Hormone nach Total-OP
Tina

Hallo Ihr Lieben,

habe nun 6 Monate Enantone hinter mir, da trotz Total-OP die Endo wieder da war. Karin und Hildegard haben geschrieben, daß die folgende Hormoneinnahme eine Kombi aus Gestagenen und Östrogenen sein sollte.
Kann mir jemand einen Tip geben, was er einnimmt, und wie das Medikament vertragen wird ?

Lieben Dank Tina



Re: Hormone nach Total-OP
Barbara

Hallo Tina !

Ja, nach der Total-Op sollst Du Kombipräparat einnehmen d.h. Gestagen
( Tabletten ) und Östrogen ( Pflaster ). Die Präparate sollen aber niedrig
dosiert werden. Was für welche, muß Dein Arzt entscheiden.
Die Behandlung soll aber ein Endometriosespezialist durchführen, weil die
meisten Gynäkologen setzen die Dosierung der Hormone viel zu hoch an.
Dadurch wird man nicht beschwerdefrei, sondern die vielleich noch übrig
geblibenen Endoherde, fangen mit der Aktivität wieder an.

Liebe Grüße
Barbara



Re: Hormone nach Total-OP
Nini

Hallo Tina,

ich mache nach einer Total-OP auch eine Hormonersatz-Therpie in Form eines Östrogen-Gels (Gynokadin), welches man sich auf den Arm verreibt
und als Gestagen habe ich ein Implanon-Stäbchen im Arm.
Das Gel bezahlt die Kasse. Der Nachteil des Implanon ist, daß man es
selbst zahlen muß, der Vorteil, daß man keine Tabletten zu bestimmten Zeiten nehmen muß. Die Gestagen-Tabletten oder eine Kombi-Präparat zahlt allerdings die Kasse. Ist also wieder mal leider ein Frage der Finanzen. Das Gel ist sehr gut hautverträglich und einfach anzuwenden
(gibt es in einem Dosierspender).
Frage aber danach, nicht daß Dein Arzt dich mit der billigsten Lösung
für das Praxisbudget ausstattet.
Man sollte das Östrogen so niedrig wie möglich dosieren, eben wegen noch evtl. verbliebener Endo-Herde.

Liebe Grüße und viel Erfolg!!
Nini



Re: Hormone nach Total-OP
Tina

Hallo Nini.

danke für Deine Antwort. Am Freitag hab ich Termin beim Doc. Das mit dem Östrogen Gel hört sich gut an. Die Pflaster haben bei mir nie eine Woche durchgehalten, das Problem hätte ich ja dann nicht. Danke und alles Gute

Tina



Re: Hormone nach Total-OP
Hildegard

Hallo Tina,
meine Total Op war Ende April 2004, seither probiere ich die geeignete Homonmenge aus. Da ich das Pflaster auf der Haut nicht vertragen habe, nahm ich die Activelle (sehr geringe Menge Gestagen und Östrogen). Ich konnte nicht schlafen, alle Schleimhäute brannten und ich war so schlapp. Dann habe ich 2 Activelle am Tag genommen. Die Beschwerden ließen etwas nach. Jetzt bekomme ich Clionara (das ist die doppelte Menge von Activelle). Damit komme ich wohl gerade aus. Jedoch bin ich immer noch recht schlapp. Ich schaffe es noch nicht, einen Arbeitstag von 8 Stunden hinter mich zu bringen. Nach 6 Stunden bin ich so ko als hätte ich früher den ganzen Tag gearbeitet. Meine Ärztin deutete schon einmal vorsichtig an, daß die alte Kraft eventuell nicht mehr zurückkommt, da ich eine große OP hinter mir habe und ich nicht mehr die Alte bin. Geht es Dir auch so? Außerdem habe ich ca. alle 3 Wochen für 2-3 Tage Schmerzen wie vor der OP )als bekäme ich meine Tage. Die Ärztin meint, ich könnte keine Zyklischen Schmerzen mehr haben. Es ist aber so. Hat sich der Körper das gemerkt?
Vielleicht helfen Dir meine Ausführungen bzgl Hormone ein wenig weiter.
Liebe Grüße
Hildegard



