Was soll ich nur tun???
BINE

Hallo ihr Lieben,
habe heute durch Zufall diese Seite entdeckt und weis nun, dass ich mit meinem Endometriose-Problem nicht mehr alleine bin.
Hatte bereits 1999 eine Bauchspiegelung, es wurde eine Endometriose festgestellt und es wurden 2 Zysten entfernt. Nachdem ich nach der OP keine Hormone und keine Pille vertragen habe, musste ich alles absetzen und nahm ein rein pflanzliches Mittel (AGNOLYT-TROPFEN), dass mir eigentlich bis heute schon geholfen hat und die Schmerzen reduziert hat. Auch meine Heilsteine haben mich sehr unterstützt, aber es hat leider nicht angehalten. Habe nun seit Monaten wieder die gleichen Schmerzen wie vor 4 Jahren, habe wieder 2 Zysten im Eierstock und mein Frauenarzt vermutet wieder eine Endometriose und soll nun wieder eine Bauchspiegelung machen lassen. Lebe nun seit Monaten nur noch von Schmerzmittel und bin völlig am Ende. Vielleicht kann mir jemand von Euch einen guten Tipp geben, was ich nun machen soll - ich bin sooo verzweifelt und fix und fertig???
Soll ich mich operieren lassen? In welche Klinik soll ich gehen (wohne in Oberbayern)? Wo finde ich gute Endometriose-Spezialisten oder Kliniken? War schon mal jemand nach einer Bauchspiegelung in einer Kur? Habe solche Angst vor dieser zweiten Bauchspiegelung und Angst, dass meine Eierstöcke entfernt werden müssen (vielleicht kommt ja doch mal ein Kinderwunsch)! Es gibt sooo viele Fragen und vielleicht kann mir jemand helfen!
Vielen Dank für Euere Mühe und freue mich auf Antwort!

Liebe Grüsse sendet Euch BINE aus Bayern (32 Jahre)



Re: Was soll ich nur tun???
Anett

Liebe Bine !

Ich bin letzten Sommer innerhalb von 8 Wochen dreimal operiert worden.bei jeder OP haben sie eine Bauchspiegelung gemacht bei der letzten mußten sie zusätzlich einen Bauchschnitt machen. Ich verstehe Deine Ängste so gut,aber ich hatte damals vollstes vertrauen zu den Ärzten und ich bin nicht enttäuscht worden.Die erste OP war eine NotOP mitten in der Nacht und am nächsten morgen hatte ich einen Eileiter und einen halben Eierstock weniger.Später wurde der ganze Eierstock entfernt.Es war der absolute Horror für mich und trotzdem habe ich nie an den Ärzten gezweifelt.Eine Hormontherapie habe ich strikt abgelehnt-alles in mir hat sich dagegen gesträubt.Endo-spezialisten sind auch dagegen-lieber etwas krankes entfernen als die Nebenwirkungen einer Hormontherapie zu ertragen.Ich bin für meine Entscheidung reich belohnt worden-4 monate nach der letzten OP bin ich schwanger geworden -auf ganz natürlichem weg.
Ich bin aus München und war im Starnberger KH-das war damals reiner Zufall-aber ich bin sooo froh,daß ich dort "gelandet" bin. In Villach (Österreich) gibt es einen Endospezialisten-eine Freundin fährt regelmäßig zu ihm.Er hat sehr lange Wartezeiten und die Krankenkasse übernimmt auch nur die OP-Kosten-normale Untersuchungen muß man selber zahlen-aber es lohnt sich auf jeden Fall.
Vor der BS brauchst du keine Angst haben-alles ist besser als monatelange Schmerzen zu ertragen.
Ich wünsche Dir alles alles Gute und hoffe,daß ich dir ein wenig weiterhelfen konnte.

