Ratlosigkeit
Monika

Hallo ihr Lieben!
Ich habe schon vor einiger Zeit einen Beitrag geschrieben, da ich auch an Endometriose leide!
Im Juni wurden mir Herde mit einem Laser verbrannt. Seit dem bekomme ich monatlich eine Spritze (Enantone), die mich in den künstlichen Wechsel versetzt. Ich war 6 Wochen fast schmerzfrei und meine Lebensqualität wuchs von Tag zu Tag. Doch leider kamen die Schmerzen wieder. Jetzt habe ich wieder Zustände, als hätte ich keine Operation machen lassen. Das Schlimme daran ist nur, dass ich starke Unterleibsschmerzen habe, und zusätzliche Wechselbeschwerden.
Manchmal bin ich mit meiner Kraft am Ende, und weiß einfach nicht mehr weiter. Letzte Woche war ich bei einem neuen Frauenarzt, der gemeint hat, ich soll mir diese Spritze ein ganzes Jahr geben lassen (mein alter Arzt meint 4 Monate). Zusätzlich hat er mir eine Schmerzmittel gegeben (Xefo), das seine Wirkung auch nur sehr schwach zeigt. Ich habe 2 Kinder und bin Lehrerin an einer Schule: an manchen Tagen schleppe ich mich nur von einer Pflicht zur nächsten, weil die Schmerzen unerträglich sind. Am besten geht es mir, wenn ich mir eine Wärmeflasche auflege!
Am liebsten würde ich die Behandlung abbrechen, weil keine Besserung eintritt. Seit ungefähr einer Woche trinke ich Frauenmanteltee und Johanniskrauttee. Weiters nehme ich die Rosskastanie in Globuliform ein, und schmiere mir Rosskastaniensalbe auf den Bauch(habe auch starke Blähungen und einen aufgedunsenen Bauch, der bei kleinser Berührung schmerzt)
Hat irgend jemand Erfahrung mit Homäopathie und Endometriose?
Ich würde mich sehr über einige Antworten freuen, damit ich wieder Hoffnung schöpfen kann!!

Liebe, liebe Grüße an alle Leidgeplagten
Monika



Re: Ratlosigkeit
Claudia

liebe monika

wie ich dir nachfühlen kann... es ist mir nämlich sehr ähnlich ergangen. nicht im juni, sondern im mai wurden bei mir die herde per BS verbrannt. die operation wurde während meinen künstlichen wechseljahren gemacht. denn genau wie du war ich ganz am anfang schmerzfrei, und dann fing es während den wechseljahren wieder an, und der arzt entschied dich für eine BS.
nach der BS ging es 2 wochen gut. dann wieder starke schmerzen, weil ich mir zusätzlich eine infektion eingefangen hatte. deswegen unterbrachen wir die behandlung mit der spritze.
der arzt konnte mir nicht mehr helfen, er sagte das sei eben die endometriose, diese alltäglichen schmerzen, ich sollte am besten schwanger werden.
ich ging zu einem homöopathen, das kann ich dir sehr empfehlen. und der legte mir die vegane ernährung sehr nahe. seit über 3 monaten esse ich kein fleisch und trinke keine milch mehr (nichts tierisches). einfach soja- oder reismilch, tofu u.v.m.
nun habe ich wenigstens ein bisschen mehr energie, und die schmerzen langsam an nachzulassen. aber es ist noch zu früh, eine ernährungsumstellung braucht seine zeit.
da du kinder hast ist die sache für dich komplizierter. aber versuche wenigstens auf fleisch und kuhmilch zu verzichten, das entlastet den körper enorm und hilft so evtl. gegen deine blähungen.
(das mit der milch ist anfangs vielleicht schwer zu glauben, aber informiere dich auf dem internet was man heute alles über milch weiss.)
mehr kann ich dir leider auch nicht helfen.... gehe am besten zu einem dipl. homöopathen.

ich habe auch mühe, jeden tag gegen die schmerzen anzugehen. manchmal schliesse ich mich in die toilette ein und heule los. ich denke, dass wir alle irgendwo unendlich ratlos sind... denn bei jeder frau unterscheidet sich das krankheitsbild... ich wünsch' dir viel viel kraft und guten mut.

