Meldepflicht an Arbeitgeber?
Eva

Hi Ihr,
wie sieht es eigentlich aus. Muss ich den Arbeitgeber eigentlich über diese chronische Krankheit informieren? Bin in der Zwickmühle.
Ich bin in einem befristeten Arbeitsverhältnis bis einschl. 30.06.2004.
Habe gestern die Info bekommen dass der Vertrag bis 31.12.2004 verlängert werden soll. Toll dachte ich mir. jetzt der Knackpunkt. Ich war dieses jahr schon 2 x wegen Endo-OP im Krankenhaus und gehe jetzt ab 1.6. wieder in ein Krankenhaus (Endo-OP). Arbeitgeber würde mich übernehmen, falls die Prognose zur Gesundung gut ist. Wie muss ich mich da verhalten, da Endo ja eigentlich chronisch ist. Muss dazu sagen, habe seit 4 Jahren keine Gebärmutter und seit 3 Jahren keine Eierstöcke und trotzdem Endo. Wer weiss hier Rat
Eva



Re: Meldepflicht an Arbeitgeber?
Anna

Hallo Eva,

nein, du musst so eine Krankheit nicht melden. Und ich würde es auch nicht tun. Warum auch? 10 % aller Frauen haben Endo, und es ist bis heute nicht einmal klar definiert, ob und wann Endo als Krankheit bezeichnet wird.

Etwas anderes gilt vilelleicht, wenn bei dir Berufsunfähigkeit anerkannt wurde - aber das ist wohl nicht der Fall, oder??

Liebe Grüsse,

Anna



Re: Meldepflicht an Arbeitgeber?
Eva

Hallo Anna
danke für deine Antwort. Ich war mittlerweile bei meinem Rechtsanwalt.
Laut seiner Aussage muss ich, wenn mich mein AG nach einer chronischen Krankheit bei Einstellung fragt, auch ehrlich antworten, d. h. ich muss Endo angeben, da Endo chronisch ist. Ansonsten brauch ich ihm nichts sagen. Diesmal wollten sie vor Vertragsverlängerung nur wissen, wie die Prognose ist - gut oder schlecht -. Laut Arzt gut. Bin mal gespannt. Endo ist in meinen Augen eine Krankheit. Muss auch so sein, da sogar das Versorgungsamt ja ein als Behindert einstuft bei Stadium III bzw. IV. Lt. meinen Ärzten wird auch immer von Krankheit gesprochen. Dies zur Info. Berufsunfähig bin ich noch nicht. Will mich aber nach der nächsten OP mal nach einer Erwerbsminderungsrente schlau machen. Vor 2 Jahren wurde diese abgelehnt, da die Reha zu gut ausgefallen ist.

Nochmals Danke und Grüße zurück.

Eva



Re: Meldepflicht an Arbeitgeber?
Anna

Hallo Eva,

ich denke nach wie vor nicht, dass du Endo bei deinem Arbeitgeber anzeigen oder im Vorstellungsgespräch angeben musst. Und ich bin ebenfalls vom Fach...
Es mag sein, dass etwas anderes gilt, wenn du wirklich berufsunfähig bist. Ich selbst habe Endo 4. Grades und damit in der ausgeprägtesten Stufe. Abgesehen von Krankenhausaufenthalten wegen Bauchspiegelungen bin ich jedoch nicht arbeitsunfühig krank und weiss deshalb nicht, welches Interesse mein Arbeitgeber daran haben sollte, von meiner Krankheit zu wissen. Erst wenn die Krankheit so ausgeprägt ist, dass sie auf die normalen Arbeitsfähigkeit Einfluss hat, würde ich das angeben.
Dass Endo von den Versorgungsträgern als Behinderung eingestuft wird, ist übrigens die Ausnahme - und meines Erachtens auch zu Recht.
Gruß Anna



