Da bin ich wieder
Sabine

Guten Morgen zusammen!

Da bin ich wieder, die Sabine von weiter unten "Es ist noch nicht sicher". Bin also am 21.07. operiert worden. Bin diesmal ohne Übelkeit oder Erbrechen aus der Narkose aufgewacht, was ein ganz neues Erlebnis für mich war *freu*. Die Freude war aber nur kurz, weil es jetzt halt doch sicher ist - neben der Zyste am linken Eierstock wurden mehrere Endometrioseherde im Bauchraum festgestellt und soweit wie möglich entfernt. Teilweise sind die Herde aber wohl an Stellen (Harnleiter u.a.) die mein Arzt nicht angehen wollte. Wurde dann nach einer Nacht im Krankenhaus gestern wieder entlassen.
Ich werde wohl ab nächster Woche für mind. 4 Monate in die künstlichen Wechseljahre versetzt mittels dieser Depotspritze. Davor graut mir schon muss ich zugeben, all die Begleiterscheinungen... wie kommt ihr damit zurecht??
Im Anschluss soll ich dann entweder die Valette nehmen oder mir die Hormonspirale "Mirena" einsetzten lassen, um die Mensturationsblutung zu unterdrücken. Hat jemand von euch mit der Mirena diesbezüglich Erfahrungen? Die Nebenwirkungen der Valette erscheinen mir ja doch erheblich..... und die Mirena hätte ich mir sowieso zur Verhütung überlegt.

Ansonsten muss ich sagen, dass ich mich insgesamt nach der OP soweit ganz gut fühle. Habe einen Schnitt am Nabel und einen unterhalb im Bereich der Schamhaargrenze erhalten. Die Wunden sind vernäht und tun nicht weh. Das mit dem Gas und den Schmerzen in den Schultern war auch erträglich, wobei ich glaube, dass die mir an der rechten Schulter was "verzogen" haben, bin gestern fast umgekommen vor Schmerzen, als ich mich ins Bett gelegt habe. War wie ein Krampf und löste sich erst langsam mit Wärmezufuhr und Massage.

Tja Mädels, irgendwie bin ich noch immer ganz vor den Kopf gestoßen und kann das alles noch gar nicht fassen. Keine Probleme, nix.. und dann sowas. Ich denke wirklich, dass es jetzt wichtig ist, nicht in ein Loch zu fallen, sondern zuzusehen, dass die Psyche nicht auch noch darunter leidet. Ich hoffe, dass ich das hinbekomme. Momentan komme ich mir aber wirklich vor wie in einem schlechten Traum.....

Wäre nett, den einen oder anderen Gedanken oder Ratschlag von euch zu finden....
liebe Grüße
Sabine



Re: Da bin ich wieder
mandy

hallo sabine

auch bei mir kam die diagnose 1997 und von einer bauchspiegelung zur nächsten waren die informationen der ärzte immer schlimmer.meien letzte bs war letztes jahr im september mit anschließender harmontherapie von drei monaten, auch mit depotspritze. ich habe die nebenwirkungen sehr gut verkraftet, da ich alles sehr positiv gesehen habe.das ist das wichtigste dabei.nun bin ich schwanger und bekomme im september mein erstes baby.und so bin ich fast ein jahr ohne mens und hoffe, das mich die endo anschließend in ruhe läßt.beschwerden hatte ich auch kaum, nur mensbeschwerden am ersten tag und ab und an beschwerden beim sex.du siehst also, das das eine nicht unbedingt eine aussage über den grad geben muß.
ich hatte vorher die pille valetta immer drei monate durchgenommen und dann sieben tage ausgesetzt und dann wieder drei monate durch. kann man natürlich nicht ein lebenlang machen, aber so wird die regel sehr gering gehalten und dadurch auch die endo.

ich drücke dir fest die daumen, das du die harmone gut verträgst, aber wie gesagt, nicht reinsteigern und alles positiv sehen, hat ja auch nen vorteil , du bekommst deine regel nicht.*zwinker*

