Wer kann mir etwas Mut machen? :(
Ruka

Hallo zusammen!

Ich(28) bin gerade etwas verzweifelt und weiß im Moment einfach nicht, wie es weitergehen soll. Vor ca. einem Monat, am 28.10. hatte ich eine Bauch-und Gebärmutterspiegelung in einem Endometriosezentrum. Diagnose Endo III und Adenomyose. Die Endoherde konnten soweit entfernt werden. Die Bauchspiegelung hat mich einige Zeit ausgeknockt und ich war drei Wochen nicht arbeiten, um mich auszukurieren, die Zeit habe ich auch gebraucht. 10 Tage nach dem Eingriff war ich bei meinem FA, um die Fäden ziehen zu lassen. Er stellte zwei Zysten links und rechts vom Eierstock fest, konnte allerdings nicht sagen, ob es sich um Endo-, oder normale Zysten handelt. Er verschrieb mir daraufhin die Maxim. Ich musste da erstmal schlucken, weil ich direkt nach der BS diese zwei dickne Zysten hatte, die mir Schmerzen bereiteten und ich zudem die Pille wieder nehmen sollte, diese hatte ich vor 7 Jahren abgesetzt. "Warum nicht, versuch es doch einfach nochmal, sieh es als Medikament." dachte ich. 

Vor 10 Tagen, am 13.Oktober, habe ich regulär meine Tage bekommen mit einer sehr schwachen Blutung. Ich hatte trotzdem so Schmerzen und habe mich nur gekrümmt. An dem Tag habe ich mit der Einnahme der Pille begonnen und am nächsten Tag hatte ich keine Schmerzen mehr. 

Ich habe die Maxim 8 Tage genommen, bis ich nachts Atemnot, Herzstechen und starke Migräne bekommen habe. Die Tage zuvor hatte ich schon mit Stimmungsschwankungen ,erhöhter Temperatur und Kopfschmerzen zu kämpfen, das konnte ich noch hinnehmen, die Herzschmerzen allerdings nicht. Vor drei Tagen, am 20. 10. nach dieser schlimmen Nacht, habe ich dann beschlossen die Pille nicht weiterzunehmen, weil ich so schlimme Nebenwirkungen einfach nicht auf Dauer ertrage. Ich hatte auch die Tage der Einnahme nicht das Gefühl, ich selbst zu sein. Auch haben meine beiden Eltern Krebs und Thrombose ist auch in meinem Familienkreis bekannt, weswegen ich ebenfalls ein ungutes Gefühl habe die Pille weiter zu nehmen. Meine Mutter hat mir beim Anblick des Beipackzettels auch gesagt, dass sie das nicht gut findet.

Heute bin ich mit Übelkeit und kaum auszuhaltenden Unterleibschmerzen aufgewacht, die bis in den Rücken ziehen. Ich habe eine Blutung, allerdings kommt nur was raus wenn ich etwas 'drücke', sonst sehr sehr wenig(ist das normal?). Ich frage mich: Ist das eine Abbruchblutung von der Pille oder holt mein Körper die letzte Periode nach, die durch die Pilleneinnahme quasi abgebrochen wurde? Und sind die Schmerzen noch so schlimm wegen der BS und GS? 

Ich fühle mich gerade einfach so hoffnungslos. Seit Wochen komme ich nicht richtig auf die Beine, mein soziales Leben leidet da auch schon drunter. Ich fühle mich etwas betrogen, weil ich nach der BS noch mehr Schmerzen habe als vorher und ich bin niedergeschlagen, dass ich die Pille so schlecht vertragen habe und eigentlich keine weitere mehr probieren möchte. Ich weiß nicht wie ich jetzt weitermachen soll. Ich habe echt viele Hoffnungen in den Eingriff gesetzt, aber es ist schwer, positiv zu denken wenn danach einfach nur eine negative Sache nach der anderen kommt. Die ganze Schonlage geht insgesamt auch auf meinen Körper, mein Rücken ist schon ganz verspannt, weil ich seit Wochen keinen Sport machen kann. Gestern dachte ich noch, dass alles schon irgendwie wird, aber dann werde ich wieder mit so Schmerzen konfrontiert. Ich habe allmählich genug von den Schmerzen, die ganzen Monate vor der BS ging es mir schon immer fast 2 1/2 von 4 Wochen im Monat schlecht, vor allem um die Periode und den Eisprung :(

