Bei wem ist die Endometriose trotz Einnahme der Visanne weitergewachsen/wiedergekommen?
bergblick

Bei wem ist die Endometriose trotz Einnahme der Visanne weitergewachsen/wiedergekommen?
Meine wichtigste Frage dazu wäre: Hattet Ihr das Gefühl, dass die Visanne eigentlich super wirkt und Ihr unter der Visanne schmerzfrei seid und ist Eure Endometriose somit unbemerkt weitergewachsen oder habt Ihr bereits während der Einnahme der Visanne gemerkt, dass die Endometriose nicht ganz ruhig ist und Ihr nicht ganz schmerzfrei seid? Oder hat die Visanne eine Zeit lang tatsächlich gewirkt und dann nicht mehr? Wie war der Verlauf?

Vielen Dank für Eure Erfahrungen. Ich bin sehr dankbar für jede Rückmeldung.



Meine Endo ist unter
Meike

Meine Endo ist unter Visanne-Einnahme (zunächst 3 Monate) weiter gewachsen und ich hatte keinerlei Schmerzerleichterung, abgesehen von der ausbleibenden Regel, die aber nicht das Hauptproblem war. Nach weiteren 2 OPs (große Sanierung, Darmteilresektion) waren dann alle Herde soweit entfernt und DANACH ging es mir dann unter Visanne sehr viel besser und es ist während der mehrjährigen Einnahme keine Endo mehr nachgekommen.



Bei mir, leider. Ich nehme
Lixia100

Bei mir, leider.

Ich nehme nun seit über 2 Jahren die Visanne. Habe starke Nebenwirkungen, aber seltener und vor allem weniger starke Schmerzen. 

Mein Befund und die "mechanischen" Schmerzen bei Drück sich aber leider weiter verschlechtert. Ich habe aber unter Visanne auch fast permanent mehr oder weniger starke Blutungen. Ich denke, da besteht ein Zusammenhang. 

LG 



Danke
bergblick

Hallo Meike, Hallo Lixia,

vielen Dank für Eure Rückmeldungen, Ihr habt mir damit sehr geholfen.

@Meike: Es freut mich, dass es Dir - nach Deiner Sanierung - unter der Visanne gut ging und keine Endo mehr nachgekommen ist.

@Lixia: Es tut mir leid, dass sich Dein Befund unter der Visanne weiter verschlechtert hat und dass Du oft Blutungen und auch noch Schmerzen hast (wenn auch seltener und weniger stark). Du sprichst auch von starken Nebenwirkungen unter der Visanne - was genau hast Du denn für Nebenwirkungen? Hast Du schon mal über eine Dosiserhöhung nachgedacht bzw. ausprobiert? (Vermutlich nicht wenn die Nebenwirkungen sowieso schon stark sind, oder?) Und hast Du mal die Höhe Deiner Gebärmutterschleimhaut und das Wachstum von Follikeln überprüfen lassen?

Ich nehme die Visanne wegen Endometriose und Adenomyosis nun schon über drei Monate und leider funktioniert sie bei mir (noch?) nicht wie erhofft. Ich habe immer wieder Blutungen und Schmerzen und bei Ultraschall-Kontrollen waren immer viel zu große Follikel zu sehen (die unter der Visanne nicht da sein sollten), sprich meine Eierstocksfunktion wird überhaupt nicht ausreichend unterdrückt und das sorgt für mehr Probleme als wenn ich gar keine Hormone nehme (ohne Hormone bin ich wenigstens in der 1. Zyklushälfte zwischen Periode und Eisprung absolut schmerzfrei und der Körper kann sich regenerieren). Trotzdem möchte ich die Visanne noch nicht aufgeben, da ich mir langfristig schon noch Blutungsfreiheit und Schmerzfreiheit erhoffe. Mit meiner Gynäkologin habe ich nun besprochen 1,5 Visanne pro Tag zu nehmen (also 3mg) - d.h. morgens eine ganze Tablette und abends eine halbe Tablette. Falls das die Eierstocksfunktion auch nicht genug herunter regelt, gäbe es noch die Variante ganz wenig Östradiol-Gel über die Haut zu geben, aber da besteht ja unter Umständen die Gefahr, dass man eher die Endo füttert als die Eierstöcke zu beruhigen. Ich versuche es jetzt erst einmal für einen Monat mit 1,5 Visanne (außer die Nebenwirkungen werden zu heftig). Zuviel Gestagen kann ja auch zu Blutungen führen, denn die Gebärmutterschleimhaut braucht ja ein ausgewogenes Verhältnis von Östradiol und Gestagenen, damit die Gefäße stabil bleiben. Schwierig…

Für Erfahrungen und Tipps jeder Art bin ich weiterhin sehr dankbar. 