Re: Hormone nach Total-OP/an Hildegard
Nini

Hallo Hildegard,
meine OP war im Juni 2004 und ich bin auch noch nicht so fit, wie ich mir das vorstelle. Die Ausdauer beim laufen und im Tagesablauf allgemein ist läßt noch sehr zu wünschen übrig. Da ich schon seit 5 Jahren an Endometriose leide, war ich vor der OP natürlich auch nicht die Sportskanone, aber einen etwas schnelleren Spaziergang habe ich schon noch hinbekommen, ohne daß ich nach 15 min. platt war.
Mein Hausarzt, den ich in mein "nicht können Problem" eingeweiht habe meinte, mir würde die Kondition fehlen. Ich solle doch täglich 20-30 min.
stramm spazieren gehen. Klasse Tipp, wenn nach kurzer Zeit der Bauch weh tut und mir schlecht wird.
Das mit den Schmerzen, die eigentlich nicht mehr da sein dürften, kenne ich auch. Ich hatte auch nach der OP einige Male das Gefühl, ich müßte gleich anfangen zu bluten. Man nennt so was ein Schmerzgedächtnis.
Der Körper hat sozusagen die Schmerzen gespeichert. Nachdem ich jetzt nach der OP voller Sorge, es könnten wieder aktive Herde da sein, zum
Gyn. gerannt bin und der nach eingehender Untersuchung wirklich nichts finden konnte, was mir die Schmerzen bereiten könnte (und mein Gyn. nimmt mich da absolut ernst!!), weiß ich jetzt einigermaßen mit den
"Phantomschmerzen" umzugehen und gerate nicht gleich in Panik.
Ich denke, es braucht einfach sehr viel Zeit, um nicht "selbstzerstörerisch" mit der ganzen Situation umzugehen.
Manchmal kann auch ein Gespräch mit einem Psychologen helfen.

Liebe Grüße
Nini



Re: Hormone nach Total-OP
Tina

Hallo Hildegard und Nini,

meine Op war 1999. da war ich 35 Jahre alt.
Da ich ab dem 16. Lebensjahr Endo hatte mit Schmerzen bis zum Umfallen, ist es mir nach der OP wirklich nur besser gegangen.
So einen richtigen Vergleich, ob ich schlapper geworden bin etc.,kann ich nicht anstellen, da ich damals 14 Tage Schmerzen und 14 Tage Angst vor den wiederkehrenden Schmerzen hatte.
Mein größtes Problem ist die Schlaflosigkeit. Dadurch fühle ich mich häufig schlapp und antriebslos. Durch verschiedene Hormonversuche, habe ich noch eine Überfunktion der Schilddrüse bekommen. Mein gesamter Hormonhaushalt spielt verrückt.
Die Schmerzen halten sich in Grenzen. Ein Druck auf den Bauch verursacht immer noch Schmerzen. Sonst geht es.

Liebe Grüße Tina



Re: Hormone nach Total-OP
Nini

Hallo Tina,
kannst Du das bitte mit den Hormonversuchen und den dadurch resultierenden Schilddrüsenproblemen etwas näher erläutern?
Weiß seit einem 3/4 Jahr, daß ich einen kalten Knoten habe.
Eine Über- oder Unterfunktion wurde bisher noch nicht festgestellt.
Habe diese Woche wieder Kontrolltermin. Hoffentlich geht das gut und ich muß nicht wieder unter´s Messer. Daß da Zusammenhänge sind, weiß ich schon, aber daß die Ersatzhormone eine Überfunktion bringen können, ist
mir neu. Man lernt nie aus. Hoffentlich wissen das die Ärzte auch.

