Betroffene aus Vorpommern / Erfahrungsbericht (Therapie mit Enantone)
FeuerlockeHGW

Hallo ihr Lieben!

Mein Name ist Feuerlocke und ich komme aus dem Raum Greifswald in Vorpommern. Ich hatte Anfang diesen Jahres meinen ersten Termin bei Endo-Spezialist in Greifswald, den ich damals auch über diese Seite gefunden hatte. Meine vorherige Ärztin hat trotz meiner Beschwerden und aller Hinweise immer nur gesagt "Sie haben keine Endometriose. Lassen Sie Ihren Mann/Freund untersuchen." (Wir sind noch nicht verheiratet, aber der Einfachheit halber, werde ich trotzdem "Mann" schreiben.) Ich bin 32 und seit einigen Jahren versuchen wir erfolglos schwanger zu werden. Daher die Untersuchung bei ihm. Fand ich aber unsinnig, da ich ja eindeutige Anzeichen hatte.

Nun ja, schon beim ersten Gespräch und der Schilderung meiner Symptome gab mein Arzt mir Recht. Um den Verdacht zu bestätigen, ohne direkt eine OP anzusetzen, verschrieb er mir für 3 Monate die Pille, die ich durchnehmen sollte, um zu überprüfen, ob die Beschwerden tatsächlich weggehen. Und so war es auch. Keine bestialischen Blutungen mehr, keine Schmerzen, bei denen man nur noch sterben möchte und keine Darmblutungen mehr. Nach den 3 Monaten stand also fest, dass wir die Bauchspiegelung machen müssen und diese wurde auch Ende Mai durchgeführt.

Der Befund war leider nicht so gut, um nicht zu sagen schei... (starke Verwachsungen. u.A. Darm und Gebärmutter; linker Eileiter, der zwar wieder durchgängig ist, aber evtl. nicht komplett funktionsfähig; der gesamte Bauchraum war einfach überwuchert). Mein Arzt hat die OP auch selbst durchgeführt und so gut es ging alles entfernt. Einige Herde am Darm konnte er aber leider nicht entfernen, weil die Gefahr eines Durchbruchs zu hoch war. Trotz des Kinderwunsches haben wir uns für eine Hormontherapie mit der Enentone entschieden, um auch die letzten Reste der Endometriose zu beseitigen. Leider verlief die Therapie nicht ideal. Mitte August, kurz bevor ich die 3. Spritze bekommen sollte, platze eine Zyste am rechten Eierstock. Es musste nichts operiert werden, sie wurde von ganz allein stetig kleiner, ich hatte nur leichte Blutungen. 3 Tage später bekam ich die 3. Enantone. Und anderthalb Wochen später Regelblutungen, zum Glück nicht mehr so schmerzhaft, trotzdem kein gutes Zeichen. Weder mein Arzt noch ich können uns das richtig erklären, vermuten aber, dass die Zyste den Hormonhaushalt so sehr durcheinander gebracht hat, dass die Menstruation wieder eingesetzt hat. Wir haben die Therapie trotzdem fortgeführt, aber die Regelblutungen hörten nicht auf. Letzten Dienstag bekam ich die 6. und letzte Enantone und heute bekam ich wieder Blutungen und Schmerzen. 

Hat irgendjemand ähnliche Erfahrungen wie ich? Niemand aus meinem näheren Umfeld ist betroffen und ich brauche langsam jemanden zum Reden. Anfang April haben wir erst einen Termin im Kinderwunschzentrum in Rostock und bis dahin werden wir auf natürlichem Weg versuchen schwanger zu werden, aber so richtig kann ich nicht mehr dran glauben. Mein Arzt war leider auch nicht so zuversichtlich. Aber die Hoffnung kann ich auch noch nicht aufgeben. Mein Mann/Freund versucht sein Bestes, um mich zu unterstützen, aber auch er ist heillos überfordert (er ist auch ein bisschen jünger als ich).

Vielleicht fühlt sich jemand angesprochen. 

Viele Grüße und alles Gute an alle hier!

 

Feuerlocke



Hallo Feuerlocke, du
dormant

Hallo Feuerlocke,

du solltest lieber zu anderen Spezialisten. Berlin wäre eine gute alternative da im Prinzip genauso weit weg wie Rostock. Du brauchst Ärzte die sich wirklich damit auskennen.

Ich hab in deiner gegend gelebt, kenne den Arzt und hab zugesehen da weg zu kommen um vernünftig behandelt zu werden. 

Endo am Darm sollte immer entfernt werden damit es sich nicht reinfrisst und im schlimmsten Fall ein Darmverschluß entsteht. Außerdem wird nach einer Op der Kinderwunsch möglichst sofort umgesetzt und nicht noch unnötig verzögert. Man hätte eher mal untersuchen müssen wie deine Hormonwerte sind + Schliddrüse. 

Mich verwundert auch wie man Endo mit ner Hormonterapie beseitigen will, die Herden werden höchstens Inaktiv O.o 

Und bitte beachte nicht jeder vertägt die diversen Hormontherapien, dies kann bei jedem böse Enden. 

schau auch mal hier rein:

http://dr-schulte-uebbing.com/inhalte/doku/umg_hoehergradige_endometrios...

 



Hallo Feuerlocke,
Anna91

ich stimme Dormant in allen Punkten zu. 

Schade, dass du offen warst und die Darmendo nicht gleich mit entfernt wurde. Aber es gibt unzählige Meinungen dazu und es gibt Frauen die sich am Darm nie operieren lassen haben. Ich habe den Schritt gewagt (auch weil meine Beschwerden zu 90% von der Darmendo kamen) und würde es trotz kurzzeitigem künstlichen Darmausgang (da es leider kurz vorm Schließmuskel auch saß) wieder so machen.

Wie auch immer du es machen willst, eine 2. Meinung wäre gut! Auch wenn ich den Arzt nicht kenne. 

Alles Gute  



Danke!
FeuerlockeHGW

Vielen Dank für eure Antworten!

Sie bestätigen mich und meinen Freund in unserer Skepsis. Am Anfang war ich froh, überhaupt jemanden gefunden zu haben, der meine Symptome auch so gedeutet hat wie ich. Und wahrscheinlich habe ich mich deshalb einfach mit blindem Vertrauen in die Behandlung gestürzt. Ich muss das definitiv überdenken. 

Welche Klinik / welcher Arzt in Berlin ist denn zu empfehlen? Eine ehemalige Chefin von mir hat auch Endometriose und sie hatte damals sehr großes Pech mit einer Klinik in Berlin gehabt. Ich sollte mich mal mit ihr in Verbindung setzen... 

Viele Grüße!  



Hier wurde schon häufiger
dormant

Da sind wohl alle froh wenn jemand enlich rausfindet was man hat. Nur leider kriegt kaum jemand eine vernünftige Behandlung bei den meisten Frauenärzten, meistens gibts nur Hilfe in spezialisierten Krankenhäusern. 

Hier wurde schon häufiger Prof. Dr. Ebert empfohlen.



Huhu!   Ich war heute beim
Sunmanyca

Huhu!

 

Ich war heute beim selben Arzt. Bei mir hat er jetzt genau die selbe Behandlung angefangen und ehrlich gesagt, bin ich eigentlich gar nicht zufrieden.

 

Ich möchte eigentlichnur, dass mir endlich jemend hilft und das schnell. Natürlich werde ich die Pille jetzt ausprobieren aber irgendwie habe ich auch Angst, dass ich weiterhin Schmerzen habe.