Re: Meldepflicht an Arbeitgeber?
Eva

Hallo Anne,

Auskunftspflicht besteht nur dann wenn der AG dich auf deine chronische Krankheit beim Einstellungsgespräch anspricht. Das ist wohl war.
Warum steht du auf dem Standpunkt, das Endo keine Behinderung ist.
Ich finde wohl. Es behindert mich in meiner Lebensqualität ungemein.
a) Schmerzen - und dies mittlerweile seit 18 Jahre wohlgemerkt
b) 8 OP's hinter mir, erst seit 1999 wurde operiert die 9. steht jetzt an
2 OP's habe ich dieses Jahr schon hinter mir, eine Ende Januar (4 1/2
Wochen AU) die über Oster (3 1/2 Wochen AU) und jetzt die 3. (ich gehe
von einer längeren AU aus, da diesmal wieder ein Bauchschnitt gemacht
wird)
c) habe dadurch schon etliche Male, wegen Krankheit meinen Arbeitsplatz
verloren
d) dies geht natürlich auch auf die Psyche
e) Partnerschaft leidet ungemein

Hast du diese Probleme nicht, dass du dass so sieht, so wie du es schreibst
Es wäre schön auch noch zu wissen, was du unter "Ich bin vom Fach..." meinst.

Ich freue mich auf eine Antwort

Grüße

Eva



Re: Meldepflicht an Arbeitgeber?
Miriam

Hi,

da möchte ich mal meine Meinung zu sagen:

Ich bin 27, liege seit etwa zehn Jahre bei der Mens mit Schmerzen im Bett und kämpfe seit etwa zwei Jahren mit Dauerschmerzen. Habe drei OP's und drei Hormontherapie hinter mir und X Versuche mit der Pille. Und viel gebracht hat es nicht.

In den letzten fünf Jahren war ich inkl. OP's (waren aber keine schweren) etwa zwei Wochen im Krankenstand. Die Mens bekomme ich entweder gar nicht oder am Wochenende. Meine Dauerschmerzen sind zu Hause nicht viel besser als am Arbeitsplatz. Dann kann ich auch arbeiten. Meinen Chef habe ich über die Krankheit aufgeklärt.

Mein Zustand ist zwar lästig, ich fühle mich aber nicht behindert!

Anders sieht es aus, wenn die Endo an Stellen immer wieder kommt, wo sie wirklich Schaden anrichtet. Wie oben schon erwähnt z.B. an Darm und Blase. Da geht es doch richtig ans "eingemachte". "Nur" Schmerzen, evtl. "nur" zyklisch kann doch auch keiner bewerten. Und es gibt natürlich auch Fälle, wo die Endo z.B. durch Verwachsungen oder einfach nur so solche Beschwerden macht, dass die betroffene Person stark eingeschränkt ist. Dass muss meines erachtens aber im Einzelfall geprüft werden. In solchen Internet-Foren treffen sich i.d.R. nur die, wo die Endo ziemlich extrem verläuft. Die Frauen mit geringen Problemen bzw. anschlagender Behandlung haben besseres zu tun als die Zeit in solchen Foren zu verbringen.

Auch musst du bedenken, wie viele Frauen gar keine oder nur geringe Beschweren mit Endo haben oder gleich erfolgreich therapiert wurden. Wenn da zu schnell ein GdB ausgesprochen wird, wäre es eine ziemliche Belastung für die Gesellschaft. Es gibt so viele Menschen mit chronischen Schmerzen, die aus anderen Erkrankungen resultieren, die auch keinen GdB haben.

LG
Miriam



Re: Meldepflicht an Arbeitgeber?
Anna

Hallo Eva, hallo Miriam,

ich sage nicht, dass Endo die Lebensqualität nicht behindert!!!

Was ich sage ist, dass ich es völlig richtig finde, dass man die Krankheit nicht verallgemeinern kann. Man kann beispielsweise nicht sagen: Oh, Sie haben Endo 4. Grades, also sind sie derart chronisch krank, dass Sie das Ihrem Arbeitgeber sagen müssten. Oder umgekehrt: Ach, sie haben nur Endo 2. Grades, na dann stellen Sie sich mal nicht so an.

