Endometriose trotz kaum vorhandener Periode im natürlichen Zyklus?
Psycho

Hallo!

 

bis zu meiner ersten Schwangerschaft habe ich stark unter meiner Periode gelitten. Starke Blutung und schlimme Schmerzen mit Erbrechen. Nach der Schwangerschaft ließ ich mir die Mirena-Spirale legen. Da hatte ich trotz aller Prophezeiungen weiter meine Periode - nicht mehr so stark, aber sie war doch mehr oder weniger regelmäßig da.
Während ich die Spirale hatte fing das mit den Schmerzen während des Eisprungs an. Wusste ich nur damals nicht, dass das mein Eisprung war. Es wurde immer gesagt, es sei ne Blinddarmreizung, weil es rechts in der Leiste war. Jetzt weiß ich, dass ich rechts in der Leiste keinen Blinddarm habe. durch eine Malrotation liegt mein Blinddarm links von meinem Bauchnabel.

Jedenfalls kamen immer mehr Beschwerden dazu und ich habe mir die Spirale nach 15 Monaten wieder ziehen lassen. Ab dann war meine Periode nur noch ein Witz. Ich hatte 2 Jahre lang einen sehr unregelmäßigen Zyklus, häufig Schmierbluten, diese "Blinddarmreizung" und nur noch 1-2 Tage lang eine leichte bis mittlere Periode.

Zwei Jahre nach der Entfernung der Spirale spielte sich ein nahezu perfekter Zyklus ein, mit genau 28 Tagen und "Blinddarmreizungen"

Dann haben wir für das zweite Kind geübt. Ich wurde rasch schwanger und genauso rasch gingen die Schwangerschaften auch ab. Nach 3 Fehlgeburten wurde ich mit meinem zweiten Kind schwanger.

Danach habe ich mit Sensiplan verhütet. Eigentlich hätte ich die Messungen gar nciht gebraucht. Der Mittelschmerz war mittlerweile so stark, dass ich stellenweise wegen des Eisprungs nicht mehr arbeitsfähig war. Mein Bauch fühlte sich jeden Monat an wie waberndes Lava. Meine Periode war ein Witz. 1-2 Tage leichte Blutung, leichte Schmerzen.

Ich bekam von 11/14 - 03/15 3 Eierstockentzündungen. Nach der 3. blieben die Schmerzen in der Leiste. 02/16 wurde deswegen eine Bauchspiegelung gemacht. Und eine Endometriose und Adenomyosis uteri festgestellt.
Nach 10 Minutenim OP... Wo man nicht sah, dass mein Darm nicht dort liegt, wo er hingehört... *kopfkratz* 

Ich habe Zweifel an der Diagnose. Zum einen, weil ich eben seit Jahren fast gar keine Periode mehr habe und die Probleme in der Zyklusmitte und nicht am Zyklusanfang liegen. Wenn ich mich über Endometriose erkundige, lese ich immer von starken Blutungen. Hab ich nicht (mehr).
Zum anderen, weil a) niemand mir die Diagnose mitteilte - ich habe sie erst nach 1 Jahr gesagt bekommen. Nach der Bauchspiegelung sagte man mir nämlich, dass nichts gefunden wurde und von der Adenomyosis steht auch ncihts im Befundbericht - das wurde mir jetzt erst mitgeteilt.
und b) aus der Diagnose nie eine Konsequenz folgte.

Ich nehme seit 12/15 die Pille Onefra Sanol, weil ich keinen Eisprung mehr haben wollte und mein Arzt keinen, aber auch gar keinen Vorschlag zum Umgang mit dem Mittelschmerz abgab. Meine Vermutung, dass ich regelmäßig Zysten bekomme, wurde nicht kommentiert. (ich hatte schon mehrere verschiedene Gynäkologen. Es erfolgte immer die selbe Ignoranz)

Mein Problem ist, dass ich mich nicht vernünftig informiert fühle. Und vor allem nicht angehört. Es ist noch nie eine Antwort auf die Frage gekommen, warum mir der Eisprung derart wehtut und warum sich meine zweite Zyklushälfte verkürzt hat. Ich kanns ja durch Sensiplan nachweisen, dass das so ist! Interessiert keine S**!Inzwischen fühle ich mich wie der einzige Mensch auf Erden, der schon mal Probleme im Zusammenhang mit dem Eisprung geäußert hat, bzw. wie der einzige Mensch, der sich daran stört und das nicht einfach aushält, wie es sich gehört...

