Angst vor anstehender großer OP
Pfingstrose

Hallo ihr Lieben,

ich habe nächste Woche einen Termin für eine große Endometriosesanierung. Es wird ein Stück vom Enddarm und Scheide entfernt. Außerdem hatte ich im August einen Nierenstau und trage seitdem Harnleiterschienen. Der Harnleiter wird also auch saniert. Ich habe große Angst vor der OP, insbesondere weil ich durch die Schienen schon große Schmerzen hatte /habe.  Hatte schonmal jemand eine so umfangreiche OP und kann mich ein bisschen beruhigen? Habe Angst vor Schmerzen, einem künstlichen Darmausgang und Komplikationen. Wie wird es mir nach der OP gehen? Ich hab auch Angst vor dem Abführmittel, weil ich das Vergnügen schon zweimal dieses Jahr hatte und  ich wirklich befürchte das nicht runter zu bekommen... Liebe Grüße 



Liebe Pfingstrose,   ich
Schmusekatze

Liebe Pfingstrose,

 

ich kann dich soooo gut verstehen!

Das ist ein großer Eingriff und deshalb ist deine Sorge auch berechtigt, wer hätte die nicht?

Man gibt schließlich die Kontrolle ab und das ist bei einer ausgedehnten OP dann noch schwieriger.

Aber, du bist doch sicher in einem erfahrenen Endo-Zentrum, in dem solche Eingriffe öfters gemacht werden.

Das sollte dich in jedem Falle schon mal beruhigen, außerdem ist der Termin geplant und man ist auf alle Eventualitäten vorbereitet um dir bestmöglich zu helfen.

Das ist für dich ein Megapluspunkt!!!Wink

 

Ich hatte vor einigen Wochen eine Op mit Sigmaresektion und Rektopexie, wo zwischen Enddarm und Scheide operiert und ein Netz eingesetzt wurde..., ich hatte mega Angst, glaub mir.

Die OP hab ich auch überstanden, zwar sind meine Enddarmbeschwerden weswegen ich operiert wurde immernoch da, aber das ist eine andere Sache, nachder jetzt weiter geforscht wird.

Wenn am Darm operiert wird, muss man immer unterschreiben, dass ein künstlicher Darmausgang im Notfall angelegt werden muss.

Was hat man dir denn in Aussicht gestellt?

Um so näher man Richtung Schließmuskel bei der OP geht, umso eher kann das passieren.

Das ist aber sehr individuell.

 

Du wirst sicher beim OP-Vorgespräch über die Schmerzbehandlung nach der OP informiert worden sein.

Bei Darmbeteiligung wird oft ein Periduralkatheter gesetzt, damit man nach der OP keine Schmerzen hat.

Daran ist dann eine Pumpe angeschlossen die über einen gewissen Zeitraum kontinuierlich Schmerzmittel abgibt.

Das ist sehr effektiv.

Es können auch noch zusätlich Schmerzmittel gegeben werden, falls du sie benötigst.

Du brauchst keine Angst vor Schmerzen haben, die Anästhesisten können das gut steuern.

Was deine Harnleiterschienen betrifft, kann ich dir leider nichts sagen. Darüber weiss ich nicht bescheid, aber vielleicht meldet sich hier noch jemand.

Ein Urologe ist sicher mit dabei und wird alles gut machen.

 

Was das Abführmittel im KH betrifft, falls das die olle salzige Brühe ist, kann ich dir den Tipp geben Apfelsaft unterzumischen.

Das hat mir geholfen dass das Zeug drin bleibt und ich mich nicht übergeben musste, außerdem ist es geschmacklich auch besser...

 

Versuche positiv in die Zukunft zu schauen, auch wenn es dir schwer fällt.

Da Profis am Werk sind, vertraue ihnen. Die werden sich größtmögliche Mühe geben, denn sie wollen ja, dass es dir besser geht.

 

Ich wünsche dir von Herzen alles alles Gute, ganz viel Kraft, Hoffnung und Sonnenschein!