Endometriose haben 10 % aller Frauen. Da nicht jede 10. Frau arbeitsunfähig krank und Kinderlos ist, liegt es auf der Hand, dass man da schon sehr differenzieren muss. Hier im Forum gibt es viele Frauen, die einen unendlichen Leidensweg hinter sich haben und bei der die Belastungen zweifelsfrei so schlimm sind, dass sich das auf das Arbeitsleben auswirkt. Und da ist es auch sinnvoll, dass Berufsunfähigkeit anerkannt wird und auch das der Arbeitgeber informiert wird. Aber nicht jede Frau mit Endo 4. Grades ist in ihrem Leben so beeinträchtigt, dass die Krankheit Auswirkungen auf die Arbeit haben muss - jedenfalls nicht mehr Auswirkungen, als andere Lebenssituationen (wie Schwangerschaft, Tod in der privaten Umgebung, Trennung vom Partner, Migräne pp). Ich finde es wichtig, dass man Orte hat, an denen die Krankheit nicht zum Thema wird, dass zu den ganzen Sorgen die man hat nicht noch die Frage des Arbeitgebers kommt, ob man denn einsatzfähig bleibt. Und schon gar nicht dem Arbeitgeber ein Argument liefert, warum er einen nicht einstellen sollte!

Zum rechtlichen ist zu sagen, dass m.E. Endometriose auch nicht beim Vorstellungsgespräch angegeben werden muss. Nicht einmal eine HIV-Infektion muss angegeben werden! Aber wie unter Juristen üblich ist die Frage sicherlich streitig. Ich (selbst Juristin) würde es nicht angeben.

Meine Geschichte ist in Kurzform die folgende:
- als ich zum ersten Mal meine Tage hatte, hat man mir wegen der Bauchschmerzen gleich den Blindarm rausgenommen. Die ersten Jahre waren die Schmerzen immer so groß, dass ich grundsätzlich den ersten Tag in der Schule gefehlt habe, es sei denn, es ist mir rechtzeitig gelungen, entsprechende Schmerzmittel zu nehmen.
- durch die Pille hat sich die Situation erheblich entschärft
- nach Absetzen der Pille wurde ich innerhalb von 6 Wochen schwanger, habe das Kind jedoch in der 11. SSW verloren
- anschließend 8 Monate erfolglose Versuche einer erneuten SSW, dann wegen Zysten an den Eierstöcken Verdacht auf Endo, Bauchspiegelung, die den Verdacht bestätigte (4. Grades mit etlichen verwachsungen), anschließend 3 Monate Zoladex-Spritzen und 2. Bauchspiegelung zur abschließenden Sanierung, nach fast 6 Monaten und entgegen jeder Wahrscheinlichkeit inzwischen auf natürlichem Weg schwanger (jetzt in der 24. Woche).

Schöne Grüsse an alle hier im Forum!

Anna



Re: Meldepflicht an Arbeitgeber?
Dorothea

Hallo zusammen,
ich kann Eure Argumentation bzgl. der Anerkennung auf Behinderung nicht nachvollziehen. Ich habe Endo 4. Grades und fühle mich in meiner Lebensqualität stark eingeschränkt, fehle aber aufgrund meiner Krankheit bei der Arbeit nicht häufig, da ich durch Tabletten meine Schmerzen in den Griff bekomme....eine Anerkennung auf Behinderung hat doch nicht zur Folge, daß die Person dann gar nicht mehr arbeiten geht und nur an ihre Krankheit denkt. Da Endometriose oft ziemlich schwere Folgen (und zwar nicht nur psychischer sondern auch körperlicher Art) hat, sollte eine Anerkennung in schwierigen Fällen (z.B. bei Blasen- oder Darmendometriose) relativ schnell erfolgen, was absolut nicht der Fall ist. Viele Frauen haben einen unendlichen langen Leidensweg hinter sich, ohne das ihr Leiden adequat anerkannt wird!!! Vielleicht weil es sich um eine gynäkologische Krankheit handelt?
Herzlichen Glückwunsch Anna zu Deiner Schwangerschaft und alles Gute weiterhin. Es ist immer wieder schön von Frauen zu lesen, die trotz Endometriose auf natürlichem Weg schwanger geworden sind!