Ich habe seit den Eierstockentzündungen Schmerzen in der Leiste und bin nur noch begrenzt leistungsfähig. Das ist ziemlich hart, wenn man erst 32 ist. Gestern war ich nach 4km Gehen völlig im A*** und hatte tierische Bauchschmerzen mit Ausstrahlung in Beine und Rücken.
Ich bin früher 8km am Tag mit Kind im Tragetuch gelaufen und das hat mir gar nichts ausgemacht.

 KANN es überhaupt eine Endometriose sein, wenn man fast gar nicht blutet und kaum Beschwerden mit der Periode hat?

 

Sorry, fürs lange reden. Ich hatte vor 3 Wochen wieder mal einen Versuch gestartet, den Schmerzen auf den Grund zu kommen. Meine Hausärztin hat eine Abklärung von Morbus Crohn angeordnet und trotz meiner eindringlichen Bitte, das Problem gynäkologisch abzuklären, erfolgte ausschließlich eine Diagnostik bezüglich Morbus Crohn. Hab keinen Morbus Crohn. Hab ich auch gesagt. Zufallsbefund: Malrotation des Darms. Keine Therapie notwendig.
Ich fühle mich hin und her geschoben und vera*** :-(

 

Liebe Grüße aus dem sch** Vogtland

Psycho



Dass man bei Endo eine
Meike

Dass man bei Endo eine besonders starke Blutung hätte, stimmt nicht. Hatte ich nie. Aber Endo Grad IV.

Ist mal geschaut worden, ob du etwas hast, was evtl. den Abfluss des Bluts behindert? 



Hallo Psycho, wie wäre es
dormant

Hallo Psycho,

wie wäre es mal ein Endometriosezentrum aufzusuchen. Der erste Termin is dort eine normale Sprechstunde. Man erzählt welche Probleme vorliegen und wird untersucht.

Starke Blutungen hat man meistens wegen Myomen. Hatte ich auch lange und durchweg alle Frauenärzte fanden nix. Erst die Oberärztin im Endozentrum zeigte sie mir.

Leistenschmerzen hatte ich ebenfalls wegen Endo am Mutterband und Harnleiter. Zuerst war es stechen, dann ein ziehen im Rücken, ziehen in der Leiste  und zuletzt  strahlte es bis ins Bein aus. Es fing plötzlich an nicht mal während meiner Regel und trotz Pille ohne Pause blieb das so.

Diese Erschöpfung kenn ich auch zu gut. Es war alles nur noch anstrengend und zu schwer als würde sich das festkrallen. 

Du hast das Recht dir eine zweite Meinung einzuholen. Man muss da nerven und hartnäckig sein. Ich war bei einigen Ärzten bis ich die Einweisung ins Krankenhaus bekam.

Meisten ist es im Endozentrum schnell klar obs Endo sein kann. Bei mir fand man innerhlab von Sekunden was und vorher hieß es immer ich bilde mir alles nur ein oder hab psychische Probleme. 

Hier kann dir sicherlich auch jemand ein gutes Krankenhaus in deiner Nähe empfehlen.



Hallo, nur eben zu der Frage
Miramee

Hallo,

nur eben zu der Frage der Blutungsstärke:

Ich hatte IMMER sehr starke Blutungen im Zusammenhang mit der Endo, aber das trifft eben nicht auf alle Betroffenen zu. Allerdings muss man bei einer solchen Angabe auch berücksichtigen, dass man immer nur die Blutmengen registriert, die nach außen abfließen können. Retrograde Blutungen, also Blutungen, die nicht aus dem Körper rausführen, scheinen aber bei der Endometriose eine besondere Rolle zu spielen, nicht nur bei Endo-Zysten. Das heißt, es ist überhaupt kein Widerspruch, wenn man eine ausgeprägte Endometriose hat und nur wenig Blut "rauskommt".

Alles Gute Dir!

Mira

 



Endometriose trotz kaum vorhandener Periode im natürlichen Zyklu
UPS15

Hallo,

Endometriose ist nicht zwingend an einen Zyklus gebunden. Daher gibt es die Hoffnung durch die Wechseljahre mit der Endo durch zu sein, dennoch gibt es viele Frauen, da ist die Endo trotzdem noch vorhanden. Oder obwohl noch keine Periode besteht, ist schon Endo mit oder ohne Schmerzen nachweisbar. Laut diesem Artikel auch schon in Föten, Babys und Kleinkindern. Hier nur einmal ein Verweis: http://www.endobay.de/2015/05/schon-gewusst.html

Trotz leichter Blutung und über lange Zeiträume keine Blutung, kann Endometriose vorhanden sein und auch schmerzen. Selbst bei Männern wurde schon Endometriose nachgewiesen. Das bestätigte mir auch der Endospezialist in einem Zentrum, auf nachfrage, nachdem ich davon gelesen hatte. Die Forschung weis einfach noch nicht was und woher Endo ist.