Kann mir irgendwer sagen, dass es wieder besser wird? Oder mir erklären, was genau mit meinem Körper los ist? Ich fühle mich so hilflos und weiß einfach nicht recht weiter, dabei versuche ich eigentlich immer positiv zu denken, aber das fällt mir gerade einfach wahnsinnig schwer :( 

Viele liebe Grüße,

Ruka 



Hallo Ruka, du hast gerade
Meike

Hallo Ruka,

du hast gerade eine Abbruchblutung. Die fällt schwach aus, weil sich in der kurzen Zeit nicht viel Schleimhaut aufbauen konnte. Die Pille erhöht nicht die Wahrscheinlichkeit von Krebs, aber wenn in deiner Familie eine Neigung zu Thrombosen bekannt ist und du Migräneattacken hast, dann sprich das sehr wohl gegen die Pilleeinnahme. Vielleicht wäre für dich eine Hormonspirale etwas. Die soll vor allem lokal wirken, was in deinem Fall sehr wünschenswert wäre, weil die Schmerzen durch die Adenomyose natürlich trotz OP weiter bestehen. Die allgemeinen Nebenwirkungen sollen geringer ausfallen. Persönliche Erfahrung habe ich damit nicht. Es gibt aber neben der bekannten Mirena noch die niedriger dosierten Varianten, die für dich vielleicht überlegenswert sind. Grundsätzlich hast du mit der Adenomyose leider die A*-Karte, da sie in der Regel nicht organerhaltend zu operieren ist.



Mut machen
UPS15

Hallo Ruka,

mir ging es nach meiner Operation auch sehr schlecht und ich hatte eine über 10cm große Zyste. Mein Körper und die Psyche waren total durcheinander und groggy...... Ich erspare Dir weitere Ausführungen, Du weist wovon ich spreche.Frown Nachdem ich die Visanne und weitere Hormongaben abbrach und ich neue Wege ging, begann es mir auch besser zu gehen. Langsam aber kontinuierlich. Smile Um es vorweg zu nehmen, ich habe keine Zysten mehr und die Schmerzen sind bei weitem nicht mehr so schlimm, waren über Zeträume sogar weg. Mir hat TCM geholfen. Akkupunktur war lange Zeit nicht möglich, weil ich zu geschwächt war. Da wurde gemoxt, akupressiert, Qi Gong gelehrt und eine Ernährungsumstellung halfen mir sehr. Das Informieren über die Endo und der Austausch tat gut. Ich hoffe Du hast auch liebe Menschen mit denen Du sprechen kannst, ansonsten wäre eine Selbsthilfegruppe vielleicht auch interessant. Hilflos, stumm und schmerzvoll ist keine gute Kombination. Daher wunderbar das Du hier geschrieben hast (und es hoffentlich auch weiterhin tust). Der Körper wird arg beansprucht durch die Erkrankung, die Operation und die Hormon- Stoffwechsel- Voränge. Das ist alles sehr anstrengend für den Körper. Um alles wieder best möglich zu einem harmonischen Zusammenspiel zu bewegen, braucht es Zeit und Unterstützung.

Schau was Dir gut tut! Jeder ist anders und braucht andere Hilfen. Hier liest man einige Möglichkeite.

Vitamine waren bei mir auch sehr Wichtig. B12, Magnesium, D3, Zink waren deutlich im Mangel. Manchen Frauen hat auch ein Schmerztherapeut, Psychotherapie, Ostheopatie, Yoga...... geholfen. Du kannst hier uner der SUCHE nach Schlagworten suchen und schmöckern was andere Frauen gemacht haben um sich zu unterstützen. Schreibe, frage....! Es gibt einiges das Du tun kannst Dich zu unterstützen, Dein Körper ist bemüht alles gut am laufen zu halten. Auch wenn einem manchmal zum weinen ist, es gibt Möglichkeiten nicht nur hilflos aus zu halten. Ruka schau was Du brauchst und sei lieb zu Dir und Deinem Körper, er versucht gerade wieder alles ins Lot zu bekommen.

