Endometriose?
Maja

Hallo,

vor einiger Zeit hatte ich Beschwerden beim Verkehr, eine Art etwas stumpfen Druck, rechts mehr als links. Mein Freund hatte das Gefühl, daß ihm beim Eindringen etwas "sticht" oder "einreißt".

Mein Arzt hatte bei mir eine Endometriose attestiert, die ca. 1/2 Jahr mit "Synarela" (verwendbar wie ein Nasenspray morgens und abends) behandelt wurde. Das Medikament hatte jedoch sehr unangenehme Nebenwirkungen: Ich bekam eine Scheidentrockenheit, und ein starkes Brennen, das einen Verkehr während der gesamten Zeit unmöglich machte.

Nach der Behandlung war die Endometriose verschwunden; allerdings sagte mir mein Arzt, daß sie wiederkommen könnte.

Kann mir jemand über andere, nebenwirkungsfreie bzw.
-erträgliche Behandlungsmethoden Tips geben?

Gruß



Re: Endometriose?
Jutta..36 Jahre

Hallo.....

bei mir wurde Endometriose im Juni 03 festgestellt, nachdem ich seit Herbst 02 eine Zyste hatte an dem Eierstock, die immer weiter wuchs.Im Juni 03 wurde sie dann mit einer Größe von 6,5 cm entfernt. Dabei stellte der Frauenarzt in der Klinik das erste Mal Endo fest.
Habe jetzt schon viel nachgelesen, auch in anderen Forums, daher denke ich habe ich Endo schon viel länger, denn ich habe auch seit ich denken kann vor den Tagen, Während den Tagen immer Schmerzen, die sogar vom Becken bis in die Beine ziehen.
Seit kürzester Zeit habe ich auch Schmerzen beim Verkehr.
Gerade mal 3 Monate nach der OP mit kleinem Bauchschnitt, da schon sehr viele Verwachsungen waren, habe ich jetzt wieder eine Zyste von 5 cm.
Die Frauenärztin rät mir zur Hormontherapie in Form einer Dreimonatssritze, ich stehe diesen Thema total skeptisch gegenüber, vorallen wegen den vielen Nebenwirkungen.
Ich möchte natürlich auch nicht schon wieder ins Krankenhaus die Zyste entfernen lassen.
Kann mir da jemand einen guten Rat geben?
Bin auch um jede Antwort froh, welche therapie bei ihm geholfen hat
Liebe grüße Jutta



Re: Endometriose?
Jutta..36 Jahre

Hallo.....

bei mir wurde Endometriose im Juni 03 festgestellt, nachdem ich seit Herbst 02 eine Zyste hatte an dem Eierstock, die immer weiter wuchs.Im Juni 03 wurde sie dann mit einer Größe von 6,5 cm entfernt. Dabei stellte der Frauenarzt in der Klinik das erste Mal Endo fest.
Habe jetzt schon viel nachgelesen, auch in anderen Forums, daher denke ich habe ich Endo schon viel länger, denn ich habe auch seit ich denken kann vor den Tagen, Während den Tagen immer Schmerzen, die sogar vom Becken bis in die Beine ziehen.
Seit kürzester Zeit habe ich auch Schmerzen beim Verkehr.
Gerade mal 3 Monate nach der OP mit kleinem Bauchschnitt, da schon sehr viele Verwachsungen waren, habe ich jetzt wieder eine Zyste von 5 cm.
Die Frauenärztin rät mir zur Hormontherapie in Form einer Dreimonatssritze, ich stehe diesen Thema total skeptisch gegenüber, vorallen wegen den vielen Nebenwirkungen.
Ich möchte natürlich auch nicht schon wieder ins Krankenhaus die Zyste entfernen lassen.
Kann mir da jemand einen guten Rat geben?
Bin auch um jede Antwort froh, welche therapie bei ihm geholfen hat
Liebe grüße Jutta



Re: Endometriose?
Claudia K.

