Endo - schlussendlich Burnout - Naturheilverfahren?!
Dagmar

Hallo,

Ich bin jetzt 38 und habe wohl seit ich 18 bin Endo. Das weiß ich aber erst jetzt. Kein Arzt hat mir diese Möglichkeit bewußt gemacht. Es wurde nach der Geburt meines Sohnes ganz schlimm und die ganze Schwangerschaft litt ich an Blasenschmerzen.

Ich bin seit 2 Jahren wegen Burnout und starken Muskelschmerzen, vor allem linksseitig, krankgeschrieben. Davor hatte ich etwa 10 Jahre extreme Schmerzen mit Panikattacken, Konzentrationsstörungen, Depressionen etc.. Normales funktionieren im Alltag war nicht mehr möglich. Deshalb habe ich alles was an alternativen Therapien inkl. Psychoabalyse, Psycho-Kinesiologie durchprobiert, jeden Stein meines Unbewußten umgedreht. Das hatte zumindest den Vorteil, daß ich vieles be- und verarbeitet habe, was sonst unbewußt geblieben wäre. Nur hatte es die Beschwerden kaum verbessert. Es wurde gewissermaßen schlimmer. Und dann ging plötzlich alles ganz schnell - die OP habe ich innerhalb 2 Wochen organisiert. Wie aus heiterem Himmel war wohl der richtige Zeitpunkt da, dass in Gesprächen und Begegnungen von Endo gesprochen wurde.

Was Entspannung ist beginne ich seit meiner OP letzte Woche so langsam wieder zu ahnen. Bin noch ziemlich schlapp von der Narkose und habe immer noch mit Stoffwechselstörungen und Verstopfungen zu tun. Aber ich fühle meinen Körper wieder. Und zwar zum ersten Mal seit langer, langer Zeit auf angenehme Art und Weise.

Ich würde mir sehr wünschen, wir Frauen würden uns dahingehend entwickeln auf unseren Körper und unsere Intuition zu hören und unsere Bedürfnisse den Ärzten (und stossen wir auch noch so oft auf taube, gefühllose Ohren) deutlich und klar mitteilen!!! Als ich noch jünger war, waren mir die Besuche beim Frauenarzt peinlich und ich fühlte mich unsicher. Das patriarchale Weltbild, in dem wir leben, leistete seinen Beitrag dazu. Ich wünsche den Mädchen und jungen Frauen von Heute, dass sie zu Ihrem Körper stehen und ehrlich ihre Probleme und Ängste schildern. Oft muß frau sich erst lange den richtigen Arzt suchen. Und den Männern wünsche ich Verständnis und Kraft und dass sie ihren Frauen beistehen. Ich hatte diesbezüglich Glück und bin dafür sehr dankbar.

Es steht jetzt natürlich eine hormonelle Nachbehandlung an. Da ich sehr gute Erfahrungen mit Naturheilverfahren habe und keine chemischen Keulen vertrage wäre ich dankbar über Informationen diesbezüglich (z.B. natürliches Progesteron, Homöopathie, Akupunktur etc.). Wer hat Erfahrung damit???

Vielen Dank für die vielen guten Beiträge in diesem Forum.

Dagmar
Dagmar