch noch geschafft. Aber zum dritten Mal (auf den letzten 2 Konferenzen auch schon) nicht so gut wie sonst und danach hätte ich einfach nur noch tot umfallen können und erhole mich grade auch noch gar nicht. Es ist schon echt eine Quälerei.

Dir auch alles Gute! 

  



Hi Lixia
Anna91

wie kann ich dir denn hier eine Privatnachricht senden? Wobei ich nicht weiss ob es dir hilft, da ich aus Österreich bin wo ich natürlich auch operiert wurde.

An deiner Stelle würde ich den Schritt zur großen OP gehen. Ich würde es jederzeit wieder machen trotz kurzfristigem künstlichen Darmausgang. Auch habe ich seit der ganzen Sache mein Leben ziemlich umgestellt. Esse sehr gesund und bewusst und bewege mich viel. Ich bilde mir auch ein, dass meine Blutungen da aufgehört haben wo sich mein Körper an den gesunden Lebensstil gewöhnt hat bzw ich auch ein paar Kilo verloren habe. Weiss natürlich nicht ob das bei dir auch Thema ist/war. 

Natürlich kann ich nur über mich und meine persönliche Erfahrung sprechen in jeder Hinsicht. Es gibt im Forum auch Frauen mit starker Darmendo, die das nie operiert haben. Mir war es wichtig auf "ausgangsgesundheit" zu kommen um quasi blöd gesagt einen Neustart zu machen.

Besser auf meinen Körper und seine Bedürfnisse achten und ihn besser zu behandeln (denn ich glaube man hat viel mehr Einfluss als der Medizin klar ist)

liebe grüße 

 



Sehr gerne, liebe
Lixia100

Sehr gerne, liebe Anna.

Klick einfach auf meinen Namen und dann auf den Reoter Kontaktieren. Ich hab dir grade aber auch schon kurz geschrieben.

Liebe Grüße

Lixia 



Hi Lixia
Anna91

sorry, hoff du bist mir nicht böse.. ich habe bei meiner E-Mail den vollen Namen angegeben und das möchte ich eigentlich nicht, dass den jemand weiss.. 

wie geht es dir denn jetzt? 

LG 



Kein Problem. Bei mir geht's
Lixia100

Kein Problem.

Bei mir geht's in den letzten Wochen leider bergab. 

Hab wieder öfter stärkere Schmerzen - fast jede Nacht und immer, wenn die Blase voll ist (wohl vom Druck).

Ich klappere jetzt wohl alle möglichen Spezialisten ab, um mich bei einem davon zur OP durchzuringen. 

Ich kann dir ja mal meine Telefonnummer schreiben, falls Kontakt per WAPP oder SMS für dich in Frage kommt.

Liebe Grüße!