Hallo Bergblick, bei mir hat
Lixia100

Hallo Bergblick,

bei mir hat es auch einige Monate gedauert, bis es mir mit der Visanne insgesamt besser ging. Wobei ich sie vor allem nehme, um meinen Befund einzudämmen, was aber eben leider nicht gut funktioniert.  

So genau kann ich natürlich nicht mehr nachvollziehen, was bei mir von der Endo und was von der Visanne kommt.  

Die extreme Erschöpfung war auch vor Visanne schon da, aber ist glaub ich noch schlimmer geworden. Die Schlaflosigkeit kam in der starken Form ganz klar von der Visanne und ist auch heute noch so. 

Die fast permanenten Blutungen, die ich ohne Visanne nicht hatte, kosten auch viel Kraft und haben inzwischen auch einen starken Eisenmangel verursacht. 

Ob meine neurologischen Probleme von der Visanne oder vom Eisenmangel durch die Visanne kommen oder eventuell von etwas anderem, kann man nicht sagen - die Ärzte tippen aber auf Visanne oder Eisen. Neurologisch heißt, dass mir seit einigen Monaten jede Nacht und auch oft tagsüber Hände, Füße, Arme, Beine einschlafen und das Ameisenhefühl teilweise auch tagsüber bleibt. Dazu habe ich seither oft - phasenweise täglich, Sehstörungen (wie Migräne-Aura). Ich tippe da auch auf die Visanne, da die bei mir am Anfang neben Sehstörungen auch starke Taubheit (Ohren und Kopf) und extreme Kopfschmerzen verursacht hat. Am Anfang hatte ich auch noch starke Knochenschmerzen, aber das ist zum Glück weg.  

Ich fühle mich allgemein öfter schwach, schlecht und zittrig - und als ich in den ersten Monaten die Visanne öfter für eine Woche doppelt genommen habe, um die Blutungen endlich zu unterdrücken, bin ich auch ohnmächtig geworden (teils im Büro). Mein Darm kommt glaub ich auch nicht so gut klar mit der Visanne (hat aber auch Endo). Außerdem hab ich in den 2 Jahren  extrem viel Gewicht zugenommen und fühl mich immer aufgedunsener. 

Psychische Auswirkungen wie bei der Cerazette merke ich bei der Visanne zum Glück nicht.  

Meine Zysten und deshalb wohl auch Follikel wachsen bei mir ebenfalls weiter. Ich spüre auch öfter noch einen Eisprung, allerdings seltener als im ersten Jahr. Ich hab aber leider immer noch keine gute FA, die irgend etwas überwachen würde. Deine hört sich wirklich gut an, Bei wem und wo bist du denn?

Da fällt mir ein, dass es bei mir vielleicht einen Zusammenhang mit Naturidentischem Progesteron gibt. Das hab ich nach einer Weile Visanne zusätzlich wieder angefangen. Anfangs hab ich die Visanne vaginal genommen und hab dann weil es so schlecht lief auf oral umgestellt.  

Liebe Grüße

Lixia 

 

 



PS: Meine Versuche mit 2 x
Lixia100

PS: Meine Versuche mit 2 x Visanne täglich haben anfangs nach ca. einer Woche die Blutungen gestoppt, bei einfacher Dosis haben sie aber schnell wieder angefangen und schließlich hat es auch nach 1,5 Wochen doppelter Visanne nicht mehr aufgehört. Da war mir dann zu heikel.