Liebe Grüsse Anett



Re: Was soll ich nur tun???
BINE

Hallo Anett,
vielen Dank für Deine lieben Zeilen - es hat mir sehr geholfen! Die Starnberger-Klinik wäre nicht weit weg von mir und wenn Du magst, können wir uns gerne mal treffen oder telefonieren. Gebe Dir nun mal meine private E-Mail-Adresse und vielleicht können wir mal was ausmachen, dann könnten wir ausführlicher reden:
Abraxas002@aol.com
Nochmals vielen Dank für Deine Hilfe, wünsche Dir liebe Anett alles erdenklich Gute und hoffentlich nie mehr eine Endometriose-OP,
Gruss

BINE



Re: Was soll ich nur tun???
Liseth

Hallo Bine,

es ist immer wieder gut zu wissen, daß man nicht alleine ist!
Was ich bei diesen Beiträgen hier ein wenig vermisse, ist etwas anderes auszuprobieren als nur OPs. Man muß nämlich auch wissen, dass bei der OP Vernarbungen entstehen können, die das ganze schlimmer machen, als es zuvor war (so bei mir geschehen). Es gibt so unendlich viele andere Möglichkeiten (als erstes Mal Milchprodukte weglassen) die zu Linderung oder Heilung führen. Genauso muß man die psychischen Aspekte dieser Krankheit unbedingt beachten, sonst kommt es immer wieder (siehe Rezidivrate nach OPs). Ernährung ist wie gesagt auch sehr wichtig und genügend Bewegung. Du solltest Dir das Buch kaufen, daß hier im Forum unter "Buchtipp" beschrieben ist (Frauenkörper-Frauenweisheit). Das ist auf jeden Fall super!
Ich wünsche Dir alles Gute!

Gruß
Liseth



Re: Was soll ich nur tun???
Verena Höck

Hallo Bine!
Ich leide mit dem selben Problem wie du!
ich war jetzt schon zwei mal im Krankenhaus, und wurde bis jetzt noch nicht opperiert. mir hat ein Arzt gesagt das man einen warmen umschlag machen soll, und darauf eine wärmflasche legen, das hat bei mir bis jetzt geholfen. ich werde mir das Buch auch kaufen, und hoffe bald wieder gesund zu werden!

Gruß
Verena



Re: Was soll ich nur tun???
Jessi

Hallo Bine!

Ich kann Dir nur dringend anraten, Dich operieren zu lassen, gerade wenn Du noch einen Kinderwunsch hast. Je länger Du wartest, um so mehr riskierst Du den Verlust Deiner Eierstöcke. Ich selbst bin gerade mal 26 Jahre alt und habe gerade vor einer Stunde erneut von meinem Arzt gehört, dass es mal wieder Zeit fürs Krankenhaus wird. Ich hatte schon immer wahnsinnige Schmerzen im Unterleib, die jeder immer für Regelbeschwerden hielt. Vor vier Jahren konnte ich dann vor Schmerzen nicht mehr aufrecht gehen und dann wurde endlich die Diagnose Endometriose gestellt. Nach einer Bauchspiegelung haben die Ärzte bei mir festgestellt, dass so schon nichts mehr zu machen ist, so dass ich eine Woche drauf erneut mit Bauschnitt operiert wurde, wobei mir der linke Eierstock komplett sowie der linke Eileiter entfernt wurde. Beides war schon mit dem Darm verwachsen, der aber Gott sei Dank noch vollständig zu retten war. Danach bekam ich Hormonspritzen um künstlich in die Wechseljahre versetzt zu werden (mit 22 Jahren! Ich hatte die Pubertät doch gerade hinter mir!). Mein Freund hatte mich dann in der Zeit, in der ich im Krankenhaus war, verlassen und ist mit einer anderen durch. Zwischenzeitlich habe ich noch eine Bauchspiegelung hinter mich gebracht. Und jetzt habe ich nach vier Jahren erneut starke Beschwerden, dieses Mal natürlich auf der rechten Seite, und werde wohl nächste Woche erneut ins Krankenhaus gehen. Ich zittere und bange um meinen letzten Eierstock, weil ich mir doch auch so sehr im nächsten Jahr Kinder gewünschen würde. Außerdem habe ich nach dem letzten Mal regelrecht um meinen verlorenen Eierstock getrauert.

Denke also genau darüber nach, ob Du nicht diese eine kleine OP hinter Dich bringst. Lass Dir meine Erfahrung eine Warnung sein, ich mache mir heute noch Vorwürfe, damals nichts schneller unternommen zu haben. Wenn nun keine Kinder mehr kriegen kann, werde ich mir das wohl nie verzeihen.

Schreib´ mir doch mal zurück, wie Du Dich entschieden hast und lass Dich nicht runterziehen!!!
Ich glaube, dass gerade bei Endometriose positives Denken einen erheblichen Einfluss hat!!!

Viele liebe Grüße,
Jessica



Hallo Jessi ich kann dich
chelly

Hallo Jessi

ich kann dich gut verstehen.

