schmerzen, schmerzen, schmerzen...
Claudia

ich habe zwar schon vor kurzem ins forum geschrieben, aber ich eröffne trotzdem ein neues thema. ich bin augenblicklich psychisch so fertig, dass es mir wichtig ist, euch meine geschichte ganz zu erzählen, und ich hoffe auf erfahrungsberichte....
ich bin 24. nie hatte ich irgendwelche gynäkologischen probleme. doch letzten sommer begann alles mit einem schmerz unten rechts. ich begab mich zum arzt, er stellte nichts aussergewöhnliches fest und gab mir ponstan. doch der schmerz hielt über einen monat an. es wurde unerträglich. ich begab mich auf den notfall, dort machte man mir einen ultraschall, aber es wurde nichts spezielles festgestellt. der eileiter war etwas vergrössert. man hospitalisierte mich trotzdem und ich bekam 48std antibiotika in die vene. doch nichts half. man wollte mich nach hause schicken. doch ich bestand auf einen erneuten ultraschall. jetzt fand man eine 6cm grosse zyste des gelbkörpers. und genau diese zyste tat höllisch weh, wenn der arzt mit dem stab daran stosste.
per laparoskopie wurde die zyste entfernt.
kaum waren die OP-schmerzen vorbei, begann wieder die gleiche stelle unten rechts zu schmerzen. wieder beim arzt, wieder eine zyste. er verschrieb mir ein mittel, dass die periode auslösst. und die pille. die zyste verschwand. leider vertrug ich die pille nicht, sie machte mich sehr krank bis arbeitsunfähig.
5 monate später wieder derselbe schmerz unten rechts. eine dritte zyste. der arzt verschrieb mir eine decapetil retard kur. (künstliche menopause)ich reagierte erst beim dritten monat darauf. mit hitzewallungen und starken beckenschmerzen. der arzt meinte, dass sei ein zeichen der endometriose. (wurde festgestellt 1.grades bei der OP). er entschied sich für eine erneute laparoskopie. am 7.mai wurde sie ausgeführt. vereinzelte herde wurden verbrannt. vor der blase wurden auch herde gesichtet. aber die endo ist nicht stark bei mir.
kurz nach der OP bekam ich die 4. decapeptil-spritze. und einen monat später spürte ich wieder den sensiblen schmerz unten rechts. mit jedem tag wurde er stärker und breitete sich mehr aus. nach 5 tagen wurde ich arbeitsunfähig und ging zum arzt, welcher eine sehr starke infektion feststellte. ich bekam augmentin 1g und vibramycin. nach 2 tagen spürte ich absolut keine besserung. ich wurde hospitalisiert und wieder für 48std an die perfusion gehängt mit starkem antibiotika. die schmerzen liessen jedoch nicht nach, sondern veränderten sich. jetzt schmerzte mein gebärmutterhals stark, vorher hatte ich das nicht gespürt.
ich wurde entlassen und war jetzt noch drei wochen arbeitsunfähig. augmentin nahm ich 10 tage, und das vibramycin 3 wochen, bis und mit heute. leider habe ich noch immer so weh. doch vorgestern war ich beim arzt, und er stellte fest dass die infektion vorbei ist. aber mir tut alles noch so weh?!? vorallem - was mir jetzt neu ist - fangen die schmerzen schon im scheideneingang an. und der beckenboden tut weh. die untersuchung ist schmerzhaft. der arzt sagte, es sei wohl die endometriose. aber vor der decapeptil-kur hatte ich nie solche schmerzen?? er untersuchte mich sogar mit einem finger im anus, er konnte nichts feststellen. ultraschall absolut normal. ich hatte das gefühl, er nimmt mich nicht mehr ernst, zumal ich eine schwache endo habe.
heute habe ich schmerzen. vorallem unten rechts. es strahlt ins ganze becken aus, die scheide selbst ist schmerzhaft. alles strahlt in die beine ab, die knie schmerzen mir auch so. ich mag gar nicht mehr laufen. in zwei tagen muss ich wieder arbeiten, aber ich weiss nicht ob das gehen wird. wieso tun mir die beine auch so weh...? vom becken abwärts habe ich einen einzigen schmerz. an geschlechtsverkehr mit meinem geliebten mann ist nicht mehr zu denken, schon seit bald 3 monaten nicht mehr. und an sport kann ich auch nicht mehr machen. ich bin deprimiert. und fühle mich im stich gelassen.
weiss jemand von euch rat?
(die decapeptil-kur haben wir jetzt nach 4 monaten abgebrochen, weil die infektion dazwischen kam.)