Hallo Jutta,

ich bin etwa in Deinem Alter und auch bei mir wurde die Endo "zufällig" entdeckt. Bei mir wurde die Eileiterdurchlässigkeit mittels Laparoskopie geprüft. Ich hatte vorher noch nie etwas von Endo gehört. Das war im Febr. 03. Da wir unerfüllten Kinderwunsch haben, das Spermiogramm meines Mannes ist auffällig, habe ich dieser 3 Monatsbehandlung "Wechseljahre" zugestimmt. Mir geht es gut, diese Horror-Nebenwirkungen kenne ich nicht. Klar, es gab mal einige wenige Tage, die ich lieber streichen würde, aber ich war in der Lage, meinen Job voll auszuüben. Ich habe nur trockene Haut und aufsteigende Hitze, ein leichter Schweißfilm am ganzen Körper, mehrmals am Tag. Aber auch das ist innerhalb von ein paar Minuten wieder vorbei. Der einzige Haken: Das Zoladex, so heißt die Spritze, wirkt jetzt schon ewig lange nach. Meine letzte Spritze bekam ich am. 8. Mai. Nach ca. 69 Tagen sollte eigentlich der normale Zyklus wieder einsetzen. Ich bin jetzt 21 Wochen später noch immer in den Wechseljahren. Es scheint den Ärzten nicht ganz unbekannt zu sein, aber ich habe noch niemanden gefunden, der sich so lange damit aufhält wie ich! :-)

Du mußt entscheiden, was Du erreichen willst. Hast Du schon Kinder? Möchtest Du noch welche? Hast Du ständig Schmerzen? Hast Du starke Verwachsungen?

Mein Vorteil dieser langen Wirkungszeit ist, dass meine Endo gründlich austrocknet. Je eher der Zyklus wieder einsetzt, desto eher lebt die Endo wieder auf, sie ist ja chronisch. Und ich war bei diesem heißen Sommer absolut nicht traurig, dass ich keine Regelblutung hatte!

Ein Patentrezept gibt es leider nicht, jede Frau reagiert anders, empfindert ihre Endo anders, gehr anders damit um. Ich bin nur heilfroh, dass ich nicht zu den Schmerzpatientinnen gehöre, die täglich leiden müssen. Und es sind so viele...

Die Entscheidung kann Dir leider keiner abnehmen. Ich kann Dir nur sagen, daß es nicht so unangenehm für mich ist. Andere Frauen reagieren heftigst, meine Großkusine hat wahre Schreckgeschichten auf Lager...

Ich wünsche Dir alles Gute und würde mich freuen, nochmals von Dir zu hören.

Lieber Gruß von der Ostsee,

Claudia K.



Re: Endometriose?
Yvette

Hallo,

Ich bin 32 Jahre und versuche mit meinem Mann seit 7 Jahren ein Baby zu bekommen. Der erste Arzt meinte es läge an Antikörpern,die ich gegen Spermien bilde.
Jetzt stellt ein anderer Arzt fest,daß ich höchstwahrscheinlich an Endometriose leide. Und das schon seit Jahren. Also gut.
ich muß ins Krankenhaus zur OP.
Ich habe tierisch Angst vor diesem Eingriff. Wie groß ist die Narbe?
Welche Betäubungsart wird verwendet? Wie lange wird man üblicherweise von der Arbeit befreit? Wie hast Du den Eingriff erlebt?(Überlebt)

Viele Grüße Yvette



Re: Endometriose?
Anna

Hallo Yvette,

keine Angst, zunächst wird wahrscheinlich eine Bauchspiegelung gemacht, um sich deinen Bauch von innen anzuschauen. Ich lag von Montags bis Samstags im Krankenhaus, aber der Eingriff ist weniger schlimm als eine Blindarmentfernung, zumindest solange kein Bauchschnitt notwendig ist, sondern mittel Laparoskopie vorgegangen ist. Das ist nicht schlimm. Man bekommt vier kleine Narben, eine davon im Bauchnabel, da dort ein Schlauch reinkommt (was man abernicht merkt). Die Narben verheilen, meine sieht man nach zwei Bauchspiegelungen eigentlich nicht mehr, da sie im Bauchnabel verschwinden oder direkt am Schamhaaransatz liegen.
Durch das Gas ist der Körper nach der OP etwas aufgedunsen, was unangenehm sein kann (aber dagegen gibt es ja Mittelchen), Schmerzen hatte ich zumindest nicht.

Die Bauchspiegelung bringt einem Gewissheit, und es ist ein gutes Gefühl zu wissen, was mit einem los. Also, keine Sorge!

