Wir Endometriose?
Jazz

Hallo ihr Lieben,

Ich bin seit einiger Zeit Stille Leserin bei euch. Viele meiner Probleme sind hier Thema gewesen. Nun möchte ich euch um Rat fragen. 

Am 23.11.  habe ich nun einen Termin für eine Bauchspiegelung um Endometriose zu bestätigen bzw. Auszuschließen. 

Meine Probleme waren zeitweilig schon in der Jugend vorhanden (bin jetzt 32) sind aber seit der Geburt meines Sohnes (2008) extrem geworden... 

Nach der Geburt habe ich die sogenannte Stillpille (weiß den Namen leider nicht mehr) im Langzeitzyklus genommen, unter dieser hatte ich durchgehend Schmierblutungen woraufhin ich dann die Mirena gelegt bekommen habe.  Die schmierblutungen hörten nicht auf, dazu kamen dann noch durchgehende Unterleibsschmerzen... Angeblich lag es nie an der Spirale. Nach ca.  einem Jahr bekam ich ständig Durchfall nach dem Essen... Keine Allergien gefunden. Magen+Darmspiegelung auch ohne Ergebnis... Ich ließ mir die Mirena ziehen und nehme seit dem die Aristelle (nicht im Langzeitzyklus). 

 

Der Durchfall istinzwischen schleimig verbunden mit extremen Krämpfen  (Sorry) 

Nach dem Sex, oder nach der Untersuchung beim FA habe mitunter dolle Schmerzen im unterleib und manchmal auch schmierblutung. Der FA hat nun im Ultraschall gesehen, dass ich wohl in der gebärmutter Endometriose habe (adenomyose)... Allerdings dachte ich, dass man dies nicht im Ultraschall sehenkann?! 

Naja, nun besteht eben der Verdacht auf Endometriose.. 

Was meint ihr, würde das wirklich passen? 

Ich habe nämlich wirklich Angst vor der OP



Ich habe übrigens noch
Jazz

Ich habe übrigens noch vergessen zu erwähnen, dass ich so gut wie keine Blutung während der Pillenpause habe, nur schmierblutung.. Meine Gebärmutterschleimhaut baut sich nur gering auf... Desweiteren habe ich oft große Follikel die erst sehr spät abgehen und eine Neigung zu Zysten, die immer erst platzen wenn der FA mit einer OP droht ;-) 



Endo?
albea

Hallo Jazz!

Endometriose tritt in so vielen verschiedenen Varianten auf, wie es betroffene Frauen gibt - will sagen: diese Krankheit ist sehr individuell. Es gibt keinen Verlauf, der absolut typisch ist oder eben nicht; nur manchmal sieht es wahrscheinlicher aus. 

Der Verlauf bei Dir ist vielleicht nicht ganz typisch, aber deswegen kann man Endo trotzdem NIE ausschließen! Deine Beschwerden rechtfertigen definitiv eine weitere Abklärung.

Und lass Dir bloß nicht einreden, Endo könne es schon deswegen nicht sein, weil es erst nach der SS anfing. Das ist vielleicht selten. Aber trotzdem spricht es nicht zwangsläufig gegen Endo. Ich selbst habe es ähnlich erlebt. Der große "Knall" kam - zum Glück - erst nach der Geburt unserer Tochter, noch während ich gestillt habe.

Nach Deinen Beschreibungen drängt sich mir ganz stark der Verdacht auf, dass Deine Hormone mächtig aus dem Gleichgewicht sind. Ist das mal kontrolliert worden? Vielleicht solltest Du Dich deswegen an eine endokrinologische Praxis wenden. 

Alles Gute!

albea 

PS: Du hast Recht, Adenomyose kann sicher nur nach Hysterektomie bei der histologischen Untersuchung diagnostiziert werden. Trotzdem gibt es Indizien, die ein erfahrener Gyn im Ultraschall erkennen kann. Ich kenne allerdings keinen, der das dann auch als klare Diagnose schreibt, sondern immer nur "Verdacht auf...".

 



Vielen Dank für deine
Jazz

Vielen Dank für deine schnelle aufmunternde Antwort!

Mit den Hormonen liegst du tatsächlich nicht ganz falsch. Ich seit 2010 im Endokrinologikum in Behandlung, da bei mir hashimoto diagnostiziert wurde. Laut Ärztin ist aber alles gut eingestellt, gehe auch regelmäßig zur Kontrolle! Bei der letzten BE  kam  nur eine leichte Anämie raus... (Vielleicht blutende Endoherde ?! ) 

  



Anämie
albea

Das könnte sein. Wirst Du denn deswegen behandelt? Ist ja nicht so ganz unwesentlich, wenn das Blut nicht in Ordnung ist. 

Ansonsten solltest Du da unbedingt nachhaken. Dss sind "Kleinigkeiten", die sich relativ leicht behandeln lassen und den Körper entlasten. 

Alles Gute!

albea 



Die Anämie wird zur Zeit
Jazz

Die Anämie wird zur Zeit nicht behandelt. Einen Tag vor der OP habe ich sowieso meinen jährlichen Rundum-check beim endokrinologikum, da werde ich auf jeden Fall nochmal nachhaken.

Danke dir!