 

LG Schmusekatze

 

 

 



Hallo Pfingstrose, Wenn ein
dormant

Hallo Pfingstrose,

Wenn ein Teil der Scheidenwand entferent wird vernähen sie diese Stelle  mit einem Gewebe. Dieses löst sich später selbst auf, die Stelle wächst wieder zu. Ich spüre da nur ab und an ein bisschen stechen sonst nix mehr.

Aber dieses Zäpfchen zum desinfizieren am Abend vor der Op kann sehr unangenehm brennen wegen der Endo. Ich konnte damit kaum schlafen.

Keiner kann dir sagen wie es dir danach gehen wird. Dies hängt auch davon ab wie lange du nicht behandelt wurdest und wie es dir jetzt geht.

Nach meiner Op fühlte sich mein Bauch gleich besser an aber ich war über 6 Monate extrem erschöpft. Wenn du nach der Op wieder im Zimmer bist und langsam Schmerzen spührst brauchst du nur einer Schwester bescheid sagen dann bekommst du gleich was. Niemand quält sich da mit Schmerzen rum.

Im Vergleich zu Endo-Schmerzen fand ich die auch halb so wild. Es kann auch ein paarTage dauern bis du wieder aufstehen kannst aber es heilt heutzutage alles viel schneller wegen der guten Hygiene im Krankenhaus.

Letztendlich bringt es dir auch nichts dich verrückt zu machen.  



Liebe Schmusekatze, vielen
Pfingstrose

Liebe Schmusekatze,

vielen Dank für deine hilfreiche Antwort! Ich habe das Vorgespräch leider erst am Montag, die OP ist am Donnerstag. Seit August hatte ich also Zeit mich verrückt zu machen und meiner Fantasie freien Lauf zu lassen



Hallo dormant, du hast
Pfingstrose

Hallo dormant, du hast Recht, ich sollte mich nicht verrückt machen, ich muss da sowieso durch. Ich habe zusätzlich noch MS und mein Körper reagiert total empfindlich auf so was. Das mit dem Gewebe wusste ich gar nicht, aber am Montag nach den Vorgesprächen bin ich wohl schlauer 



Hallo :)
Melanie1986

Hallo :)

Ich dachte gerade beim lesen, deinen Beitrag hätte ich geschrieben Laughing die gleiche Frage hab ich mir vor über 7 Wochen, vor meiner OP auch gestellt... 

Nun hab ich sie überstanden und ich bin rund um zufrieden :-) ich hab 5 Jahre eine Harnleiterschiene getragen, bis man dieses Jahr im März dann den wahren Grund dafür gefunden hat, warum der Harnleiter abgedrückt wurde bzw. von was - Endometriose - hart wie Beton! 

Bei der OP wurde der Harnleiter und auch die Blase komplett frei gelegt und ich hab für 6 Wochen eine neue Schiene gelegt bekommen... danach sollte nun endlich Ruhe sein. Beim Darm hatte ich Glück, das Stück musste nicht entfernt werden, es ging den Teil zu "shapen" und die Endometriose abzutragen. 

Was soll ich sagen, ich hatte meine Tage - zum ersten mal in meinem Leben ohne Schmerzen! 

Wegen dem Abführmittel - frag einfach ob du Picoprep bekommen kannst, sind nur zwei Gläschen :) 

 



Du hast fünf Jahre eine
Pfingstrose

Du hast fünf Jahre eine Schiene tragen müssen bis der Grund gefunden wurde?? Ich habe schon die drei Monate nur auf dem Zahnfleisch gehend überstanden, du arme. Ich glaube wir haben wirklich was gemeinsam, ich habe mir schon picoprep besorgt und hoffe ich darf es nehmen



Liebe
Schmusekatze

Liebe Pfingstrose,

 

PicoPrep ist ja noch besser finde ich. Wäre toll, wenn du das nehmen könntest.