Hallo Lixia
bergblick

Hallo Lixia,

das kenne ich gut, dass man irgendwann nicht mehr weiß, was jetzt von was kommt. Ich kann zumindest sagen, dass ich durch die Visanne mehr Magen-Darm-Probleme habe als ohne Visanne, also viele Probleme führe ich da komplett nur auf die Visanne zurück. Verschiedene gastrointestinale Beschwerden werden ja auch im Beipackzettel erwähnt und da Hormone nicht nur an den erwünschten Zielorganen wirken, sondern so ziemlich überall, kann man da je nach Rezeptorendichte etc. mehr oder weniger Pech haben. Außerdem habe/hatte ich weitere Nebenwirkungen der Visanne, die Du auch beschreibst: Sehstörungen, Kopfschmerzen, Schwäche, außerdem Schwindel und heftige Benommenheit. Die Nebenwirkungen hatte ich allerdings vor allem am Anfang sehr stark und auch als ich die Visanne kurz mal in doppelter Dosierung genommen habe. Ansonsten komme ich bis auf die Magen-Darm-Probleme und leider auch Gewichtszunahme ganz gut mit ihr klar (auch psychisch habe ich zum Glück keine Probleme), nur dass eben meine Eierstocksfunktion nicht ausreichend herunter geregelt wird und ich deshalb weder schmerzfrei noch blutungsfrei bin (bzw. nie lange). Ich merke meine Follikel an den Eierstöcken immer sehr stark je aktiver sie sind (vermutlich wegen Verwachsungen um die Eierstöcke herum), doch seit der Visanne schmerzen meine Eierstöcke oft noch viel mehr. Außerdem habe ich oft Schmerzen im unteren Rücken und Bauchschmerzen (nicht meine typischen Endoschmerzen, sondern zusätzlich eben noch "Visanne-Bauch-Unterleibsschmerzen"). Bist Du sicher, dass Du tatsächlich Eisprünge hast? Dann wird Deine Eierstocksfunktion definitiv nicht ausreichend unterdrückt und Du hast sicher auch viel zu hohe Östradiol-Spiegel. Hast Du Deine Blut-Werte in den zwei Jahren mal überprüfen lassen können?

Laut Jenapharm soll die Visanne die Steuerungshormone (FSH) und die Eierstocksfuntion/Östrogenbildung MODERAT unterdrücken. Sprich kleine Eibläschen/Follikel dürfen durchaus leicht heranwachsen/wenig Östrogen produzieren, denn der Körper soll ausreichend Östrogen für Schleimhäute, Knochen, Psyche etc. zur Verfügung haben, aber eben möglichst wenig. Der Zielbereich, der angestrebt wird, liegt laut Aussage der Firma zwischen 30 und 60 ng/l Östradiol. Meine Blutwerte lagen weit darüber, passend zu meinem starken Follikelwachstum und meinen typischen Endometriose-Schmerzen. Nicht für jeden Patienten sind 2mg eben die richtige Dosierung. Es heißt ja immer, man solle für eine Hormontherapie 3-6 Monate Geduld aufbringen und dann evtl. das Behandlungsregime ändern, wenn es nicht passt. Im Grunde ist es bei mir klar ersichtlich, dass es nicht passt. Wobei es mir Hoffnung macht, dass Du schreibst, es hätte bei Dir einige Monate bis zu einer Verbesserung gebraucht. Als erstes werde ich jetzt mal vorsichtig/moderat die Dosierung erhöhen und schauen, ob es damit besser wird.

Du hast inzwischen offenbar eine lange Leidenszeit hinter Dir ohne dass die Visanne ausreichend genug bei Dir wirkt/hilft. Warst Du innerhalb der letzten 2 Jahre mal in einem Endo-Zentrum? Haben die mal (zum passenden Zeitpunkt) Blutwerte/Follikelwachstum kontrolliert und evtl. eine Änderung der Behandlung/Dosierung vorgeschlagen? Du hättest nach der langen Geduld mit dem Medikament sich jedes Recht auf eine Kontrolle. Überwachung in dem Sinne habe ich übrigens leider auch nicht und auch keine Ärztin zu Hand, die sich wirklich mit Endo auskennt (ich gebe Dir gerne trotzdem die Kontaktdaten weiter, falls im Süden von D. und auf dem Lande für Dich in Frage kommt), aber ich bringe halt meine Recherchen und Ideen mit zum Termin und bespreche das dann. Und da ich wegen extremen Blutungen und Schmerzen auch schon als Notfall im Krankenhaus gelandet bin und dort ebenfalls Blutwerte und Ultraschall gemacht wurden, hatte ich somit eine weitere Momentaufnahme, die sehr aufschlussreich war.
Es tut mir leid, dass Du zusätzlich so unter Erschöpfung und Schlaflosigkeit leidest. Ich kenne beide Symptome übrigens auch von starkem Eisenmangel. Was machst Du denn gegen Deinen Eisenmangel? Nachdem ich mal wegen meinen hohen Blutverlusten einen Ferritin-Wert von 1 oder 2 hatte und einen total unterirdischen Hämoglobin-Wert habe ich mich für Eiseninfusionen entschieden. Seitdem ist meine Lebensqualität um ein Vielfaches gestiegen. Die Alternativmedizin sieht Eiseninfusionen wohl etwas kritisch, aber mit oraler Eisensubstitution bin ich nie auf einen grünen Zweig gekommen. Magen und Darm haben bei mir total gelitten, aber der Eisenspeicher hat sich nur sehr mühsam aufgefüllt bzw. wurde durch die starken Blutungen auch immer wieder viel zu schnell entleert. Für mich waren die Eiseninfusionen die richtige Entscheidung (sehr gut verträglich ist Venofer), ich hatte nie Probleme damit, sondern schnell wieder viel Kraft und einen guten Schlaf. Und der Körper braucht ja auch viel Kraft um mit dieser Erkrankung klar zu kommen.

