Keine Weiterbehandlung nach BS mit Endo-Entfernung und Adenomyosis Verdacht?
Eve1234

Ich hatte am 10. (letzte Woche Freitag) wegen "unklarer Unterbauchschmerzen" eine Bauchspiegelung im MIC Berlin. Entlassen wurde ich nach zwei Tagen. Bei der BS wurde eine Ovarienzyste entfernt, Endometriose am Blasenperitoneum und der Zervikshinterwand gefunden und entfernt, eine Darmadhäsion links gelöst und Verdacht auf Adenomyosis uteri festgestellt. Die brennenden Dauerschmerzen (gegen die kein rezeptfreies Schmerzmittel geholfen hat) hatte ich seit einer Zwischenblutung Ende Juli. Zwischen der Zwischenblutung und der BS gab es Besuche beim Hausarzt (mehrfach), zwei anderen Frauenärzten (die komplett nutzlos waren - die letzte meinte, ich bilde mir dir Schmerzen ein) und einer Urologin (die mich mit Antibiotika und pflanzliche Mitteln gegen eine nicht vorhandene Blasenentzündung versorgt hat).

Die Frauenärztin die mich ins MIC geschickt hat (und bei der ich vor der Bauchspiegelung erst zwei Mal war), hat auf Nachfrage beim Ziehen der Fäden gestern gesagt, dass sie nichts weiter macht. Auf Nachfrage zu dem "Verdacht auf" meinte sie: falls ich Adenomyosis habe kann man eh nichts machen. Sie hat dann gefragt ob ich denn etwa Schmerzen bei der Menstruation hätte - natürlich habe ich die. Seit Jahren. (Ich dachte immer, zwei IBU 400 alle 4 Stunden wäre nichts Außergewöhnliches.) Was ich ihr auch beim ersten Termin gesagt hatte! Und in den Merkzetteln vom MIC steht, dass nach der Entfernung der Endometriose eine Weiterbehandlung, z.B. mit Hormonen erfolgt.

Ich bin absolut verunsichert - sollte da nicht eine Weiterbehandlung erfolgen? Ich möchte auch nicht noch einmal zu dieser Frauenärztin gehen, weil sie mich weder am Montag nach der Entlassung aus dem Krankenhaus noch gestern am Freitag gefragt hat, ob ich Schmerzen habe. Sie wollte die Bauchspiegelung überhaupt nicht besprechen - wollte wollte nur schnell die Fäden ziehen und mich dann aus der Praxis raushaben. Ich habe heute - eine Woche nach der Bauchspiegelung - noch immer Schmerzen, vor allem nach dem Wasserlassen. Es krampft (fühlt sich an wie extrem starker Muskelkater) und tut noch eine Stunde später weh. Aber ich nehme an, das hat mit der Entfernung der Endometriose an der Blase zu tun (?).

Meine Frage: Ist es normal, dass die Ärztin nach einer BS mit Endometriose-Entfernung und dem Verdacht auf Adenomyosis uteri die Behandlung für abgeschlossen erklärt hat?



Nein!  Hormonspirale hilft
Elhappy

Nein!  Hormonspirale hilft , Pille & physikalische Therapie, chininsische heilkunde , Akupunktur. Wenn du aus Berlin kommst empfehle ich dir Frau dr. mechsler & Absolute Nr. 1 Prof . Ebert . Er hat sehr gutes Buch heraus gebracht, auch für Patientinen . Endometriose-Ein Leitfäden für die Praxis. 

Hol dir eine zweite Meinung. Die Frauenärztin geht mal gar nicht.

LG Happy  



Liebe Eve, wende dich
Schmusekatze

Liebe Eve,

 

ich wurde dieses Jahr auch in der MIC-Klinik operiert und hatte einpaar Wochen danach auch noch ein wenig Schmerzen. Die sind aber nach wenigen Wochen verschwunden.

Das kann sich bei dir auch noch geben.

 

Wende dich doch zur weiteren Behandlung an Herrn Prof. Dr. Ebert, kann ich nur empfehlen.

Mach wenn du willst dort einen Termin aus und erzähle ihm genau das, was du uns erzählt hast.

Er wird dich kompetent beraten, denn er ist ein echter Endo-Spezialist.

 

MFG Schmusekatze



Aber mit Privat-Praxis,
Meike

Aber mit Privat-Praxis, oder?



Huhu Meike,   nö... keine
Schmusekatze

Huhu Meike,

 

nö... keine Privatpraxis.

Gott sei Dank!

 

LG Schmusekatze



Vielen Dank für die
Eve1234

Vielen Dank für die Antworten!

Ich habe die Praxis von Prof. Ebert angeschrieben und einen Termin in der 2. Dezemberwoche erhalten. Das MIC Berlin schickt mir den OP-Bericht per Post zu, d.h. ich muss auch nicht nochmal in die Praxis der Frauenärztin rein um mir eine Kopie zu holen. Mittwoch geht's wieder zur Arbeit; hoffe, die Schmerzen lassen bis dahin weiter nach.

Ist meine erste OP gewesen, die erste Vollnarkose, das erste Mal Krankenhaus überhaupt und ich kann das alles noch immer nicht einordnen. Alles ist komplett aus dem Gleichgewicht geraten. (Und dass mich die Ärztin auch noch so im Stich gelassen hat hilft absolut nicht)



Liebe Eve, schön, dass du
Erna

Liebe Eve,

schön, dass du jetzt einen Termin bei einem kompetenten Arzt und dich um den OP-Bericht gekümmert hast. Das ist sehr wichtig! 

Die Schmerzen werden Stück für Stück gehen, gib deinem Körper etwas Zeit. Man sagt, dass es 4-6 Wochen dauert bis die inneren Wunden heilen, bei sehr tiefen dauert es länger. Falls du dich also noch nicht gut fühlst und noch Schmerzen hast, dann gehe zu einem Arzt und lasse dich weiter krankschreiben. Ich bin nach meiner ersten Bauchspiegelung auch nach einer Woche wieder arbeiten gegangen, im Nachhinein war das zu früh - hör auf deinen Körper und gönne dir Zeit dich von der OP, der Diagnose und dem ganzen Ärger mit den Ärzten zu erholen. 

 Alles Gute!



Liebe Eve, super dass du
Schmusekatze

Liebe Eve,

super dass du einen Termin gemacht hast!Wink

Sicher wirst du Zeit brauchen um das Ganze zu verarbeiten, gerade wenn es deine erste OP war.

Kopf hoch, das wird schon.

 

LG Schmusekatze



Das MIC hat mir den
Eve1234

Danke für den Zuspruch. Der tut sehr gut. Heute geht‘s zurück zur Arbeit - zumindest versuche ich es. Falls es nicht geht, gehe ich zu meiner Hausärztin. 

Das MIC hat mir den OP-Bericht zugeschickt. Ich bin stinksauer auf die Frauenärztin, die mich weiterbehandeln sollte und dies nicht machen wollte - und die mir die Empfehlungen, die vom MIC ausgesprochen wurden, vorenthalten hat. Und ich hatte gezielt nachgefragt.

Postoperative Empfehlung aus dem OP-Bericht: bei keinem aktuellen Kinderwunsch gestagenbetonte Pille, ggf. im Langzeitzyklus oder Dienogest im Langzeitzyklus für ein bis anderthalb Jahre; die Beschwerden können auch vom Uterus kommen, da dieser „doch sehr adenomyotisch erscheint“.