Wenn Du fragen hast oder so, immer gern. Herzlichst UPS

 



Hallo Ruka, das hört sich
Erna

Hallo Ruka,

das hört sich wirklich schlimm an und ich kann verstehen, dass du gerade total niedergeschlagen bist. Mir ging es vor einigen Monaten ähnlich, inzwischen hat sich die Situation stabilisiert.

Ich würde dir empfehlen, dass du noch mal mit deinen Ärzten sprichst, mit dem Gyn und der Ärztin, die dich operiert hat. Sag ihnen ganz deutlich wie es dir geht und was seit der OP los ist! Ist die Operateurin eine Spezialistin für Endometriose? Hast du dich da gut aufgehoben gefühlt? 

Ein anderer wichtiger Punkt ist der Umgang mit Schmerzen: Hast du hier mit den Ärzten drüber gesprochen? Wie stark deine Schmerzen sind und wie doll du eingeschränkt bist? Helfen dir Schmerzmittel? Falls nein, vielleicht gibt es noch andere, die dir wohl helfen und dein Arzt dir verschreiben kann. Wichtig ist auch, die Schmerzmittel frühzeitig zu nehmen. Ich habe mich lange gedrückt und viel zu viel ausgehalten, lag teilweise am Boden und habe mich gekrümmt und geweint. Erst in der Reha habe ich gelernt, wie ich richtig damit umgehe und meine Schmerzkurve beeinflussen kann, so dass ich weniger starke Schmerzspitzen erleiden muss. Für mich war das sehr hilfreich und hat mir auch an vielen Tagen zu mehr Lebensqualität verholfen (leider nicht an allen).

Du schreibst auch von den Post-OP-Schmerzen nach der OP aufgrund vom vielen Liegen und wenig Bewegung. Hiermit hatte ich nach einer großen OP auch sehr stark zu kämpfen. Den Teufelskreis konnte ich mit Schmerzmitteln, Wärmeanwendungen, Massage und Physiotherapie gut durchbrechen. 

Deine OP ist jetzt erst einen Monat her, nach einem großen Eingriff sind 4 Wochen nicht lange. Es gibt Eingriffe, da geht es den Frauen schon sehr schnell wieder gut und sie können sich gut bewegen und haben kaum Schmerzen. Es gibt aber auch deutlich längere Heilungsverläufe. Mich hat das auch sehr verunsichert, dass es scheinbar so vielen so schnell so gut geh, nur mir nicht. Mit etwas Abstand kann ich das besser einordnen. Ich war nach dem großen Eingriff insgesamt 8 Wochen krankgeschrieben und rückblickend bin ich eher etwas zu früh wieder arbeiten gegangen. Ich konnte nur langsam gehen, keine schnellen Schritte machen. Treppen steigen hat mich enorm angestrengt und zu stärkeren Schmerzen geführt. Auto fahren tat weh. Ich war unheimlich schnell müde und total ko - konnte mich schwer konzentrieren. Ich brauchte einfach mehr Zeit, um mich von der OP zu erholen. Vielleicht brauchst du das auch. Gib deinem Körper Zeit. Sprich mit deinen Ärzten - meine konnten mir alles gut erklären und mich beruhigen. Manchmal ist es schwer zu verstehen, was im Körper passiert ist, wenn man "nur" die kleinen Narben hat. Aber die Wunden innen drin können recht groß sein, sowohl bei Endoherden als auch bei gelösten Verwachsungen. 

Ich wünsche dir von Herzen, dass du diese schlimme Phase schnell überwindest und bald mehr Kraft und Energie hast, um den weiteren Weg zu gehen. 

Alles Liebe!



Hallo Meike! Danke für
Ruka

Hallo Meike! Danke für deine Antwort! Meine Blutung ist zum Glück schon besser geworden und mit ihr auch der Schmerz. Ich glaube, dass ich mich erstmal versuche ohne Hormone durchzuschlagen, die Hormonspirale werde ich aber trotzdem im Hinterkopf behalten, danke :) 



Hallo UPS! Vielen Dank für
Ruka

Hallo UPS!

