Utrogest Erfahrungen
Minzi

Ihr Lieben,

Ich weiß es wurde hier und da schon mal thematisiert, aber ich wollte nochmal gezielt nachfragen, ob es hier Mädels unter euch gibt, die Langzeiterfahrungen mit Utrogest gemacht haben.

Ich habe schon mehrere Pillenpausen hinter mir, da ich seit meiner Schwangerschaft keine Pille mehr vertrage. Ohne Pille traue ich mich auf Dauer aber auch nicht, da ich eine sehr ausgeprägte Endometriose habe und die Beschwerden, die dann nach einiger Zeit immer wiederkommen, mich immer wieder nervös machen.

Es ist also immer die blöde Wahl zwischen Pest und Cholera.  

Nun war meine Idee es mal mit Utrogest oder einem anderen naturidentischem Progesteron zu versuchen, da ich im Netz schon viel Gutes darüber gelesen habe.

Mein Gyn lässt sich darauf ein, sagt aber auch, dass es endometriosetechnisch nur Studien mit künstlichen Gestagenen gibt...

Was meint Ihr? Lohnt sich ein Versuch?

Mir ist schon klar, dass ich das selber entscheiden muss, aber vielleicht könnt ihr mir ja zu einer Entscheidung verhelfen...Innocent 

Ganz lieben  Dank und ein entspanntes Wochenende,

Nina  



Achso, die letzten Jahre
Minzi

Achso, die letzten Jahre habe ich übrigens nur noch die mini28 genommen, da ich vor 2 Jahren eine Hysterektomie hatte und nun keine östrogenhaltige Pille mehr nehmen muss.Selbst die gering dosierte Mini28 ( davon allerdings 3 täglich) ist für mich dauerhaft nicht machbar, da ich alle möglichen Nebenwirkungen wie Depression, Herzrasen, Muskelschmerzen etc bekomme...

 

Freu mich auf Erfahrungen von euch.

Liebe Grüße Smile 



Ich habe nur natürliche
Elhappy

Ich habe nur natürliche Hormone bekommen ( Progesteron also Urtogest) ich habe es oral genommen 10-15 Mo. , danach Vaginal . Habe sogar Zysten wegbekommen. Hab’s super gut vertragen bisher hatte ich keine Endo  neuen Endo Herde. Seit letztem Jahr darf ich keine Hormone mehr ( durfte vorher schon keine Pillen , wegen Trombosen ) in zwischen habe ich aber Risiken, bei denen es besser ist darauf zu verzichten. 

LG Happy  



Hallo Happy, Das klingt doch
Minzi

Hallo Happy,

Das klingt doch sehr mutmachend! Ich würde es wahrscheinlich auch eher vaginal nehmen wollen um die Magen- Darm- Passage zu umgehen...

Nimmst du also jetzt gar nichts mehr?

Wie geht es dir damit?

Ich kann mich immer eine ganze Zeit lang mit Osteopathie über Wasser halten, aber wenn die Beschwerden wieder heftiger werden werde ich dann doch irgendwann wieder nervös.Habe einige große OP's hinter mir und bin froh, dass ich Dank des Endometriosezentrums in den letzten Jahren noch um weitere größere OP's drum herum gekommen bin...

LG,

Nina  



Nein , seit kurz vor dem
Elhappy

Nein , seit kurz vor dem Herzkatheter nehme ich nichts mehr an Hormonen , ach doch aber nur in Form von Progesteron Gel ( Brustspannen ) und Östrogencreme , wenn die äußeren Schamlippen zu trocken & damit gereizt werden. Mir hat das damals prof. Korrel verordnet , in Zusammerbeit mit meinem Gynäkologen.

 

LG Happy  



Hallo Nina,   mich würde
Schmusekatze

Hallo Nina,

 

mich würde es auch interessieren, ob es hier noch mehr Frauen gibt, die Langzeiterfahrungen mit Progesteron haben.

Ich bin auch am überlegen ob ich nochmal einen Versuch starte...

Vor einigen Jahren habe ich es mal kurzzeitig genommen, so für zwei Monate.

Habe jedoch ganz schön viele Pickel bekommen und sah aus wie in der Pupertät!!!

Dann habe ich das Progesteron (oral) wieder abgesetzt, habe also dahingehend auch keine lange Erfahrung damit.

Es ist auch ratsam vor der Einnahme mal einen kompletten Hormonstatus machen zu lassen.