claudia



Re: Ratlosigkeit
sandra

Hallo Monika,

ich kann mich noch glücklich schätzen, mir geht es wesentlich besser als dir.
Ich stehe am Anfang einer homöopathischen Behandlung, aber da sich bereits erste Erfolge abzeichnen, dachte ich dir als "Mutmacher" darüber zu schreiben.
Meine Frauenärztin äußerte den Verdacht auf Endometriose. Die zur Bestätigung der Endo. erforderliche Endoskopie habe ich abgelehnt und bin gleich zu einer Heilpraktikerin, die mit "Augendiagnose" und "Klasssischer Homöopathie" arbeitet.
Per Augendiagnose stellte sie dann Entzündungen in der Gebärmutter und im Darm fest. (Klarer Fall!)
Ich gehe nun regelmäßig zu ihr und sie verabreicht mir jeweils "Globolis". Ich hatte nun bisher während dieser Behandlung ein Mal meine Regelblutung und diese Verlief weitaus schmerzfreier als sonst. In der Regel kann ichs schon seit vielen Jahren ohne Schmerzmittel nicht aushalten und nun habe ich es sogar ohne geschaftt. Die Schmerzen waren natürlich da, aber weitaus geringer als
sonst. Das ist für mich, nachdem ich erst mit der Behandlung begonnen habe, ein sehr großer Erfolg.
Ich kann dir nur raten, auf jeden Fall eine natürliche Behandlung anzustreben. Natürlich müssen die Kosten dafür selbst getragen werden, aber ich denke das ist es wert.
Die besten Wünsche
Sandra



Re: Ratlosigkeit
Monika

Hallo !
Ich danke euch für eure Antworten und für euer Mitgefühl!
Irgendwie ist es erleichternd, dass es vielen Frauen so ergeht wie mir, und man nicht alleine dasteht!
Ich komme gerade von meinem Frauenarzt, der mir auch zu einer homöopathischen Behandlung rät. Mein Termin beim Homäopathen ist gleich am Donnerstag.
Am Vormittag zählte ich jede Minute, bis ich endlich nach Hause komme, um Ruhe zu haben. Ich habe es schön langsam satt, immer gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Wenn ich schon Schmerzen habe, möchte ich wenigstens den Schmerz zulassen, und nicht immer so tun, als ginge es mir bestens. Aber in der Schule ist das unmöglich, ich kann ja auch nicht ständig in Krankenstand gehen. Das ist eigentlich zurzeit (neben den starken Schmerzen) mein Hauptproblem. Wir sind alle krank, und gehen trotzdem jeden Tag zur Arbeit, nein, eigentlich schleppen wir uns dorthin.
Jetzt muss ich mal den Homäopathen abwarten und wieder einmal auf einige schmerzfreie Stunden hoffen, damit ich wieder Lebensenergie tanken kann!!



Re: Ratlosigkeit
andrea

hallo monika,
auch ich kann dir nur einen heilpraktiker ans herz legen .
er kann zwar nicht die endo heilen,jedoch die manchmal unerträglichen schmerzen lindern.
ich bin zwar momentan schmerzfrei,doch auch nur weil mir schon alles entfernt wurde. d.h. eierstöcke und gebärmutter.
auch ich hatte jahrelang unerträgliche schmerzen.habe zeitweise nur pillen geschluckt um einigermaßen arbeiten zu können.ich habe damals "naproxen" vom arzt bekommen.die haben auch in der ersten zeit ganz gut angeschlagen.doch irgendwann mußte ich bis zu sechs stück am tag nehmen um überhaupt eine wirkung zu erreichen.wäre ich damals zum homöopathen gegangen,hätte ich wahrscheinlich mit sanfteren mitteln die schmerzen in den griff gekriegt.
ich habe vor meiner letzten op ein halbes jahr lang "zoladex" bekommen.die spritze hat die endo fast eingetrocknet.doch leider konnten die eierstöcke nicht erhalten werden.um einer künstlichen hormontherapie zu entgehen,habe ich einen heilpraktiker aufgesucht.nehme jetzt täglich drei tabletten auf pflanzlicher basis und habe fast keine wechseljahrsbeschwerden.

ich drücke dir die daumen und wüünsche dir alles gute!!!

liebe grüße andrea



Re: Ratlosigkeit
sabine asbeck

Hallo Monika,
ich leide auch an Endo und versuche seit 6 Jahren vergeblich schwanger zu werden! Vor 2 Jahren wurde ich operiert, ich hatte zysten an beiden eierstöcken und eine zyste zwischen der gebärmutter und der blase! nach der op bekam ich 4 monate spritzen! bis jetzt(teu teu teu) sind mittlerweile 2 jahre vergangen und ich hatte seitem keine schmerzen mehr!
zu deiner Frage bezüglich globoli: ich habe kürzlich in einem buch gelesen, dass das homöopathische Mittel Borax D6 das einzige hilfreiche mittel bei endo ist! soll angeblich sogar besser sein als eine op!!!
ich hoffe ich konnte dir ein bisschen weiterhelfen! was ich noch von dir wissen wollte: hast du die beiden kinder vor der endo oder während der endo bekommen?
gruss
sabine
vielleicht hat auch jemand anderer lust mit mir wegen meinem langjährigen kinderwunsch kontakt aufzunehmen
unter: sabine.asbeck@web.de