Vielen Dank für deine Antwort. Ich habe mir ein Buch bestellt, das mir jetzt schon sehr hilft, weil es auch andere Wege als den der Hormone geht. Ich denke, dass Endometriose auch sehr viel mit der Auseinandersetzung mit einem selbst zu tun hat, und genau dies tut man ja, indem man alternative Wege geht. Dass dir TCM so gut geholfen hat ist klasse! Ich werde wohl auch meine Ernährung umstellen und ich muss mir einfach mehr zeit geben. Yoga möchte ich auch wieder machen, leider konnte ich meinen Kurs nach der Bauchspiegelung erstmal nicht fortsetzen :( 

Ich wünsche dir auch alles Gute!



Hallo Erna! Danke für deine
Ruka

Hallo Erna!

Danke für deine ausführliche Antwort. In dem Endometriosezentrum in dem ich war habe ich mich eigentlich schon sehr wohlgefühlt. Allerdings fehlt vielen Ärzten einfach die Zeit einen richtig darüber aufzuklären, das wird dann zwischen Tür und Angel gemacht. Ich finde aber, dass es auch zu meiner Aufgabe gehört, mich mit der Krankheit auseinander zu setzen und genau das tue ich im Moment. 

Das mit der Bewegungkriege ich zurzeit soweit in den Griff, indem ich jeden Tag eine halbe Stunde spazieren gehe und mich mit einem Rotlicht-Massagestab massieren lasse. Wenn ich wieder baden darf, werde ich das auch wieder öfter tun um das Gewebe zu lockern. Beim Arzt möchte ich mir auch noch Massagen verschreiben lassen und bald wieder mit Yoga beginnen. 

Wie du auch schon sagst ist jeder Krankheitsverlauf anders und braucht seine Zeit. Ich habe mir ein Buch besorgt, das mir sehr hilft und mir auch nochmal bewusst gemacht hat, dass es nicht nur die kleinen Narben sind, sondern dass man das Große und Ganze betrachten muss. Und bei Endo ist eine ganzheitliche Betrachtung immens wichtig. Ich glaube das schwierigste ist, dass man sich davon verabschieden muss, mit seinem alten Ich mithalten zu können. Ich kann mich nur langsam damit anfreunden, aber es ist notwendig, damit ich weitergehen kann.

Ich wünsche dir auch von Herzen, dass du glücklich bist und deinen Weg ohne Schmerzen gehst, du hast ja auch schon sehr viel durchgemacht. Ich denke auch, dass es einem irgendwann besser geht, nur bedeutet das sehr viel Arbeit. 



Liebe Ruka, deine Nachricht
Erna

Liebe Ruka,

deine Nachricht hört sich schon viel besser an und ich hoffe, es geht dir schon ein wenig besser?!

Danke für deinen lieben Wünsche - momentan geht es mir so viel besser, das ich unglaublich glücklich darüber bin. Nach den schweren Monaten tut es so gut! Ich war auch schon beim Yoga und konnte überraschenderweise ganz gut mitmachen. Nur die Streckung der linken Seite geht noch ganz schwer, aber das ist nach meiner OP klar, warum ;) Ich genieße es einfach, wieder teilhaben zu können.

Massagen und Ernährungsumstellung (vor allem Weizenverzicht und das regelmäßige essen von Leinsamen, Sonnenblumenkerne u.ä.) helfen mir sehr, genauso wie regelmäßige leichte Bewegung. Jede von uns muss ihren eigenen Weg finden, aber wir können uns gegenseitig unterstützen, austauschen und Mut machen!

 Weiterhin alles Gute für dich! Vielleicht magst du berichten, wie es dir gerade geht und welches Buch du liest?



Hallo Erna! Das freut mich,
Ruka

Hallo Erna!

