Endometriose??
Angela

Mein Name ist Angela und ich bin 25 Jahre alt. Ich habe vor ca. eineinhalb Jahren die Pille abgesetzt und habe seit ca. 7 Monaten unerträgliche Regelschmerzen, die bei jeder Regelblutung schlimmer werden.

Ich war heute beim Gynäkologen und habe erfahren, dass ich wahrscheinlich unter Endometriose leide. Ein Operationstermin steht bereits fest.

Ich habe nun furchtbare Angst vor dem, was auf mich zukommt:

1.) Laparoskopie: Ist dieser Eingriff gefährlich?

2.) anschließende Hormonbehandlung (künstlicher Wechsel): Kann mir irgend jemand Infos dazu geben oder eigene Erfahrungen schildern?

3.) Sterilität: Ich habe die Pille nicht abgesetzt, um schwanger zu werden, möchte aber auf alle Fälle einmal Kinder haben. Meine Ärztin hat nur gesagt, dass es für mich schwerer sein kann, einmal schwanger zu werden. Habe am meisten Angst davor, unfruchtbar zu werden!!! Das würde ich nicht ertragen. Kann man nach der Behandlung auf ganz natürlichem Wege schwanger werden oder geht das dann nur mehr mit künstlicher Befruchtung?

Würde mich freuen, wenn Ihr mir einige Infos dazu gebt! Bin ganz schön geschockt und muss die Diagnose erst einmal verdauen!!

GLG, ANGELA



Re: Endometriose??
Manuela

Hallo Angela,

der Eingriff ist nicht so schlimm. Ich habe meine erste Bauchspiegelung 01/03 gemacht. FAnd es nicht so schlimm. Ist etwas unangenehm, aber Du brauchst wirklich keine Angst haben. Ich hatte damals eine Zyste am rechten Eierstock und auch Beschwerden während der Regel. Ich habe zu dem Zeitpunkt aber schon ein Jahr versucht, schwanger zu werden. Bei der Bauspiegelung ist die Diagnose Endo bestätigt worden. Mein linker Eierstock ist komplett zu und der rechte hat Verwachsungen. Ich habe jetzt schon zwei Versuche bezüglich einer künstlichen BEfruchtung hinter mir, die leider negativ verlaufen sind. Ich habe jetzt die zweite Bauspiegelung nächsten Monat vor mir. Also was die UNfruchtbarkeit betrifft, kann Dir der Arzt dies auch erst nach der Bauspiegelung sagen. WEnn Deine Eileiter noch nicht angegriffen sind, sieht es ja ganz gut aus. Viele Frauen, die Endo haben, haben Probleme mit der Furchtbarkeit. Das soll aber nicht heißen, daß du dich jetzt verrückt machen mußt. ES muß nicht immer mit der Endo zu tun haben. WAs die WEchseljahrtherapie betrifft, fand ich diese auch nich so schlimm. Ich habe sechs Monate lang Spritzen bekommen. ICh hatte halt mit Hitzewallungen und gelegentlich auch mit Schlafstörungen zu tun. Aber ich finde, daß dies alles nicht so schlimm ist. ABer jeder Körper reagiert anders. Ich kann Dir nur sagen, wie es bei mir war. Also Kopf hoch. Man kann Dir nur so helfen und es ist wirklich wichtig, daß Endo frühzeitig erkannt wird, damit man rechtzeitig etwas machen kann. Aber mich Dich jetzt nicht so verrückt. WArte erst einmal das ERgebnis ab. Vielleicht ist es ja gar nicht so.

Liebe Grüße

Manuela



Re: Endometriose??
Ramona

Hallo Angela,

ich kann Dich sehr gut verstehen. Ich bin 32 Jahre alt und bei mir wurde im April dieses Jahr Endo festgestellt. Mir ging es genauso wie Dir. Meine Bauchspiegelung war nicht allzu schlimm. Ich hatte solche Angst vorher, aber die war echt unbegründet. Bei mir wurde allerdings zusätzlich zu der BS auch durch die Scheide operiert und weil ich so lange in Narkose war, war ich danach "erschlagen". Bin aber direkt am Tag nach der Op nach Hause und war dann ca. 2,5 Wochen krank geschrieben. Du musst Dich danach halt schonen. Aber dadurch, dass bei einer BS nur 3 kleine Schnitte gemacht werden (die Narben sieht man bei mir so gut wie gar nicht mehr), ist das natürlich viel schonender als bei einem Bauchschnitt.