Psycho, Du bist kein Psycho, nimm Dich ernst und informiere Dich weiter. So wie Du es wunderbarer weise hier tust. Du wirst sehen wie wenig über Endometriose als gesichert gilt und wie sehr sich auch Ärzte um Wissen und Austausch mit betroffenen Patienten bemühen, wenn Sie das Thema wirklich interessiert und Sie es ernst nehmen. Jede Frau ist einzigartig, so wie auch Ihre Endometriose. Ein Arzt sagte mal zu mir: " Ich weis nur soviel über Sie und Ihre Beschwerden wie Sie mir erzählen. Sie sind der Fachmann für sich und ich bin der Fachmann auf diesem Gebiet. Wenn wir unser Wissen zusammn tun, schauen wir wie wir helfen können."



Danke für eure Antworten
Psycho

Hallo!

Ich danke euch für eure Antworten.

Ich habe am 15.11. nen Termin in Dresden im Endometriosezentrum.

Liebe Grüße

Psycho



Hallo Mein Termin am 15.11.
Psycho

Hallo

Mein Termin am 15.11. ist nun vorbei. Es wurde auch hier im Endometriosezentrum nichts wirklich gefunden. Allerdings ist es der FÄ gelungen, den schmerzauslösenden Punkt, den ich im Unterleib habe, zu finden. 

Wenn ich bei meinem Hausgyn war, dann hat der nie diese Stelle gefunden und ich hab schon manchmal gedacht, ich bin vielleicht nicht ganz richtig im Kopf. Ich komme mit starken schmerzen an, der tastet meinen bauch ab und es tut nichts weh...

Na gut. die Ärztin hat zumindest die Stelle gefunden. Im Ultraschall hat sie nichts finden können, nur dass der betreffende Eierstock nicht ganz dort liegt, wo er liegen soll.

Also Bauchspiegelung.

Im Moment piept es mich wahnsinnig an, dass ich kurz vor Weihnachten 200km zur Laparoskopie fahren muss, weil die Ärztin in Plauen nicht richtig geguckt hat.
Es sieht ja so aus, als sei es definitiv nur dieser Eierstock der die Probleme macht.

Die Ärztin war auch erstaunt als ich sagte, dass ich nicht diese typischen diffusen Unterleibsschmerzen habe und mir meine Gebärmutter, die ja angeblich ne Adenomyosis hat, überhaupt kein Stück weh tut. Weh tut der Eierstock. Das strahlt zwar auch aus, aber der Schmerz ist ganz klar lokalisiert.

Ich hab unheimliche Angst davor, dass wieder nichts gefunden wird. Das ist eigentlich das, was mich grad verrückt macht. Dass diese Schmerzen bleiben und wieder gesagt wird, ich hätte nichts. Und dass ich mich unnötig dieser OP unterziehe.
Letztes Mal habe ich 2 Wochen gebraucht, bis die Schmerzen von der OP so erträglich waren, dass ich wieder sitzen konnte, aber da wurde ja nichts gemacht. Die haben ja nur Unruhe in den sowieso schon geschundenen Bauch gebracht. Ich hoffe, das wird diesmal besser.

Wegen der schwachen Periode sagte sie, dass es wohl ein hormonelles Problem sei. Ich weiß noch nciht, wie das untersucht werden muss. Mein Hausgyn hats jedenfalls falsch gemacht. Der hatte am 4 ZT einmalig Blut abgenommen. DAss da nichts rauskommt, war klar. Die Probleme finden sich ja im Zyklusverlauf...

Das Problem ist, dass ich die Pille ja absetzen muss, um die Hormone bestimmen zu können. Es dauert aber 6 Monate, bis die Pille bei mir so wirkt, wie sie soll und dieser ganze Zyklusquatsch aufhört. Ich hatte sie von Januar bis März abgesetzt, wegen dieser einen sinnlosen Hormonbestimmung, und seit September spüre ich deutlich, dass Gebärmutter und Eierstöcke Ruhe geben und inaktiv sind.
Wenn ich die wieder wegen Hormonbestimmungen absetzen muss, krieg ich die Krise... Außerdem: muss ich dann ständig nach Dresden??? So viel Urlaub hab ich doch gar nciht...

 Liebe Grüße

Psycho... genervt, gespannt....