Angst vor Hormonbehandlung
Stephanie

Hallo alle zusammen.
Habe vor 2 Jahren die Pille wegen Kinderwunsch abgesetzt und bekam ziemlich bald darauf ständige Schmerzen. Der Gyn hat eine große Zyste bei mir am linken Eierstock festgestellt, die durch eine BS entfernt wurde. Hatte dann die Diagnose: Endo.
Bin mittlerweile innerhalb von 15 Monaten 2 mal laparoskopiert worden. Beidemale wurden Endo- Herde entfernt.( weiß leider nicht welchen Schweregrad ich habe).
Nun rät mein Gyn mir, ab dem nächsten Zyklus eine Behandlung mit GnRH- Analoga für mind. 6 Monate. Ich habe panische Angst vor den Nebenwirkungen, speziell vor evtl. Depris. Und wie soll es nach der Behandlung weitergehen? Muß man nicht ständig Hormone nehmen um die Endo. einzudämmen? Und was ist mit meinem Kinderwunsch?
Hat jemand Erfahrung mit der Behandlung von GnRH- Analoga?
Bin dankbar für jede eurer Antworten.
Steffi



Re: Angst vor Hormonbehandlung
Sabine

Hallo Steffi,

also ich kann Dir nur eine Hormonbehandlung empfehlen.
Ich hatte Enatone, deshalb weiss ich nichts von dem Medikament welches Du bekommst.
Aber ich hatte ausser Schweißausbrüchen keine Beschwerden. Die sind zwar unangenehm, aber zu ertragen.
Nach einer 6 Mon. behandlung war meine Endo weg. ( erst mal) Ich weiß sie kann wieder kommen. Auch wir haben einen Kinderwunsch und hoffen es klappt bevor ich erneut Probleme mit der Endo bekomme.

Ich drück Dir die Daumen für Deine Behandlung.

Sabine



Re: Angst vor Hormonbehandlung
Heidrun

Grüsse Euch ,

ich bin zur Zeit in meiner zweiten Hormonbehandlung mit Enantone-Gyn; das Medikament gehört in die Gruppe der GnRH-Analoga; ich hatte viele Jahre Ruhe bis die Endo wiederkam; und jetzt werde ich wohl mit drei Monaten Therapie auskommen (müssen) ... Montag folgt die dritte Spritze ... weil die Nebenwirkungen dieses Mal unangenehmer und gravierender sind als beim ersten Mal ( ich habe z.Zt. grosse Schwierigkeiten mit Knochenschmerzen und schon eine Abnahme der Knochendichte nach nur zwei Spritzen... aber ich habe die Hoffnung, dass es ausreicht für eine Weile.

Liebe Steffi,
Dir kann ich nur auch zur Therapie mit Enantone-Gyn raten, es scheint der Weg zu sein, der am wenigsten Nebenwirkungen macht und am erfolgversprechendsten ist, auch und gerade im Hinblick auf Deinen Kinderwunsch. Nimm es positiv und als Chance, dann lassen sich die Nebenwirkungen besser ertragen. Du hast doch ein so schönes Ziel mit Kinderwunsch. Ich wünsche dir viel Glcük und Erfolg bei der für Dich richtigen Entscheidung.
Nach der Therapie sollte demnach wohl erstmal Kinderwunsch in Erfüllung gehen könnnen, bevor Du andere Hormone einnimmst, sprich die geeignete Pille.

Ich wünsche Dir alles Gute!!!

Herzliche Grüsse

Heidrun



Re: Angst vor Hormonbehandlung
Ela

Hallo Stephanie,

bei mir wurde im Dezember 2002 auch Endo. festgestellt. Habe dann auch eine dreimonatige Hormonbehandlung mit Enantone hinter mir. Muß Dir leider sagen, das ich ohne Ende Nebenwirkungen wie Schweißausbrüche, Schlafstörungen, Depressionen etc. hatte. Nach drei Monaten wurde die Behandlung auch nicht weiter fortgesetzt und nun bekomme ich die Pille Cerrazette. Aber bis jetzt hat weder die Hormonbehandlung noch die Pille was gebracht. Und die Schmerzen sind noch genau dieselben wie zu Anfang. Aber versuchen würde ich es an Deiner Stelle auf jeden Fall mal, denn bei einigen bringt es ja wirklich was.

Wünsche Dir viel Erfolg
Gruß Ela



Re: Angst vor Hormonbehandlung
Anna

Hallo!

Auch ich mache nach einer Bauchspiegelung mit Diagnose Endometriose gerade eine Hormonbehandlung durch. Ich habe vor drei Wochen die erste Zoladexspritze bekommen und in 1 Woche gibt es die nächste.

Ich bekomme gleichzeitig Oestrogene und Gestagene in Tablettenform - das sind die Medikamente, die fast jede Frau bei Problemen in den Wechseljahren bekommt. Diese sog. "add-back-Therapie" soll die Nebenwirkungen verhindern.

Ganz ehrlich: Ich habe es mir alles wesentlich schlimmer vorgestellt!! Ich habe mir auch ganz fest vorgenommen, dass mich die Nebenwirkungen nicht platt machen - und das hilft. Ich treibe z.B. (endlich mal wieder!) Sport und bekomme nebenbei Fußreflexzonenmassage. All das hilft enorm. So habe ich lediglich morgens ein wenig Hitzwallungen (kein wunder, bei dem Wetter...) und bin manchmal ein wenig launisch - aber nicht schlimmer, als ich das während meiner Tage sowieso bin.

Ich habe bereits eine Fehlgeburt hinter mir und vertraue darauf, dass diese Therapie die Endometriose beseitigt. Ein Eileiter musste freigespült werden. Ich bin froh, dass ich behandelt werde, bevor es zum Kinderkriegen zu spät ist. Und deshalb würde ich das auch jeder empfehlen, damit nicht lange zu warten.

Also: Alles Gute!

Anna



Re: Angst vor Hormonbehandlung
G.Fichter

Hallo

Ich habe 3 Monate Spritzen bekommen nach der OP und um die Nebenwirkungen (Depri,Hitzewallungen u.s.w.) aufzufangen, dann Hormontabletten auch dazu genommen.
Es hat gewirkt.

Für später nun wurde mir geraten eventuell nicht auf die Pille umzusteigen, sondern auf die Spirale. Nicht wegen Verhütung, sonder wegen der Verabreichung der Hormone an Ort und Stelle, um so nicht den Körper damit zu belasten.

Wäre doch auch eine Möglichkeit, oder ?
Alles Gute weiterhin.
G.F