Sakrale Neuromodulation
biosna

Hallo Zusammen,

ist hier jemand von euch, der mit der sakralen Neuromodulation zur Schmerztherapie versorgt wurde? Würde mich sehr über eure Erfahrungen freuen. 

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Herzliche Grüße

Bianca



Liebe Bianca,   ich kann
Schmusekatze

Liebe Bianca,

 

ich kann dir keine Erfahrung diesbezüglich anbieten, jedoch würde mich das auch sehr interessieren.

Es scheint so, als ob die sakrale Neuromodulation nicht nur für Inkontinenz der Blase und Darm angewandt wird sondern auch für Schmerzen. Das habe ich von meinem Arzt bereits erfahren.

 

Was hast du denn für Beschwerden und wie wurden sie bisher behandelt?

 

LG Schmusekatze



sakrale Neuromodulation
biosna

Hallo Schmusekatze,

bei mir geht es in der Tat um eine Alternative zur medikamentösen Schmerztherapie und nicht um eine Inkontinenz.

Meine Schmerzen sind lokal immer an der gleichen Stelle. Von daher wäre ich evlt. eine Kandidatin dafür. Bei diffusen Schmerzen, also mal hier, mal dort, ist das Verfahren wohl nicht so zu empfehlen.

Für mich wäre es interessant, wenn ich dadruch auf die Schmerzmedikamente verzichten könnte und somit nicht mehr mit den Nebenwirkungen zu kämpfen hätte.

Deshlab bin ich sehr an einen Erfahrungsaustausch interessiert.

Mir sind zwei Ärzte bekannt, die das Verfahren bei Endometriose anwenden. Einmal Herr Prof. Korell in Zusammenarbeit mit dem Neurochirurgen Dr. Wille in Neuss und ein Herr Dr. Riethmann (ebefalls Neurochirurg) im Petrus-Krankenhaus Wuppertal. 

Von wem hast du davon gehört? Steht das bei dir auch zur Diskussion? 

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Herzliche Grüße

Bianca



Liebe Bianca, zur
Schmusekatze

Liebe Bianca,

 

zur Schmerztherapie wird die Sakrale Neuromodulation tatsächlich auch eingesetzt z.B. wohl auch bei der sogenannten Pudendus-Neuralgie.

Man findet nur leider wenig bis gar nichts im Netz darüber auch wenig Erfahrungsberichte.

 

Speziell bei Endometriose könnte ich mir vorstellen, dass davon ausgegeangen wird, dass ein Nervenbefall vorliegt und dass das Verfahren dadurch helfen soll.

Man muss dafür dann auch die richtigen Nerven stimulieren.

Ich weiss gar nicht welche Nerven da im Einzelfall mit der Sonde angesprochen werden sollen.

Also die Sakralnerven oder auch andere, denn es gibt im kleinen Becken ja unheimlich viele Nerven... oder ob es ausreicht wirklich nur die Sakralnerven zu stimulieren weiss ich nicht.

 

Es gibt ja in der Schweiz auch den Dr. Possover, der Patientinnen mit Nervenschmerzen gerade auch bei Endometriose operiert. Da werden die Nerven freigelegt. Es ist eine sehr aufwändige OP, die nur echte Spezies wie er operieren können. In Deutschland gibt es wohl niemanden, der das kann.Einige Frauen haben Erfolg, andere nicht.

Mein Arzt erzählte mir auch davon..., war aber nicht so überzeugt, da es bei den meisten Frauen eben nicht helfen würde und sie dann noch mehr Probleme nach so einer OP hätten.

Er würde in solchen Fällen eher die Sakrale Neuromodulation empfehlen.

Das ist natürlich seine Meinung.

 

Mittlerweile gibt es ja viele Kliniken in Deutschland, die dieses Verfahren anbieten.

Jedoch bei Endometriose speziell würde ich auch wie du auch nur Spezialisten aufsuchen.

Bei Korell bist du ja in guten Händen.

 

Bei mir ist es so, dass ich weniger Schmerzen, sondern eher ein permanentes Fehlempfinden im Enddarm hab, sprich Dranggefühl.

Mein Kreuz/Steißbein ist da auch involviert und es ist sehr sehr unangenehm, weil bisher sämtliche OPerationen und konserativen Maßnahmen nicht geholfen haben.

Ich quäle mich sehr, denn das geht jetzt schon ein Jahr lang so und das täglich.

Habe also kaum Lebensqualität durch diese Einschränkung.

Bin bei einem Koloproktologen im Humboldt-Klinikum Berlin in Behandlung.

Dort hat man auch viel Erfahrung mit der Sakralen Neuromodulation, sie bilden dort auch dieses Verfahren aus.

Ein Endometriosezentrum (Stufe 3) ist dort auch ansässig.

 

 

Ehrlich gesagt habe ich großen Respekt vor diesem Eingriff obwohl mein Arzt meinte, das wäre eine Kleinigkeit...

 

LG Schmusekatze

 

 

 



Neuromodulation
albea

Ich kann ebenfalls keine eigenen Erfahrungen beisteuern, lediglich was ich erzählt bekommen habe.

Ich weiß von einer Frau, die im Endo-Zentrum der Charité mit der Neuromodulation behandelt wurde. Anfangs tat sie sich etwas schwer, kleinere Erfolge waren aber feststellbar. Leider weiß ich nicht, wie sich das weiterentwickelt hat, weil der Kontakt dann eingeschlafen ist.

Dann weiß ich von einer anderen Patientin, die zunächst bei Prof Possover war und anschließend auf seinen Rat hin bei Prof Römer in Köln behandelt wurde. Sie bekam Botox-Spritzen in den entsprechenden Bereich und hatte dadurch eine deutliche Schmerzlinderung. Leider weiß ich auch in diesem Fall nicht, wie es sich weiterentwickelt hat.

Ich selbst hatte vor kurzem eine große OP, bei der unter anderem auch ein Nerv im Becken freigelegt und dekompressioniert wurde. Der Nerv ist noch sehr empfindlich, aber es ist kein Vergleich zu vorher. Ohnehin ist die OP erst wenige Wochen her und es bleibt abzuwarten, wie sich der Nerv erholt. 

Die OP war in Münster.

@Schmusekatze

Ich melde mich bald per Mail ausführlich bei Dir.  

Alles Gute!

albea