GRuß
Dorothea



Re: Meldepflicht an Arbeitgeber?
titatanja

In einem Buch steht geschrieben, Endometriose ist ein Chameleon unter den Krankheiten - das finde ich sehr treffend. Bei fast jeder Frau, die an Endo leidet, ist es ein sehr individueller Fall, hinsichtlich organischen Diagnose und der Schmerzempfindung sowie der Psyche.
Bisher habe ich noch nicht herausgefunden, was die ursache für Endo ist. Alle Theorien sind z.T. widersprüchlich oder nicht zutreffend. Es ist ja nicht mal klar, in welcher Form dies zur Sterilität führt. Verständlich ist ja z.B. Tubenverschluß durch Verwachsungen oder ähnliche Konsequenzen der Endo auf Organe, aber wieso klappts bei manchen Frauen trotzdem nicht, die durchgängige Eileiter haben bzw. gesunde weibliche Organe, funktionierende Spontanzyklen und einen Mann mit nicht eingeschränktem Spermiogramm? Ich bin nämlich so ein Fall. Da stehen dann so Theorien im Raum, daß die Endoherde im Bauchraum "toxische" Stoffe aussenden, die den Bewegungsapparatismus der Fortpflanzungsorgane "lahmlegt",oder, daß diese "toxischen"Stoffe ein Einnisten verhindern oder die Eizelle "killen" usw...

Ich habe Endo III und bin seit meiner 1. Regelblutung vor 17 Jahren betroffen, kenn die Diagnose aber erst seit ca. 1,5 Jahren. Inzwischen hab ich mich damit abgefunden, daß ich noch jahrelang von Endo begleitet werde - so harts auch klingt, aber ich sehe momentan für mich keine Motivation, weitere Ärzte aufzusuchen in der Hoffnung auf Heilung. Es gibt wohl vereinzelte Fälle, wo Frauen geheilt wurden, aber eine Vielzahl haben irgendwann Rückfälle oder vielen Frauen gehts wie mir, man lebt mit der Krankheit und sucht für sich die geignete Lebensweise (ich habe eine gute Schmerzmittelkombination, die werf ich ein sobald die Mens kommt - damit hab ich keine krankheitsbedingten Ausfälle beim Job).

Frauen, die massive organische Leiden haben, die kann ich gut verstehen, daß sie auch im Alltag beinträchtigt sind und versuchen, eine Anerkennung auf Behinderung zu erwirken. Da ist die Motivation auf Linderung bzw. Heilung eine ganz andere, da kann man halt nicht mehr alle 4 Wochen Tabletten schlucken und dann gehts wieder prima...
Ich merke, jede Frau hat da auch andere Ansichten, meine ist nur eine von einem riesigen Blumenstrauss - das sollte man auch akzeptieren.

Entscheidend ist jedoch, daß jede Frau, die Endo hat, auch ernst genommen wird - ich glaub da können mir viele beipflichten - es gibt nichts Schlimmeres für Betroffene wie als "Sensibelchen" abgestempelt zu werden. Das ist die größte Ignoranz auf Gottes Erdboden diesbezüglich.

So, wünsche allen das Beste.



Re: Meldepflicht an Arbeitgeber?
Hildegard

Hallo Eva,
viele Grüße aus Bad Salzuflen sendet Dir Hildegard.
Habe gerade eine Möglichkeit gefunden, ins Internet zu gehen und wollte Dir schnell ein paar Grüße und nochmals alles Liebe und Gute wünschen.
Darf noch immer nicht ins Wasser; es hat sich jetzt auch noch ein Bluterguß gebildet, wo der linke Eierstock war. Hoffentlich lassen die Schmerzen dort bald nach - bekomme zur Abschwellung einen Ananasextrakt.
Liebe Grüße
Hildegard



Re: Meldepflicht an Arbeitgeber?
Eva

Hi Hildegard,
na "super" Deine Neuigkeit - verdammt sch.....! Was hast Du gemacht? Hast Du dich überanstrengt? Dich kann man auch nicht alleine irgendwo hinlassen. Ich glaube, ich hätte besser mitfahren sollen und auf Dich aufpassen sollen. Du machst allein nur Dummheiten.

Ananasextrakt ist abschwellend? - frag mal ob Ananassaft 2 Ltr. am Tag getrunken das gleiche bewirkt. Hab ich noch nie gehört .

Ich melde mich am So oder am Mo bei Dir. Bis dahin lasse Dich verwöhnen und kurier Dich gut aus.

Bis bald Eva



Re: Meldepflicht an Arbeitgeber?
Eva

Hallo Ihr Lieben,

wir sprechen aber jetzt mittlerweile am Thema vorbei.

Meldepflicht an den Arbeitgeber war's was ich wissen wollte. Wer von euch hat denn dem AG denn mitgeteilt was für eine Krankheit ihr habt.