Ich bewundere Dich sehr, dass Du mit so vielen körperlichen Einschränkungen noch so viel leisten kannst. Und ich wünsche Dir von Herzen, dass Du wieder mehr Lebensqualität bekommst. Diese Endo ist schon zermürbend. Hast Du eigentlich auch Adenomyosis bzw. besteht der Verdacht?
Was ich momentan so schwierig an der Visanne finde: Solange Blutungen da sind, befindet sich der Körper ja immer wieder in einem Art Ausnahmezustand und hat permanent eine starke Entzündungsreaktion laufen. Wie Du schon schreibst kostet das viel Kraft und ist alles andere als gut. Solange mein Unterleib unter der Visanne so unruhig ist, habe ich Sorge, dass die Endo gar nicht gebremst wird, eher im Gegenteil. Ich würde die Visanne auch viel lieber vaginal nehmen, aber damit kann ich ja erst anfangen, wenn ich mal langfristig und zuverlässig blutungsfrei bin. Wie viel Progesteron nimmst Du denn zur Visanne dazu? Was für einen Zusammenhang vermutest Du? Nimmst Du es abends und vaginal trotz Deiner (temporären?) Schmierblutungen/Blutungen? 

Liebe Grüße,

Bergblick



P.S.
bergblick

P.S.: Als Nebenwirkungen der Visanne habe ich noch die Kreislaufprobleme vergessen, aber wie die anderen Nebenwirkungen auch sind sie mittlerweile nicht mehr so stark. Ohnmächtig geworden bin ich zum Glück noch nicht, das kenne ich nur von meinen heftigen Endometriose-Adenomyosis-Schmerzen her. LG



Liebe Bergblick, ja, ich
Lixia100

Liebe Bergblick,

ja, ich habe alle Formen der Endo riesige ES-Zysten, rectovaginal, Darm, Bauchfell etc - und auch eine sehr starke Adenomyose. Bei der letzten Untersuchung in einem Endo-Zentrum hat der Arzt meine GM als "Katastrophe" bezeichnet. Rausnehmen will er mir die GM schon lange.  

Ich bin nun seit Anfang 2015 (auch nach einigen Malen Notaufnahme wegen extremen Blutungen und/oder Schmerzen) im Endo-Zentrum, aber Kontrollen der Blutwerte, Follikel oder Knochen (trotz Ostheopenie schon vor Visanne) werden nie gemacht. 

Das Progesteron hab ich vom Hausarzt/Internisten und nehme abends transdermal so die Hälfte der Dosis ohne Visanne - wie gesagt leider eine Selbstmedikation. 