Nochmals ganz ganz viel Kraft und Sonne für dich nächste Woche, du schaffst das!Wink

 

LG Schmusekatze



Harnleiterschiene
Jen the cat

Hallo Mädels. Darf ich mich mal in Euer Gespräch einklinken? Bei mir wurde vor 2 Jahren Endo festgestellt. Meine dritte OP ist für den 9.1.18 geplant. Ich habe wieder eine große Zyste am rechten Eierstock. Seit einigen Monaten habe ich Probleme mit der Blase - was mir echt Sorgen macht! Ich muss stark pressen, um die Blase zu entleeren! Und mein Urin riecht immer sehr streng! Es ist aber keine Entzündung. Schon mehrmals Tests beim Arzt machen lassen und nie waren Bakterien im Urin. Nach meiner letzten BS hatte ich eine Nierenbeckenentzündung - seitdem hat sich die Blase nicht mehr "erholt". Bei der nächsten OP wird die Zyste entfernt, eine Gebärmutter- und Blasenspiegelung gemacht und die Eileiterdurchgängigkeit geprüft. 

Könnte es sein, dass die Endo an meiner Blase ist und ich deshalb diese Beschwerden habe? Kann mir irgendjemand was dazu sagen?

Vielen Dank und liebe Grüße, Jen  



Blase
albea

Also... grundsätzlich kann Endo natürlich an, auf und in der Blase sein. Ob das oder etwas davon bei Dir der Fall ist/ sein könnte, kann nun wirklich Niemand so pauschal beurteilen. Da wirst Du Dich bis zur OP gedulden müssen.

Alles Gute!

albea 



....
Melanie1986

Liebe Pfingstrose,

nein das ich Endo habe ist schon seit 2013 offiziell bekannt :) nur war bei der OP 2014 die Blase und der Harnleiter noch nicht befallen und man hatte Hoffnung das er sich wieder erholt... auf jeden Fall bekomme ich einen Stent, wenn er wieder einknicken sollte & der muss dann nicht mehr dauernd gewechselt werden... :-) 

Mit Picoprep wird es dir sicherlich leichter fallen Laughing



Hallo, wir haben wohl alle
Erna

Hallo,

wir haben wohl alle immer wieder Angst vor einer OP - das ist ganz normal!

Ich durfte auch das Abführmittel nehmen, von dem man nur 2 Gläser trinken muss (Citrafleet oder so ähnlich?). Das schmeckt gar nicht schlecht und dazu trinkt man dann mehrere Liter Wasser über den Tag verteilt. Das war alls problemlos bei mir. Ich wurde am Tag vor der großen OP schon aufgenommen und war dann komischerweise ganz ruhig und entspannt. Irgendwie habe ich mich auch ein wenig gefreut, dass das Warten ein Ende hat und ich endlich dran bin. Zusätzlich habe ich gebetet, dass es meinem Operateur gut geht - ein bisschen verückt wird man ja doch :)

Mir ging es nach der großen OP leider erstmal sehr schlecht, ich konnte mich zwei Tage nur mit Hilfe aufsetzen und wenige Schritte gehen. Der ganze Bauch tat weh, da ich auch bis zur Niere operiert wurde (Harnleiterstenose, alles verbacken, wie bei dir). Ich bin dann recht schnell in eine Anschlussheilbehandlung (AHB; Reha) gegangen und das war für mich sehr hilfreich, vor allem die enge ärztliche und therapeutische Betreuung, der Physiotherapeut verdient ein riesiges Lob. Hast du dir das schon überlegt? 

Mittlerweile geht es mir gut, so "richtig" gut und komplett erholt von der OP hab ich mich erst nach 4 Monaten, mein Körper war sehr mitgenommen. Bei vielen geht es auch schneller wieder voran - setz dich da aber bitte nicht unter Druck und nimm dir die Zeit die du brauchst.

Übrigens: Freu dich schon auf den Tag, an dem die Harnleiterschienen raus sind - das war für mich eine riesige Befreiung! Mich haben sie sehr geplagt und geschmerzt, mit sehr viel Trinken war es auszuhalten, aber ohne ist es natürlich tausendmal besser! 

 

Ich wünsche dir und allen, die bald operiert werden alles Gute, viel Kraft und geschickte Operaeuts-Hände, die alles Böse und Schmerzhafte finden und entfernen! Ihr schafft das!