Ich bin 19 jahre alt und habe nur noch einen halben eierstock.

bei mir wurde letztes jahr festgestellt das ich endometriose im ganzen bauch habe und da war ich sogar noch 18.

daraufhin hatte ich einen bauchschnitt bekommen und eine große  zyste und eierstöcke entfernt bekommen bis auf einen halben.

zurzeit mache ich eine 6monatige hormontherapie und danach muss ich auch wieder ne bauchspieglung machen.

vielleicht muss dann mein letztes stück eierstock auch noch weg und ich kann dann nicht schwanger werden.

ich bin seit 2 jahren mit meinem partner zusammen und wir haben beide einen kinderwunsch und das ist sehr schlimm.

ich habe ständig schmerzen beim geschlechtsverkehr und beim wasser lassen.

weiß auch nicht mehr was ich noch machen soll.

dann hab ich auch noch einen herzfehler und ständig herzrhytmusstörungen.

ich bin total fertig und die beziehung wird auch belastet.

kann mir vielleicht jemand einen tip geben wie ich das alles schaffe?

Liebe Grüße Chelly



Hallo Bine! Ich könnte dir
Tess

Hallo Bine!

Ich könnte dir noch die Krüsmannklinik in MÜnchen empfehlen. Ich wurde da von Dr. Theiss operiert, der ist sehr gut.

--

Liebe Grüße, Tess



Also...
Izzie

also ich klinke mich mal einfach hier mit ein, bei mir wurde Endometriose auch im November nach einer BS festgestellt, eigentlich sollte nur eine Zyste entfernt werden, aber dann stellet sich eben raus das die Endo schon ganz schon zugeschlagen hat, an der Blase, Scheide Gebärmutter und so. Es wurde alles entfernt was man sehen konnte, aber da die Endo so klein iss, dass man sie meist nur unter dem Mikroskop sehen kann, konnte man eben nicht davon aus gehen dass nun alles weg ist nach dem Eingriff, aus diesem Grund wurde mir die Zoladex Behandlung empfohlen, da wir eben auch einen Kinderwunsch haben. Die Eilleiter wurden durchgespüllt und die sind wenigstens Intakt und in Ordnung, aber ich kann euch sagen, das wollte ich garnicht hören, als ich Endo hörte dachte ich meine Vorahnungen die ich immer hatte, dass ich nie Schwanger werden kann werden wahr. Ich fing nur noch an schlecht zu denken. Ich denke auch das positves denken super wichtig ist, aber wie schafft man dass! Ich wurde richtig depri, denn komischerweise waren auch auf einmal nach dem Eingriff die Beschwerden heftiger, als vor dem Eingriff. Ich dachte nur so hätte ich bloß nie was machen lassen... aber dann hätte ich wohl noch mehr verloren! Also ich kann nur jedem Raten, bei dem Verdacht auf Endo besteht, lasst einen Bauchschnitt  machen und alles entfernen, gerade wenn man noch einen Kinderwunsch hat ist das super wichtig, dass mann dann auch noch diese Wechseljahrstherapie macht, um wirklich alles auszutrocknen. Es ist kein Zuckerschlecken, ich werd auch von Nebenwirkungen geplackt bin schon länger krank geschrieben, weil ich meiner Arbeit nicht mehr nachgehen kann. Sehe eben alles viel zu schlecht! Fühle mich alleine gelassen. Ich würde auch gern positiver an alles ran gehen, aber wie macht man dass? Ich bin in einer Kinderwunschklinik in Behandlung, aber dort sagt man mir eben auch, dass ich durch die Behandlung durch muss das es dass beste ist, wenn man schwanger werden will. Nun ist es aber bei mir so, dass diese Behandlung nicht so anschlägt wie sie soll, denn ich habe meine Tage bekommen was nicht sein soll und dass nach der 4.Spritze. So kommt man auch ins nachgrübeln, ob man die ganzen Qualen umsonst über sich ergehen lässt, und am Ende der Behandlung wo möglich hört, dass es nix gebracht hat und man wieder operieren muss. Ich habe manchmal das Gefühl es liegt an mir das die Behandlung nicht anschlägt, dass es nicht die Wirkung hat die es haben soll! Weil ich vielleicht psychisch so angekratzt bin, so enttäuscht bin und alles.. Ich kann das garnicht in Worte fassen, ich weiss auch nicht ob mich einer verstehen kann. Ich wollt eigentlich nur sagen, ich denke auch das Körper und Psyche dass es ein zusammenspiel iss und psychisch ist es eben auch wichtig dass man ok ist.