Ich vermute, euer Arbeitgeber hat euch gefragt warum ihr in's Krankenhaus geht. Was habt ihr geantwortet. Bzw. was sagt ihr wenn ihr nach kürzerer Zeit wieder ins Krankhaus geht für eine OP.

Wie reagiert euer AG auf sowas?

Zum Thema Behinderung kann ich nur soviel sagen und da schließe ich mich einigen Frauen ihr im Forum an, die Endo ist kein Grund zur Behinderung, aber sie kann es werden sobald man in seiner Lebensqualität erheblich eingeschränkt wird. Ich bin es, des also habe ich seinerzeit beschlossen einen Behinderungsauweis zu beantragen - Medizinischer Dienst bearbeitet diesen noch. Habe aber zurzeit 20 %.

Außerdem möchte ich mich bei allen bedanken die hier auf meine Frage geantwortet haben.

Grüße Eva



Re: Meldepflicht an Arbeitgeber?
Miriam

Hi,

wie oben schon gesagt, habe ich es gesagt. Bei uns wird über alles offen geredet, da war es mir nicht "möglich", die Endo zu verschweigen. Lügen wollte ich nicht und eine Aussage wie "bin krank, sag aber nicht was" wäre nicht gut angekommen. Habe aber auch eine CHEFIN. Hätte ich einen Mann zum Chef hätte ich nur "Frauengeschichten" gesagt.

Bei der Einstellung war Endo noch nicht bekannt, es wurde aber auch nicht nach Krankheiten gefragt. Was ich gesagt hätte, weiss ich nicht genau. Mittlerweile bin ich mir sehr sehr sicher, dass die Firma mich auch mit einer chronischen Krankheit eingestellt hätte. Es sind immer auch wieder Neueinstellungen dabei, die chronisch krank sind, manchmal auch wirklich schwere Krankheiten wie Krebs...

Wenn meinem Chef ein Mensch von seiner Art gefällt, ist ihm Alter, Ausbildung und auch Krankheit ziemlich egal. Wenn er glaubt die richtige Einstellung im Menschen zu erkennen und er sich sicher ist, dass der neue Mitarbeiter in die Belegschaft passt, ist alles andere eher nebensächlich.

Ich weiss, dass dies eher selten zu finden ist, aber es gibt noch tolerante Chefs. Übrigens bin ich nir ziemlich sicher, dass mein alter Arbeitgeber vielleicht ein wenig gemurrt, mich deswegen aber auch nicht gekündigt oder rausgeekelt hätte...



Re: Meldepflicht an Arbeitgeber?
Chrisi

Hallo liebe Eva,

ich habe meinem Chef offen gesagt was ich habe, als ich operiert werden mußt. Zu dieser Zeit war ich aber auch schon 10 Jahre in der Firma und war kaum krank.
Ich habe aber auch ein sehr freundschaftliches Verhältnis zu meinem Chef und er hat viel Verständnis. Außerdem bin ich in einem größeren Unternehmen beschäftigt, ich gehe also nicht davon aus, daß es dann gleich auch die Personalabteilung erfährt.
Bei einer Neueinstellung würde ich -glaube ich- nichts sage, da ich auch mit Endo bisher (teu, teu, teu) nur selten fehle (es gibt ja gute Schmerztabeltten), und ein OP kann ja jeder wohl mal haben.

Von der Leistungsfähigkeit fühle ich mich nicht als chronisch Krank, auch wenn die Endo natürlich teilweise sehr unangenehm ist. Aber was ist mit Menschen die Migräne haben, müssen die das dann auch melden.
Wo fängt die chronische Krankheit an wo hört sie auf?
Ab wann muß ich das melden ab Endograd I, II, III , 1 x im Monat Migräne etc.?
Wie Miriam geschrieben hat glaube ich auch es kommt immer auf das Vertrauensverhältnis zum Chef und den Kollegen an, was man sagt.
Aber wenn das gut ist würde ich immer lieber die Wahrheit sagen als Lügen erfinden.
Schwieriger war es bei mir bei meiner IVF Behandlung, da kam mir meine Endo dann eigentlich zu Hilfe, da ich dann einfach sagen konnte ich mache eine Endo-Behandlung (stimmt ja auch indirekt).

Schöne Grüße

Chrisi

Viele Grüße

Chrisi