Das freut mich, dass dir Yoga so viel Spaß macht und auch hilft! Ich finde es auch unglaublich entspannend. leider war mein Rücken-Yoga-Kurs genau in dem Zeitraum meiner Bauchspiegelung, weswegen ich leider nur die Hälfte da sein konnte :( Ich denke, dass du dir auch noch etwas Zeit geben musst, aber beim Yoga ist ja das schöne, dass jeder in seinem Tempo und nach seinen Bedürfnissen ausgerichtet Asanas durchführen kann :)

Wie es mir geht? Puh, das ist irgendwie schwierig. Letzte Woche war ich nochmal beim Frauenarzt, weil ich starke Schmerzen links und rechts hatte, dachte es wären die Zysten. Eine davon ist eine Woche davor geplatzt und die andere ist kleiner geworden, ergo können die Schmerzen wohl nicht davon gekommen sein. Anscheinend sind es postoperative Schmerzen direkt an den Stellen, an denen ich die Verwachsungen hatte :( Ich habe meinen Frauenarzt dann auf natürliches Progesteron angesprochen als Behandlung, dieser meinte aber, dass es ein fataler Fehler wäre, wenn ich das jetzt nach der OP direkt so handhaben würde....und hat mich mit einer Gestagen-Minipille nach Hause geschickt, die ich direkt an dem Tag nehmen sollte.  Die liegt jetzt seit Tagen unangetastet hier rum. Ich bin total im Zwiespalt, ich möchte eigentlich keine Hormone mehr nehmen, ich habe Angst, dass meine Psyche wieder angegriffen wird dadurch, die ist nämlich zur Zeit das einzige, das stabil ist. Aber dass ich noch Schmerzen an den Verwachsungsstellen habe ist natürlich auch kein gutes Zeichen :( Schwierig alles....Zudem habe ich chronisch eine Intercostalneuralgie, die durch die ganze Schonhaltung wieder voll da ist, aber ich denke, dass mein Osteopath mir dabei helfen kann :) Ist also schwierig zurzeit das zu beurteilen, weil die Neuralgie mich zurzeit so stark einnimmt und mich von der Arbeit abhält. Insgesamt könnte es zurzeit besser sein, aber es war schon schlimmer ;) Ich habe alerdings vor meiner nächsten Periode ziemlich bammel, weil die letzte und die Abbruchblutungen der blanke Horror waren, so Schmerzen hatte ich noch nie.

Du fragtest, welches Buch ich gelesen habe :) Es heißt "Nicht ohne meine Wärmflasche. Leben mit Endometriose." von Martina Liel. Das Buch gibt einem echt Hoffnung und erklärt so viele Zusammenhänge. Oft muss man sich bei dieser Krankheit ja alles selbst erläutern...Aber ich verstehe einiges jetzt besser.

Liebe Erna, ich hoffe, dass es dir weiterhin gut geht und du jede Yogastunde gut entspannen kannst :)

Viele liebe Grüße,

Ruka



Hallo, hat es denn einen
Traube

Hallo,

hat es denn einen Grund das dir die Maxim verschrieben wurde, oder war das blinde Auswahl vom Arzt? Gerade weil du das mit Krebs und Trhombose angesprochen hast finde ich die Wahl des Arztes seltsam.  

Meine Meinung ist das nicht nur die Aufklärung eine Aufgabe der Ärzte ist (klar, auch sich selbst informieren aber Ärzte sind nicht nur dazu da um ihre Unterschrift auf ein Rezept zu machen. Sie sind auch Gesprächsperson bei medizinischen Fragen, Unklarheiten, etc.) sondern gerade bei hormonellen Dingen finde ich es extrem wichtig dass der Arzt das passende Präparat wählt.

Der Patient ist kein Testobjekt bis man nach 5 verschiedenen Pillen vielleicht durch Zufall die passende für sich gefunden hat. Dieses unnötige Hormonchaos muss man einem Patient doch nicht antun.  



Liebe Ruka, das tut mir
Erna

Liebe Ruka,

das tut mir leid, dass du wieder starke Schmerzen hast. Hast du schon andere Dinge gefunden, die die Schmerzen lindern (Wärme, leichte Bewegung & Gymnastik, Massagen)? Bei mir haben manchmal ganz einfach Dinge geholfen, z.B. die Stufenlagerung der Beine - um mich aus dem Schmerzkreislauf zu holen. Aber an vielen Tagen hilft nur Schmerzmittel, wenn überhaupt. 

 Deine OP ist immer noch nicht lange her, dein Körper ist immer noch "durcheinander" und tiefe Wunden heilen jetzt erst langsam. Manchmal vergessen wir das, da es ja "nur" eine BS war. Zusätzlich hat der Körper ein Schmerzgedächtnis ausgebildet und sendet Signale aus den Stellen, wo wir immer Schmerzen haben, schneller. Nimmst du zurzeit regelmäßig Schmerzmittel? Oder nur während der Mens?