So ich hör jetzt auf, sonst wird das viel zu viel hier..

Lg



Hoffnung
caprifolium

Hallo Izzie,

 ich möchte dir ein bisschen Hoffnung machen, auch wenn ich mich für die eine oder andere hier im Forum jetzt wiederhole.

Ich hatte zwischen 2001 und 2005 mehrere OPs wegen Endometriose (u.a auch eine Darmteilresektion). Dazwischen bekam ich sowohl die "Wechseljahrstherapie" als auch die Valette durchgehend. Zu diesen Zeiten war ich schmerz- und zystenfrei.

Aber kaum hatte ich 2005 die Pille wegen Kinderwunsch abgesetzt, kam sofort wieder eine Zyste. Also erneut OP. Wir sind danach nach Frankreich gezogen. Hier kaum angekommen, stellte die Frauenärztin erneut Zysten fest. Die letzte OP war noch kein halbes Jahr her. Sie wollte mich gleich zurück nach Deutschland schicken zur OP und meinte noch, "so können Sie eh keine Kinder kriegen".

Ich wollte aber endlich aus diesem Teufelskreis "OP" heraus. Ich habe mich dann gegen eine OP entschieden und habe einen Arzt aufgesucht, der Akupunktur angewandt hat. Ich hatte früher schon sehr gute Erfahrungen mit Akupunktur wegen Migräne und Asthma gemacht.

In diesem Zeitraum ging es mir ganz gut. Der Arzt war zuversichtlich, ich tat was gegen meine Krankheit, aber ohne mich permanent mit Hormonen vollzustopfen. Zudem war ich schmerzfrei und meine Periode hat sich regelmäßig eingestellt. Nach einem dreiviertel Jahr war ich schwanger. Leider war es ein "Windei", so dass eine Ausschabung gemacht werden musste. Im KKH wurden keinen Zysten mehr festgestellt. Sie waren tatsächlich verschwunden. 

Ich habe die Akunpunktur-Behandlung fortgesetzt. Wieder nach einem dreiviertel Jahr war ich schwanger. Ich bin nun in der 34.SSW und die Schwangerschaft verläuft problemlos.

 Ich bin auch der Meinung, dass die Endometriose viel mit der Psyche zu tun hat. Früher war ich jemand, der immer alles 150%ig machen musste. Ich war immer im vollen Einsatz bei Arbeit und Sport und habe mir nie Erholungszeiten gegönnt. 2004 kam dann noch ein Bandscheibenvorfall dazu, der mich 8 Monate völlig außer Gefecht gesetzt hat. Aber auch daraus hatte ich nicht gelernt. Ich ging dann wieder volle Power an die Arbeit. Was folgte war eine schwere Depression, weil ich mir nicht mehr so leistungsfähig vorkam.

Ich bin dann zu einer Gesprächstherapie bei einer Psychotherapeutin gegangen. Da haben wir einige Themen aufgearbeitet. Danach habe ich tatsächlich gelernt, dass man auch mit 20 Std. arbeiten erfüllt sein kann und die freie Zeit genießen kann, ohne immer alles voll auszunutzen.

Seitdem geht es mir viel besser. Das war alles ein langer Lernprozess, es ist mir am Anfang gar nicht leicht gefallen zurückzuschrauben. Aber es hat sich gelohnt. Und auch der alternative Weg bezüglich Endo war für mich genau der Richtige.

Gib die Hoffnung nicht auf.  Probier es doch mal mit alternativer Medizin. Es gibt hier so viele Möglichkeiten (Homöopathie, Akupunktur,...). Ich bin mir ziemlich sicher, dass bei Frauen mit Endo oft das Gleichgewicht Körper-Seele verloren gegangen ist. Da helfen dann OPs nur wenig.

Ich bin übrigens schon 39, bei mir tickt die biologische Uhr also schon besonders schnell. Uns hat dabei geholfen, dass wir versucht haben, uns nicht voll auf den Kinderwunsch zu konzentrieren. So haben wir uns schöne Dinge ausgesucht, die wir im Sommer gemacht haben und haben dadurch etwas den Druck von uns genommen.

Ich drück dir die Daumen, dass du einen gangbaren Weg für dich findest, endlich schmerzfrei zu sein und auch den Kinderwunsch erfüllt bekommst.

Viele Grüße, Caprifolium