Schmerzen während künstlicher Menopause?
Claudia

wegen endometriose bin ich in die künstlichen wechseljahre versetzt worden. die therapie mit decapeptil-retard-injektionen soll sechs monate dauern.
nun bin ich im vierten therapiemonat.

die ersten zwei monate verliefen problemlos. nach der dritten spritze fingen die nebenwirkungen an wie hitzewallungen, nächtliche schweissausbrüche und depressionen.
dann bekam ich plötzlich starke krampfartige schmerzen, ausstrahlend im ganzen becken mit kreuzschmerzen, bis zu den knien hinab ziehend.

der arzt entschied zur eine laparoskopie, es wurden herde vor der blase und auf der rechten seite ausgebrannt. einige tage nach der BS erhielt ich die 4. spritze.

nun ist die BS fast vier wochen her, die 5. spritze steht mir bevor, und ich habe wieder diese schmerzen. der heutige arbeitstag war in diesem zustand zum verzweifeln, ich kam nach hause, legte mich sofort hin mit hochgelagerten beinen, legte eine heisse bettflasche auf den bauch und konnte nur noch heulen.

ich habe das gefühl, dass es mir nach dieser BS noch schlechter geht als vorher.

wer kann mir dazu etwas aus eigener erfahrung berichten?



Re: Schmerzen während künstlicher Menopause?
G.Fichter

Hallo.

Ich bin anfang Februar ebenfalls operiert worden. Am Eierstock wurde Zyste entfernt. Allerdings verblieben etliche kleinerer Herde, die sozusagen ausgetrocknet werden sollte.
Also sollte ich (und wurde ich auch!) künstlich in die Wechseljahre gesetzt werden.
Panik hatte ich. Und wie!!!
Vorallem, die Hormontherapie machte mir im Voraus sehr zu schaffen. Wollte nichts damit zu tun haben, hatte jedoch Angst, später durch Schmerzen oder vorallem durch Hitzewallungen und sonstige Menopause-Schwierigkeiten auf der Schattenseite des Lebens zu landen.

Die Therapie dauerte bei Mir von März bis Ende Mai.
Das Gewicht (durch Hormone, oder war's durch Frust*lächle)) ging in die Höhe. Schmerzen, sowie die Bekannten Nebenwirkungen der Menopause hatte ich keine, eben weil das Hormonpräparat es auffing.
Einziger Nachteil, dieses Präparat vertrug ich nicht gut, jedoch erst, bis ich draufkam, es Abends nach dem Essen zu nehmen. So war dann Alles im grünen Bereich.
Schmerzen habe ich , ausser öfters Ziehen im Bauch... weiter keine mehr.

Schau mal, ob eine Hormontherapie, zum Ausgleich der Spritzen, bei Dir nicht auch Abhilfe bringt.

Mein Gewicht habe ich unter Kontrolle nun. Bin sogar noch, dank etwas Sport und natürlich Esskontrolle (die neue Aldidente Diät) Heute 2 Kilo leichter als vor der Therapie. Also genau das Gewicht, das ich vor der Feststellung der Krankheit hatte.

Ich wünsche Dir alles Liebe. Halte die Ohren hoch, und frage deinen Arzt mal, wie's mit Hormonbehandlung ist.
Ich hatte die LIVIAL.

Bis auf Weiteres.



Re: Schmerzen während künstlicher Menopause?
claudia

liebe g.

danke für deine erfahrung und den tipp. es tut gut, von jemandem antwort zu kriegen.

meine schmerzen hatten sich dann noch verschlimmert! sie wurden so stark dass ich nicht mehr arbeiten konnte und mich ein kollege nach hause fahren musste. ausserdem brach ich in tränen aus, weil ich moralisch einfach am anschlag bin. und ich fühlte mich jetzt generell krank.

am nächsten tag - gestern - konnte ich zu meinem gyni, und er stellte eine schwere infektion fest! eine infektion, die überhaupt nichts mit der endo und laparoskopie zu tun hat!
die infektion ist so stark, dass ich laut aufschrie, nur weil er mir auf dem untersuchungsstuhl das metallische ding einschob um die scheide zu erweitern. es tat höllisch weh!

jetzt bin ich zuhause und muss strikte bettruhe halten. die ganze nächste woche darf ich noch nicht arbeiten. ich muss zwei verschiedene antibiotikum nehmen. eine solch schwere infektion hatte ich wirklich noch nie.

ich könnte mich ohrfeigen, dass ich nicht sofort zum arzt bin, sondern gewartet habe.
da sind meine organe schon von der endo strapaziert, nun noch zusätzlich diese infektion. der arzt sagte, meine gebärmutter sei knallrot von der entzündung.
ich wünsche mir bald ein kind und hoffe wirklich, dass ich durch dies nicht noch was "kaputt" gemacht habe :-(

liebe grüsse, claudia



Re: Schmerzen während künstlicher Menopause?
G.Fichter

Hallo Claudia

Du hast eine Infektion.
Gib' einfach gut auch dich Acht. Nimm die Zeit die du nun zu Hause bist um gesund zu werden. Ausspannen und entspannen.
Tu' Dir etwas Gutes. Lese, schlafe und träume vor Dich hin. Schmiede Zukunftspläne (ohne Druck)
Nimm Abstand von den Sorgen und verkrampfe dich nicht. Je besser Du Dich innerlich fühlst, umso schneller geht's auch mit der Gesundheit bergauf.