Liebe Grüße

Lixia 



Schmerzfrei
mejana

Hallo,

ich nehme nun seit 3 Monaten die Visanne und habe seitdem keine Schmerzen mehr im Unterleib. Ob sie verhindert, dass die Endo unbemerkt weiterwächst, weiß ich nicht. Mir wurde sie ja eigentlich empfohlen, da ich einen akuten Kinderwunsch habe und die Einnahme von Visanne nach 6 Monaten eine Nachtherapie meiner OP sein soll. Hab hier jetzt aber gelesen, dass sie die Schmerzen lindert und nicht bewirkt, dass sich Verwucherungen dadurch etwas auflösen. Eine Schmerztherapie wollte ich nicht, da sich diese bei mir in Grenzen gesetzt haben - auch wenn ich jetzt dadurch keine Schmerzen mehr habe, kommt es mir so vor, als würde ich diese umsonst nehmen



Visanne Erfahrung
els-bels-endo

Liebe Bergblick,

 

Ich habe 12 Monate die visanne genommen und hatte die ganze Zeit trotzdem meine Periode. Anscheinend wirkte sie nicht und meine Endometriose wuchs trotzdem.

Ich hatte keinerlei Nebenwirkungen und setzte sie wegen fehlender schmerzehrleichterung ab. 

Meine täglichen chronischen Schmerzen blieben unverändert.

 Ich muss allerdings sagen, dass jeder Organismus individuell auf Medikamente reagiert und man nicht vorraussagen kann wie man das Medikament vertragen wird, ob es wirken wird oder nicht.

 

 Liebe Grüße 



ich habe die visanne 6
ruthmaria1980

ich habe die visanne 6 Monate genommen. Laut Frauenarzt soll ich sie weiternehmen.

Ich habe sie trotzdem im August abgesetzt. Ich habe die Visanne nicht vertragen. Ständige Nebenwirkungen und zu den chronischen Schmerzen noch neue Schmerzen bekommen. Mein ganzer Körper hat sich gegen die Visanne gewährt. Die neuen Schmerzen, die meiner Meinung nach durch die Visanne entstanden sind, sind weg. Ich habe jetzt "nur" noch meine alten Schmerzen. Die werde ich irgendwie aushalten. Ich bin froh, dass ich damit aufgehört habe. Nicht zu vergessen unter der Visanne ist meine Endo weiterhin gewachsen. Warum soll ich mich dann weiterhin mit Hormonen vollstopfen?

Natürlich ist das meine persönliche Geschichte und Meinung!!!!!

Meine Periode hatte ich übrigens die ganze Zeit. 



Danke Euch für die Kommentare
bergblick

Hallo liebe Mitschreiber,

vielen Dank für Eure Rückmeldungen. Da fühle ich mich gleich nicht mehr ganz so allein ;-) Es gibt also auch andere Frauen, die mit der Visanne keinen Therapie-Erfolg haben/hatten.

Mein vorläufiges Ende der Geschichte: Nachdem ich durch die Visanne-Einnahme auch immer wieder schlimme Unterleibskrämpfe, inklusive Gebärmutterkrämpfe hatte (mit manchmal nur minimalem Gebärmutterschleimhaut-Abgang, aber stundenlangen Schmerzen als ob ich fünf Kinder gleichzeitig bekomme), habe ich mich dann während einer starken Dauerblutung entschlossen, die Visanne ganz abzusetzen. Irgendwann hat es für mich einfach keinen Sinn mehr gemacht, mich weiter so mit einer Therapie zu quälen, die bei mir offenbar nicht funktioniert.

Kaum abgesetzt, war dann nach langer Zeit endlich auch mein Magen-Darm wieder o.k., und ich war endlich mal richtig blutungsfrei und komplett schmerzfrei. Da das bei mir (im natürlichen Zyklus) aber leider nur bis zum Eisprung so schön schmerzfrei ist, habe ich inzwischen wieder mit Progesteron vaginal (400-600mg/Tag) angefangen. Denn vor der Visanne habe ich die vaginale Progesteron-Einnahme bereits jahrelang und mit gutem Erfolg angewendet. Das Progesteron war eigentlich nur der letzte verzweifelte Versuch eine OP hinauszuzögern/abzuwenden und hat dann eben langfristig gut funktioniert bei mir. Da es sich also schon bewährt hat, fiel mir die Entscheidung leicht.

Evtl. probiere ich demnächst einmal diese GnRH-Therapie aus, um die Eierstöcke zumindest temporär mal komplett ruhig zu stellen.

Danke noch mal für Eure wertvollen Antworten - es ist schön, dass man sich hier austauschen kann. Ich wünsche Euch weiterhin alles Gute und hoffe sehr, dass jeder eine gute Therapie für sich findet.

Liebe Grüße, Bergblick