Gut, dass du einen guten Osteopathen hast - das ist Gold wert :) Ich lass über meine auch nichts kommen!

Vielleicht sprichst du deinen Gyn noch mal über deine Sorge mit der Pille an oder du gehst noch mal zur Nachbesprechung mit dem Operateur (falls das ein Endo-Spezialist war)? Es ist ganz normal, dass man verunsichert ist und erhöhten Gesprächsbedarf hat - das sind ja auch keine kleinen Entscheidungen.

 

Ich wünsche dir weiterhin alles Gute und dass es dir bald besser geht!!

 

 



@Traube: Die Maxim wurde
Ruka

@Traube:

Die Maxim wurde mir von einem Vertretungsarzt verschrieben, mein Gyn war leider im Urlaub. Ich glaube er hat sie mir verschrieben, weil ich früher ja die Valette genommen habe und wegen dem hohen Gestagengehalt diese sich auch zur Endobehandlung anbietet. Ich werde auch nicht jede Pille testen, ich versuche es noch mit der Cerazette und wenn ich die nicht vertrage, muss ich mir einen anderen Weg suchen. Aber auch falls ich die Cerazette einigermaßen vertrage, möchte ich sie nicht lange nehmen. Ich finde es erschreckend, wie sehr Hormone Einfluss auf das persönliche Befinden haben.

@Erna:

Wärme tut mir ganz gut, ich benutze für den Rücken z.B. Wärmepflaster und setze mich jeden Tag vor die Rotlichtlampe. Bewegung tut mir in Form von Spaziergängen auch sehr gut. Ein Arzt hat mir starke Schmerzmittel mit Codein verschrieben, die nehme ich aber nur nach Bedarf, weil ich nicht so viele Schmerzmittel nehmen möchte und die ja auch nur die Symptome bekämpfen.

Ist es denn normal, dass ich dann so Schmerzen an den gleichen Stellen habe wie vor der OP? Mich verunsichert sowas direkt, weil ich dann denke, dass da direkt was nachwächst. Und ich habe seit der OP auch mehr Schmerzen als vorher, das ist auch irgendwie blöd.

Ich habe gestern mit der Cerazette/Jubrele angefangen und gucke einfach mal, wie ich sie vertrage. Wenn ich dadurch wieder depressive Verstimmungen kriege und ähnliches, werde ich sie aber wieder absetzen, das ist es mir nicht wert. Wenn mein Körper schon nicht funktioniert, soll meine Psyche wenigstens stabil sein. Ich bin Anfang nächster Woche nochmal bei meinem Gyn, weil er meine Blase noch kontrollieren möchte. Am Blasendach wurde ja was entfernt und ich glaube er möchte sichergehen, dass da nichts verletzt wurde bei der Entfernung. Das Endozentrum in dem ich war, ist in einem Krankenhaus, die sind leider sehr beschäftigt und ich glaube auch nicht, dass ich dadurch wirklich schlauer werde ☹ Leider nehmen sich Ärzte ja nicht wirklich Zeit für einen.  Und danke, ich hoffe auch, dass es mir bald wieder besser geht.:)



Hallo Ruka, das kann alles
Erna

Hallo Ruka,

das kann alles ganz normal sein - deine Op müsste jetzt ca 6 Wochen her sein, oder? Da sind noch nicht alle Wunden (vor allem die tiefen) verheilt und es kann noch weh tun - auch an den Stellen, wo es vorher weh tat. Dein Körper ist quasi zu einem profi für den Schmerz in der Region geworden und nimmt weiterhin Signale aus den Regionen gfanz schnell und frühzeitig wahr. Manchmal kann eine vorübergehende Einstellung mit einem Schmerzmittel gut sein, so dass man diesen Prozess unterbindet. Das wurde bei mir in der Reha gemacht und hat mir gut geholfen. Habe dann nur bei Bedarf zusätzlich ein anderes Schmerzmittel genommen.

Ob es besser wird, wird die Zeit zeigen. Gut, dass dir Wärme und anderes gut tut. Konzentriere dich weiter darauf und tu dir und deinem Körper gutes. Das ist wichtig!