In der Hormonbehandlung bin ich zurzeit noch mittendrin. Das ist natürlich bei jedem anders. Mir machen die Hitzewallungen schon ziemlich zu schaffen mittlerweile. Ich habe halt "keine Lust mehr" jetzt nach ca. 5 Monaten. Aber wenn Du in der Zeit sorgsam mit Dir und Deinem Körper umgehst und viel für Dich selbst machst, geht es besser. Das ist sowieso bei Endo wichtig, dass Du Dir die Zeit für Dich selbst gönnst und auch nimmst.

Bezüglich Fruchtbarkeit kann Dir der Arzt nach der BS mehr sagen. Auch wenn das Risiko einer Unfruchtbarkeit bei Endo-Frauen größer ist - viele Frauen werden trotzdem auf natürlichem Weg schwanger. Also auch da nicht vorher verrückt machen (ist leicht gesagt, ich weiß, ich will auch bald ein Baby haben und habe jetzt auch schon Angst, dass es nicht klappen könnte).

Wann hast Du denn Termin für die BS?

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft für die bevorstehende Zeit - DU schaffst das!!!

Liebe Grüße

Ramona



Re: Endometriose??
Daniela

Hallo Angela!

Bei mir wurde im April auch Endo per Bauchspiegelung festgestellt. Die Spiegelung war aber halb so schlimm. Im Vorfeld habe ich mich da auch verrückt mit gemacht, aber im Nachhinein muss ich sagen, dass es nicht schlimm war. Die drei kleinen Narben sieht man so gut wie gar nicht.

Nach der Bauspiegelung haben die Ärzte mich dann auch in die Wechseljahre geschickt. Ich weiß ja nicht, was Deine Ärzte planen. Aber mein Arzt in Westerstede sagte, dass man die Spritzen (Enantone-Gyn) nicht länger als drei Monate nehmen soll. Sonst würden die Nebenwirkungen zu schlimm werden. Das kannst Du ja mal im Hinterkopf behalten. Ich bin mit den Spritzen sonst ganz gut klar gekommen. Ich hatte zwar auch einige Hitzewellen, aber die waren erträglich. Im dritten Monat hatte ich dann noch Probleme mit Stimmungsschwankungen. Aber sonst hatte ich nichts weiter. Aber die Spritzen wirken ja auch auf jeden verschieden. Gewirkt haben die Spritzen bei mir übrigens gut. Ich hatte jetzt am 02.09. meine (große) geplante OP in Westerstede und die OP ist besser verlaufen, als geplant. Die Endo war total ausgetrocknet und der Knoten hatte sich sowohl vom Darm als auch von der Gebärmutter gelöst. Sie konnten also die beiden Organe erhalten. Das freut mich natürlich sehr. Und Kinder kann ich immer noch bekommen.

Also, lass dich nicht verrückt machen. Das wird schon werden. Ich drück Dir auch die Daumen.

Alles Gute!

Daniela



Re: Endometriose??
Angela

Hallo Leute!

Vielen lieben Dank für Eure aufmunternden Worte! Inzwischen habe ich mich schon etwas beruhigt und sehe dem ganzen schon etwas gelassener entgegen.

Ich warte jetzt einfach mal die OP ab und dann werde ich weiter sehen. Ich werde voraussichtlich am 5. Oktober (Denkt an mich und drückt mir die Daumen) operiert, nur kann ich das noch nicht sicher sagen, da es sein kann, dass ich da meine Periode habe.

Am liebsten wärs mir, ich hätte die BS jetzt gleich sofort und wüßte, wie es in mir drinnen ausschaut und was alles angegriffen ist.