liebe grüße mandy



Re: Da bin ich wieder
Petra

Hallo Sabine!
Freue mich für dich das du die OP so gut hinter dich gebracht hast.
Mit den Depotspritzen kenne ich mich nicht so aus muss ich ehrlich sagen,denn mir wurde gleich bei der OP eine Spirale eingesetzt ,weil ich Hormone sehr schlecht vertrage und die Spirale das minimalste an Hormontherapie ist.
Leider wars auch zuwenig und die Endo kam gleich mal wieder.
Mit den Spritzen solls ja besser gehen ( was ich schon so gelesen habe).
So ist die Spirale super ,weniger Blutungen und fast keine Nebenwirkungen. Ich bin aber kein Massstab den mir wird von Aspirin schon schlecht.
Wenn du dir in nächster zukunft keine Kinder wünscht würde ich dir die Mirena empfehlen . Du musst nicht immer daran denken die Pille zu schlucken und spühren tut man sie auch nicht.
Das ich Endometriose habe kann ich bis jetzt noch nicht ganz realisieren, aber man lernt damit zu leben ,denn das Leben geht weiter.
Gegen das Gas ist wärme ganz gut. Du könnest dir z.B. eine Wärmflasche an die Schultern legen oder en warmes Tuch. Bewegen der Arme hilft auch,aber leider wirst du es noch ein paar Tage spühren.
Besser als ein Bauchschnittes aber allemal.

Wünsche dir alles Liebe und gute Besserung. Kopf hoch es kann nur noch besser werden.
Grüsse Petra



Re: Da bin ich wieder
Sabine

Hallo Mandy,
hallo Petra,

vielen herzlichen Dank für eure Antworten!
Heute ist der erste Tag nach der OP, an dem ich wieder lachen konnte und nicht alles mehr so schwarz sehe. Gestern hatte ich mal eine Heulphase, wobei ich glaube, dass das halt auch mal raus musste. War schon ganz schön Gewicht auf der Seele gelastet...
Naja, es wird schon!

Sonst geht es mir mit den Nachwirkungen der OP ganz gut. Der Bauch tut fast gar nicht weh, manchmal zwickt der Nabel halt. Aber sonst ist es wirklich viiiel besser als damals mit dem Schnitt beim Blinddarm, der noch auf "herkömmliche" Weise entfernt wurde.

Petra, stimmt, Wärme hat gutgetan an der Schulter!! *Freu* Gut, dass ich ein Kirschkernkissen besitze! :-) Schnell in die Mikrowelle und guuuuuttt!!

Mal sehen, was sich am Donnerstag beim FA ergeben wird; sprich: was er sich für eine Therapie für mich ausgedacht hat. Werd's euch dann erzählen.

An alle euch und alle anderen Betroffenen
viele Grüße,
Sabine



Re: Da bin ich wieder
Ramona

Hallo liebe Sabine,

so ähnlich wie Dir ist es mir auch ergangen - incl. Heulphase ein paar Tage nach der OP.

Ich bekomme jetzt seit 3 Monaten diese Hormonspritze (Enantone Gyn heißt sie glaub ich) für ingesamt 6 Monate. Danach kommt dann wieder die BS.... und dann klappts hoffentlich mit dem schwanger werden....

Leider vertrag ich die Spritze nicht so gut, Hitzewalllungen sind normal (wobei ich sagen muss, damit kann ich noch leben), am Anfang hatte ich verstärkten Haarausfall (was sich mittlerweile wieder gelegt hat *Gott sei dank*) und ich habe leider schon 5 kg zugenommen und es ist kein Ende zu sehen.....
Ab und an habe ich auch leichte Schwindelanfälle, aber das kann auch an dem Wetter liegen....

Ehrlich gesagt, so langsam könnten die 6 Monate vorbei sein. Das ist irgendwie anstrengend....

Liebe Grüße

Ramona
Das muss aber bei Dir nicht so sein - jede verträgt die Hormone ja anders.



Re: Da bin ich wieder
Kerstin

Hallo Sabine,

auch wenn´s vielleicht hier und da wirklich mal unangenehm ist mit der Hormon-Therapie, geht sie mit dem Gedanken "es hilft mir!" an.
Die Sache positv sehen ist denke ich schon die halbe Miete.
Und wenn´s widererwarten knüppelhart kommen sollte, frage Deinen
Arzt nach einer Add-back Therapie, bei der weitgehend für die Sache
"unschädliche" Ersatzhormone gegeben werden. Du kannst es auch
mit pflanzlichen Sachen probieren, die wirken halt nicht so schnell.
Eine weiterführende Therapie ohne Tabletten sehe ich auch als sehr
positiv an. Ich habe das in Form des Implanon getan, was mir über fast
3 Jahre gut geholfen hat. Es hat den psychologischen Vorteil, daß man nicht jeden Tag an die Krankheit erinnert wird, wenn´s einem mal
gut geht und man kann´s nicht vergessen.

Liebe Grüße und ich Drücke Dir ganz fest die Daumen!!
Kerstin

Und noch was fällt mir gerade ein: nutze die Zeit um Dich über die
Endo so richtig zu informieren und fit zu machen. Damit Du den Doc.
für Dich nicht alleine entscheiden lassen mußt und selbst "Einfluß durch
Wissen" auf Deine weitere Behandlung nehmen kannst.
Es ist Dein Körper und Du mußt damit leben.