Hört sich wohl doof an, doch es bringt tatsächlich Etwas, optimistisch zu sein. Mach' Dir nicht soviele Sorgen, ob Du was "kaputt" gemacht hast. Das kannst Du nicht.
Sorge Dich weniger, sondern freue Dich auf deine Gesundheit. Sie wird kommen und Du wirst das Beste draus machen. Du schaffst das einfach, da bin ich mir sicher.
Alles Liebe und nun "Kopf hoch".
Diese Zeit hier geht vorüber, Du wirst sehen. Ich war auch ziemlich fertig. Doch weisst Du was! Ich hab' mir zum Prinzip gemacht, jeden Tag so zu leben, dass ich am Abend sagen kann, es war o.k. es war gut so. Und dann der nächste. Denn, so mein Gedanke, jeder Tag vergeht und kommt nie wieder. Und ob wir Ihn mit Leid und schlechtem Gefühl erleben, oder gutgelaunt oder/und zuversichtlich, er wird vorübergehen und Niemand wird sich drum kümmern, ob er in unseren Gedanken späterhin als gut oder schlecht verbleibt. Ich hab' mich für "gute" Tage entschieden.
Es klappt.
Also dann mal los.
Du wirst jetzt auch deine "guten Tage" haben. Du kannst es selbst bestimmen. Und für den Rest, da helfen dir bestimmt deine Ärzte.

Tschüss.
G.F
Ein Positives hat's ! Du



Re: Schmerzen während künstlicher Menopause?
claudia

liebe g.f.

du hast recht. ich sollte mir nicht zuviele gedanken machen. mir kamen die tränen, als ich deine worte las!!

weisst du dass ich auf die antiobiotikas gar nicht reagiert habe? ich musste 48std später auf den notfall, dort hospitalisierten sie mich,um mir antiobiotika direkt in die vene zu geben via perfusion.
nun war ich zweieinhalb tage im spital, kam erst gestern wieder raus. und das schlimmste ist, dass ich noch immer keine spezielle besserung verspüre.

ich habe 3 wochen arbeits-stop! 3 wochen lang muss ich ruhig bleiben und meine medikamente nehmen.
ich versuche, meine negativen gedanken in positive umzuwandeln. und mich auf mich selber zu besinnen.

ich finde merkwürdig, dass ich kurz nach der operation eine solche infektion mache. die ärzte bestreiteten sofort den zusammenhang. aber ist da nicht etwas faul? könnte doch wirklich einen zusammenhang haben. vorallem weil ich vorher nie eine infektion hatte.
man hört ja genug von diesem "spital-käfer", den man erwischen kann im spital.
habe vor nicht langer zeit auch eine sendung im fernsehen gesehen mit dem titel "die spitäler, die krank machen".

aber wie du sagst, darf ich nicht zusehr diese probleme durchkauen, sondern muss jetzt von diesen drei wochen profitieren, wieder ins gleichgewicht mit mir selber zu kommen.
ich werde übrigens auch nächste woche eine bioresonanz-therapie machen, gehe in die massage u.s.w.

ach, du hast mir gut getan. ich danke dir

claudia



Re: Schmerzen während künstlicher Menopause?
G.F

Hallo Claudia

Ich hoffe, Dir geht's wieder besser.
Lass' Dich ja nicht verrückt machen von Dokumentationen und deinen eigenen Gedanken.

Es gibt ein Buch "Krankheit als Weg".
Nein, es ist nicht der Weg, krank zu sein, sondern will sagen, dass die Krankheit einen Weg zeigt.
Vorallem zeigt sie, dass irgendwo etwas mit uns nicht stimmt. Innerlich. Und dass wir drüber weggehen, nicht auf den Körper und das Gefühl hören sondern einfach alles durchziehen. Zähne zusammen, und durch.
Ich denke, nicht alles in diesem Buch sollte so genau genommen werden. Doch irgendwie ist die Denkweise doch nicht schlecht.
Innerlich schauen, was los ist.
Du schreibst verzweifelt, dass 3 Wochen Stillstand anstehen. Weisst Du... Dann sind es eben 3 Wochen.
Was ist das bisschen Zeit, im Vergleich mit dem ganzen Leben. Du hast es nun fast selbst in der Hand, darauf zu reagieren. Du hast vorallem eine Entschuldigung nach aussen hin. Von Dir selbst aus, wirst du bestimmt nicht der Typ Mensch sein, der sagt " ich steige für 3 Wochen aus, es passt mir dies oder das nicht". So hast du nun Aufschub.
Doch denk' einfach mal darüber nach.
Und sei zuversichtlich.
Ich bin nicht spirituell veranlagt *lächle*. Nur, ab und zu ein kleiner Anstubser, selbst die Gedanken zu ordnen, denke ich, kann nicht schaden.
Sie das Ganze als Chance.
Nimm den Körper an, horche in Dich.
Du wirst sehen, dass Du weiterkommen wirst. Die Krankheit vergeht nicht von selbst wohl. Doch wie man damit umgeht ist schon eine Erfahrung wert.
Alles Liebe weiterhin.
G.F