Ausserdem versuche ich mich mit Arbeit, Freund, Freunde ect. abzulenken, aber es gelingt mir halt nicht immer.

Vor der OP hab ich jetzt gar nicht mehr Angst, da ich auch mit Arbeitskolleginnen darüber gesprochen habe, die so einen Eingriff bereits hinter sich haben. Auch eure eigenen Geschichten beruhigen mich im Bezug auf die BS und den künstlichen Wechsel. Ändern kann ichs jetzt eh nicht mehr und da muss ich halt durch.

Was mir halt weiterhin zu schaffen macht, ist die Fruchtbarkeit. Ich hatte eigentlich vor, so mit 30 Jahren an Kinder zu denken. Jetzt habe ich aber in vielen Statements gelesen, dass einem die Ärzte oft raten, recht bald nach dem Eingriff und der Hormonbehandlung mit der Familienplanung zu beginnen. Aber ich weiß nicht, ob mein Freund das mit mir durchziehen würde. Und wenn er nicht will und es für mich dann irgendwann mal zu spät ist, was dann? Aber naja, wie ihr ja gesagt habt, genaueres kann man ja erst nach der BS sagen.

Manuela, du schreibst, du hast bereits 2 künstliche Befruchtungsversuche hinter dir. Versuchst du noch einen dritten Anlauf? Das ganze ist sicherlich eine schwere seelische Belastung. Ich wünsche dir auf alle Fälle viel Kraft und drück dir die Daumen.

Ramona, ich wünsche dir, dass die letzten Wochen künstlicher Wechsel schnell vergehen. Das mit dem Kinderwunsch ist wirklich nicht so leicht. Einerseits heißt es immer, man soll sich nicht viele Gedanken darüber machen, dann klappt das schon, aber irgendwie kann man nicht abschalten und denkt doch immer wieder daran, stimmts?

Daniela, danke für den Tip mit den drei Monaten KW. Meine Ärztin hat nämlich gesagt, es werden voraussichtlich 6 Monate sein. Werde das aber auf alle Fälle ansprechen. Je kürzer, desto lieber wärs mir. Ausserdem denk ich mir auch, dass das so ein immenser Eingriff in den Körper ist und die Nebenwirkungen nicht spurlos an einem vorbei gehen. Vor allem weil dann ja noch die Add back-Medikamente dazu kommen.

Nochmal danke für die aufmunternden Worte!

Liebe Grüße aus Österreich, ANGELA



Re: Endometriose??
Manuela

Hallo Angela,

ja ich werde noch einen dritten Versuch starten, vielleicht auch noch einen vierten Versuch. Das muß man mal sehen.

BEzüglich des Kinderwunsches setzt Dich nicht so unter Druck. Ihr müßt beide dafür bereit sein, sonst bringt das doch alles nichts. Dann wartet lieber noch. Man soll ja sein Leben auch nicht nach der Endo planen. Vielleicht ist ja auch alles nicht so schlimm bei Dir, so daß Du Dich gar nichtso unter Druck setzen mußt.

Ich wünsche Dir jedenfalls alles Gute.

WEnn Du aus österreich kommst, dann kennst Du vielleicht die Spezialkinderwunschklinik in Bregenz. ÜBer diese wurde schon im Internet berichtet. Dies erzielt ganz gute Erfolge. ICh werde mich dort wohl auch einmal melden.

Also Kopf hoch.

Liebe Grüße

Manuela



Re: Endometriose??
Ramona

Hallo Angela,

bezüglich der Dauer der Behandlung mit Enantone würde ich mich auf die FA verlassen. Bei mir hieß es zu Anfang, dass die Behandlung 3 - 6 Monate dauern soll. Nach der BS war jedoch für beide Ärzte (Dr. Büttner und mein FA) klar, dass ich 6 Monate brauchen werde. Am besten auf die FÄ vertrauen!

Add-Back nehme ich gar nicht. Das wurde mir allerdings auch gar nicht erst vorgeschlagen. Als ich erfahren habe, dass es sowas gibt, hatte ich schon über die Hälfte hinter mir!

Liebe Grüße

Ramona