OP
Tani

Hallo!

Ich hatte letzte Woche eine OP. Im Rahmen einer Bauchspiegelung wurde ein alter Endo-knoten (2 cm) im Douglas entfernt sowie viele aktive Herde an den Gebärmutterhaltebändern, Bauchfell und Blasenumschlagfalte weggelasert. Ich bin nun 30 und seit meiner frühen Jugend plagte ich mich mit höllischen Regelbeschwerden. Die nahmen mit den Jahren zu, dazu kamen Darmbeschwerden und Schmerzen beim Verkehr. Bis vor 1,5 Jahren wusste ich nicht, dass es Endometriose gibt, viele Ärzte haben einfach Ibuprofen verschrieben. Das war irgendwann frei in den Apotheken erhältlich, also fing ich an, selbstständig und "geheim" die Dosis zu steigern. Zum Schluß bin ich bei 20 Tabletten (Ibuprofen a 400 mg) innerhalb 24h gelandet, nur um beruflich anwesend sein zu können, ich war lang nicht schmerzfrei, von leistungsfähig konnte nicht die Rede sein. Nun bin ich bei einem Spezialisten gelandet und wurde vor 1 Woche operiert. Jetzt muß ich nur die nächste Regel abwarten und schauen, wie die Schmerzen so angehen. Hormontherapie wirds nicht geben, es gibt scheinbar keine positiven Erfahrungen, dass durch "künstliche Wechseljahre" Endometriose geheilt werden kann. Und da ja auch Kinderwunsch besteht, würde das auch Zeitverlust bedeuten. Desweiteren habe ich erfahren, dass die Befruchtung nicht im Eiliter stattfinden soll, sondern im Douglasraum - der wurde bei mir ja wieder hergestellt.
Jetzt hoffe ich, dass ich bei der nächsten Regel "schmerzfrei" bleibe und sich Nachwuchs ankündigt. Kommentare jeglicher Art sind willkommen.



Re: OP
Astrid

Hallo Tani,
vielen Dank erst einmal für deine Antwort auf meine Frage (siehe oben). Vielen Dank auch an Tatjana!

Ich wünsche Dir recht bald den ersehnten Nachwuchs! Den hab ich schon. Als die Diagnose Endo vor 4 Jahren gestellt wurde sagte der Arzt zu mir: Herzlichen Glückwunsch, sie haben zum Glück zeitig genug mit Kindern angefangen, sonst hätten sie wahrscheinlich nie welche bekommen. (Ich war 21 beim ersten Kind).
Jetzt hatte ich eine Fehlgeburt und mit der Rückumstellung kamen die heftigsten Beschwerden wieder. Die Endo im Douglas- Raum habe ich - den Schmerzen nach- seit etwa 12 Jahren. Jetzt bin ich 31 und wir warten auch auf ein Baby- trotdem wir schon Kinder haben.
Wie gut, daß man das doch operieren kann. Meine Ärztin sagte mir, das wäre inoperabel. Ich werde mir im Januar einen Termin in Frankfurt machen.
Zum Douglas- Raum fällt mir aber noch etwas ein. Laut Lehrbuch ist das der Raum zwischen Gebärmutter und Rectum, also den letzten 12 cm Darm, der tiefste Punkt im Bauchraum. Also hat der Douglas- Raum nichts mit der Befruchtung zu tun. Die findet tatsächlich im Eierstock statt. Und die müssen durchlässig sein, was sie leider bei Endo oft nicht mehr sind.
Die Chancen, schwanger zu werden sind in den ersten 6 Monaten nach der Op am größten.
Ich wünsch dir alles, alles Gute.
LG Astrid



Re: OP
Tani

Hallo Astrid!

Ich habe nun in einem Buch zur Endometriose (ganz neu erschienen) nachgelesen, dass die Befruchtung im Douglasraum stattfindet. Mein Arzt hat mir das bestätigt und nochmals erklärt. Das sind die neuesten Erkenntnisse, danach fallen kurz vor dem Eisprung die Eierstöcke/Eileiter in Richtung Douglasraum zusammen, dort springt das Ei mit Flüssigkeit in den "Trichter", dort soll es auch zur Befruchtung kommen, falls Spermien vor Ort sind und die befruchtete Eizelle wird dann in die Eileiter "zurückgesaugt". Ich hoffe, ich hab das richtig wiedergegeben, aber laut neuester Erkenntnisse soll das prinzipiell so ablaufen, ob dies natürlich Weisheits letzter Schluß ist, das steht in den Sternen.
Wenn da nun ein Knoten sitzt, kann ich mir vorstellen, dass in meinem fall der befruchtungsvorgang eingeschränkt war...
Falls Du nähere Info dazu willst, kann ich gerne Kopien besorgen...

Gruß
Tanja