Gruss, Anna



Re: Endometriose?
Silke

Hallo Yvette,

habe im März eine Bauchspiegelung bekommen, allerdings ambulant, bei mir wurde nur ein kleiner Schnitt im Bauchnabel gemacht (ca. 1 cm). Man sieht die Narbe nur wenn man den Nabel dehnt. Außerdem wurde ich ausgeschabt. Habe eine Vollnarkose bekommen und nichts mitbekommen. Nach der OP hatte ich eigentlich keine Schmerzen (nur beim Aufstehen). Am nächsten Tag hatte ich früh ziemliche Schmerzen und nahm eine Schmerztbl. die ich von meinem Arzt mitbekommen habe, daraufhin vergingen die Schmerzen. Wurde Donnerstag operiert und
konnte Dienstag wieder auf die Arbeit. Ich hatte auch ziemlich Angst vor diesem Eingriff, aber jetzt bin ich froh, den ich weiß jetzt was mit mir los ist. Diagnose: Endo, bekam anschließend 3 Monate Hormonspritzen.

Gruß Silke



Re: Endometriose?
Miriam

Hallo Jutta,

ich habe auch Spritzen bekommen, allerdings jeden Monat eine. So kann man im Notfall die Behandlung abbrechen. Ich fand diese Form ganz gut.

Ich hatte auch viele Nebenwirkungen und bin dann als sie zu schlimm wurden zu einem Homöopathen gegangen. Der hat mir gegen jede Nebenwirkung ein Mittelchen verpaßt und ich war fast beschwerdefrei, außer das Schwitzen. Dagegen gibt es nichts, aber das ist auch das Harmloseste.
Ich hatte zwar trotzdem ab und an geringe Beschwerden, aber es war ok.Ich konnte die ganze Zeit arbeiten. Diese Form kann ich dir nur empfehlen. Man bekommt zwar viele, viele Tabletten (ich habe 11, die ich 3x täglich nehmen muß), aber ich denke, es ist harmloser als wenn man sich die Hammertabletten der Schulmedizin reinschmeißt (z.B. Schlaftabletten etc.).

Und was du vielleicht noch wissen solltest, nicht jeder hat Nebenwirkungen und wenn man welche hat, kann jeder andere haben und sie auch verschieden stark haben.
Und sie kommen auch nicht plötzlich, von einem Tag auf den anderen, sondern sie kommen langsam. So kannst du, wenn sie zu schlimm werden rechtzeitig zu einem Arzt gehen.

Die drei Monate gehen schneller um als man denkt. Mein Arzt hat gesagt, ich soll mich nicht hängen lassen. Optimistisch denken und mir viel vornehmen. Und auch wenn es mir mal einen tag nicht so gut geht, trotzdem nicht zu Hause bleiben, sondern das tun, was man sich vorgenommen hat. Am Anfang habe ich mich auch schlecht gefühlt und mich selber bemitleidet. Aber anchdem er mir das ziemlich deutich gesagt hat, hat es gut geklappt. Wenn man abgelenkt ist, durch Sport, Freude, Familie, Hobby etc. vergißt man die Nebenwirkungen.
Und schwups ist die Zeit vorbei.

Laß dich nicht von den Eintragungen in diesem Forum verunsichern.
Als ich das erste mal, nach meiner Endometriose Diagnose und OP mich über Endo schlau gemacht habe und in diesem Forum gelesen habe, habe ich mich fats verrückt gemacht.
Ich habe mir die schlimmsten Dinge ausgemahlt, weil hier die schlimmsten Dinge erzählt werden.

Es gibt bestimmt ganz viele Frauen, denen es wahnsinnig schlecht geht mit der Endo und die ganz schrecklich leiden. Es ist klar, dass man das hier los werden möchte und Betroffene sucht, denen es genauso geht.

Es gibt aber bestimmt auch genauso viele Frauen, bei denen es erträglich ist und die gut mit der Endo klar kommen, nur die schreiben hier nur selten rein, weil sie eben kein Gespächsbedarf haben.

Ich habe auch ganz schreckliche Schmerzen, seit Jahren im Rücken und in den Beinen und habe eine Therapie mit allem drum und dran hinter mir (Stat. reha, amb. Reha, Spritzen, OP, Krankengymnastik etc.) bis festgetsellt wurde, dass es gar nicht vom Rücken kommt.
Aber was bringt es mir, mich nun hängen zu lassen. Es muß weiter gehen, ich will Kinder, ich will weiter am Leben teilnehmen und ich will wieder gesund werden.
Opimismius und der glaube an sich selbst ist meines Erachtens ganz wichtig.
Mach dich schlau über Endo, sprich mit dem Arzt, besorg dir Literatur.

Alles Gute für deine Therapie.
Miriam