Bei einigen Frauen wird das Progesteron nämlich in Östrogen umgewandelt und das wäre bei uns Endofrauen ja eher kontraproduktiv.

 

LG Schmusekatze

 

 

 



Progesteron ist das
Elhappy

Progesteron ist das natürliche Gegenstück zu den sentischen Pillen Hormonen. Seit wann wird vor pilleneinnahme ein Hormonstatus gemacht? Seit wann werden künstliche Hormone/ Gestagene zu Östrogen ? Dazu noch vaginall ? Es wird ja sogar als Add Back Therapie angewendet. Wie gesagt hatte es von 2013 bis 2016 genommen. Keinerlei Nebenwirkungen. Oder Probleme. 

 

LG Happy  



Progesteron
albea

Ich habe zweimal für jeweils längere Zeit Progesteron genommen. Nie oral. Beim ersten Versuch habe ich eine (erst) 3%-ige, bzw (später) 5%-ige Creme transdermal genommen. Wegen der Dosierung habe ich mich zunächst an Angaben aus zwei Büchern (leider gibt es kaum Literatur dazu) orientiert und dann später einfach probiert und auf mein Gefühl gehört. Beim zweiten Versuch habe ich auch zunächst die Creme genommen, bin dann auf Utrogest gewechselt und habe sie vaginal eingeführt. Das war letztlich die für mich beste Variante. Ich habe, je nach Gefühl und Symptomatik 1-4 Tabletten eingeführt. Irgendwann habe ich im Buch von Prof. Ebert den Hinweis gefunden, dass 200 - 400 mg gegeben werden sollen. Das passte haargenau zu meinen Erfahrungen.

Meine Gyn hat mehrfach während der gesamten Zeit den Hormonstatus gecheckt. Sie hielt es für wichtig, um nicht mit zu viel Progesteron irgendwann den gegenteiligen Effekt auszulösen. Wobei sie auch immer gesagt hat, dafür müsse man noch sehr viel mehr nehmen. Aber wir sind auf Nummer sicher gegangen. 

Denn tatsächlich ist es sehr wohl so, dass das natürliche Progesteron sozusagen eine Vorstufe verschiedener Hormone ist und vom Körper auch in Östrogen umgewandelt werden kann. Unter bestimmten Voraussetzungen und ab einem bestimmten (relativ hohen) Level. 

Beim synthetischen Gestagen passiert das nicht, weil es eben nicht identisch ist mit dem körpereigenen Progesteron. 

Ich habe mit dem Progesteron sehr gute Erfahrungen gemacht und die Endo gut eindämmen können. 

Ich hatte (und habe) zwar während der gesamten Zeit starke Schmerzen, dachte deswegen auch immer wieder, das Progesteron wirke nicht (mehr). Nun hat sich aber inzwischen herausgestellt, dass die Schmerzen weitgehend durch Verwachsungen und anderes verursacht wurden/ werden.

Ich habe an anderer Stelle hier im Forum ziemlich ausführlich darüber geschrieben, andere Frauen auch. Schau doch einfach nochmal über die Suchfunktion.  Bei konkreten Fragen kannst Du mich gerne anschreiben.

Ein Tip noch: Utrogest kann sehr wohl auch auf Kassenrezept verordnet werden im "off-label-use" - der Arzt muss es nur wollen! 

Und noch etwas: wie bei allen "pflanzlichen Behandlungen" kann eine Gewöhnung eintreten, d. h. die Wirkung lässt irgendwann nach. Deswegen sollte man regelmäßig Behandlungspausen machen. Eine Ärztin empfiehlt in ihrem Buch alle drei bis vier Monate eine Pause, die meisten äußern sich dazu gar nicht. Ich denke, das ist sehr individuell und man muss auf den Körper achten. Beim ersten Versuch hatte ich (gefühlt) einen Gewöhnungseffekt nach genau diesen drei bis vier Monaten. Beim zweiten Versuch habe ich das Progesteron sehr lange genommen, ohne Pause. 

Alles Gute! 

Und... nur Mut! Du kannst nichts "kaputt machen". Dass diese Behandlung von vielen Ärzten abgelehnt wird, liegt einfach an mangelnder Erfahrung. 

albea 



Danke, Albea genau das waren
Elhappy

Danke, Albea genau das waren meine Infos die ich auch hatte.  Alle 3 Monate hatte mein Gyn abgenommen . Ich habe das von Ebert 4 Monate nach Beginn der Behandlung gelesen, genau wie Korell es sagte. Man sprach von einer Dosierung von über 1000mg Progesteron. Dann käme es zur Umwandlung. 

 

LG Happy  



Liebe Elhappy,   ich weiss
Schmusekatze

Liebe Elhappy,

 

ich weiss was natürliches Progesteron ist und ich kenne den Unterschied zwischen synthetischem und natürlichem.

 

Du hast gefragt, seit wann vor der Pilleneinnahme ein Hormonstatus gemacht wird?

Meinst du die synthetisch hersgestellten Pillen oder die Kapseln für das natürliche Progesteron wie Progestan?

Bei der Einnahme "der Pille", also synthetisch hergestelltem Progesteron (Gestagen) wie die Visanne zum Beispiel mit dem Wirkstoff Dienogest, wird in der Regel nie ein Hormonstatus gemacht.

Warum auch, es ist eine festgesetzte Dosis pro Pille, die man nicht anders dosieren kann, mal davon abgesehen wirkt synthetisches Progesteron (Gestagen) auch völlig anders im Körper.

 

Bei dem Einsatz von körperidentischen Hormonen wie das natürl. Progesteron, wird ein Hormonstatus häufig gemacht, um zu sehen, wie es überhaupt im hormonellen System der zu behandelnden Frau aussieht.

Das ist schon wichtig, um einschätzen zu können wo man ist und wo man hin will und ob es evtl. noch andere Baustellen gibt.

Auf deine Frage, seit wann künstliche Hormone/Gestagene zu Östrogen werden?

Kann ich dir nicht beantworten, weil ich das nicht geschrieben habe.

Ich habe geschrieben, dass Progesteron, in dem Fall natürl. Progesteron in Östrogen umgewandelt werden kann und das geschieht tatsächlich bei einigen Frauen.

Das heisst doch nicht, dass das bei allen Frauen der Fall ist.

Schau mal hier, physiologische Grundlagen/ Hormonsynthese, das ist ganz interessant:

https://megru.ch/endokrinologiev2/Ovar__Physiologische_Grundlagen.php

 

Bei der ganzen Sache spielt auch die sogenannte "Aromatase" eine wichtige Rolle, es wird angenommen, dass bei einigen Frauen, eine Fehlregulierung vorliegt und deshalb Progesteron vermehrt in Östrogen umgewandelt wird.

Man kann bei einer Östrogendominanz z. B. auch Indol-Carbinol einnehmen, ein natürlicher Aromatasehemmer, der die Umwandlung in Östrogen etwas drosselt.

Ich habe seit Jahren schon sehr hohe Östrogenwerte, über die Normwerte hinaus und trotzdem ganz gute Progesteronwerte. Bei meiner Einnahme von Progestan habe ich eine relative starke Akne bekommen, was gezeigt hat, dass bei mir das zugeführte Progesteron wohl stark in Testosteron umgewandelt wurde.

Wenn du es gut vertragen hast, freut mich das.

Es ist aber kein Garant, dass es deshalb bei allen Frauen so sein muss.

 

LG Schmusekatze



Danke euch für eure
Minzi

Danke euch für eure informativen Antworten!

Ich habe mir jetzt die Utrogest bestellt und werde sie ab heute Abend nehmen.Denn es stimmt ja- kaputt gehen kann nichts. ;-)

Bin mal gespannt. habe das Utrogest vor Jahren nach dem Embryotransfer bei der IVF genommen und kann mich nur erinnern,dass ich ziemlich träge war zu der Zeit.Allerdings waren das ja auch immer nur 2 Wochen und eventuell sowieso dem ganzen Hormonboost geschuldet.Mittlerweile bin ich auch ein paar Jährchen älter geworden  und meine ja, dass mein Hormonstatus sich schon ordentlich verändert hat.Ein Status letztes Jahr hat allerdings ergeben, dass ich von den WJ noch " meilenweit entfernt " bin. Bin mir nach wie vor nicht sicher, ob ich das gut oder schlecht finden soll...

Ich danke euch jedenfalls sehr für eure Erfahrungen und hoffe das es hilft...

Liebe Grüße,

Ninq 



Liebe Nina,   ich wünsche
Schmusekatze

Liebe Nina,

 

ich wünsche dir viel Erfolg mit dem Utrogest!

Wäre schön, wenn du über deine Erfahrungen berichten würdest.

Das wäre sicher hilfreich für die ein oder andere Endopatientin.

 

LG Schmusekatze



Das werde ich auf jeden
Minzi

Das werde ich auf jeden Fall!

Liebe Grüße Smile