Gruß Nini



Re: Hormone nach Total-OP
Tina

Hallo Nini,

bewiesen ist der Zusammenhang natürlich nicht, aber die Vermutung liegt nahe. Die Schilddrüse hat total verrückt gespielt. Über- und Unterfunktion wechselten sich ab. Mal sollte ich Jod nehmen, mal war sogar Jodsalz verboten. Bei mir wurde per Szinthigraphie ein kalter Knoten festgestellt , der im nächsten Jahr fort war ??????? ( geht eigentlich nicht, aber so war es - muß also was anderes gewesen sein ??? ) Um nicht gänzlich durchzudrehen, habe ich mich dann 2 Jahre nicht um die Schilddrüse gekümmert, bis ich so schlimmes Herzrasen bekam, daß ich nachts den Arzt rufen mußte. Ergebnis: manifeste Überfunktion. Habe dann ein Medikament gegen die Überfunktion bekommen und Betablocker gegen das Herzrasen. Ab da waren die Befunde auch o.K. Nun sollte ich dann voriges Jahr zur Radiojodtherapie zur Beseitigung der Überfuntion ( auf Dauer die Medikamente zu nehmen soll nicht so gut sein ) vor der Therapie mußte ich alle Medikamente absetzen und was ist passiert ? :-)) Die Schildrüse arbeitet normal !!!!! Ich war heute gerade beim Internisten und habe ihn gefragt, wie das sein kann. Er hat gemeint, daß der Körper durchaus im Stande ist bestimmte Dinge selbst zu regeln. Nun gehe ich aller 3 Monate zur Kontrolluntersuchung. Fazit. nichts überstürzen. Es scheinen Dinge in Wechselwirkung zu stehen, wo sogar die Ärzte überfordert sind !! Damals in der Klinik , zur Voruntersuchung hatte ich den Arzt gefragt, was wäre, wenn die Überfunktion von allein wegginge, er hat gemeint so was gibt es nicht ! Aber ich habe seit 9 Monaten normale Werte ohne Medikamente ! Nach einer Hormonumstellung , durch OP oder Medikamente muß sich höchstwarscheinlich der gesamte Hormonhaushalt neu " ordnen " vielleicht deshalb die extremen Schwankungen.

Liebe Grüße
Tina



Re: Hormone nach Total-OP
Nini

Hallo Tina,
also das ist wieder mal der beste Beweis für den Spruch:
"Geht nicht, gibt´s nicht".
Bei mir war die Entdeckung des kalten Knoten ein totals Zufallsprodukt.
Ich hatte eine schlimme Erkältung, war eher zufällig bei einer Ärztin gelandet, die stundenweise mit in unserer Hausarztpraxis ist.
Ich habe seit Jahren auch schon Probleme mit Herzrasen bzw. schnellem Puls. Hauptsächlich in Streßzeiten. Die Erkältung ging aber ich kam nicht auf die Beine. Also wieder zur Ärztin. Der habe ich dann erzählt, daß ich Probleme im und am Hals habe. Sie hat sich das angesehen und mich gefragt, wann das letzte Mal jemand nach meiner Schilddrüse gesehen hat.
Na ja, das war so ungefähr vor 20 Jahren. Dann wurde eine Blutuntersuchung gemacht und ein Ultraschall. Mein Internist, der "meinen Fall" dann übernommen hat (ist auch in der Praxis und Schilddrüsenexperte) hat mich beim US gefragt, ob der Knoten auf der linken Seite bekannt wäre. Die Blutwerte haben keine Unter- oder Überfunktion ergeben!!!! Die Szinthigraphie ergab dann auch einen kalten Knoten. Der Doc. in der Klinik (war eigentlich schon in Rente und so zwischen... und..) hätte mich am liebsten gleich operiert.
Da habe ich aber dann vorher die Flucht ergriffen. Der Bericht, den der
Internist nachher aus der Klinik bekam, sagte dann auch was aus von
....abwarten und beobachten.....
Nach meiner OP hatte ich dann für 1 1/2 Tage die totalen Probleme mit den Nieren. Nix ging mehr. Hatte damals gerade einen Gyn-Termin. Habe ihm das erzählt und er hat mit ganz unkompliziert mal zu seiner Schwester überwiesen. Die ist Internistin und Nephrologin. Der habe ich dann meinen
"Schadens-Katalog" erzählt und sie hat mich auch nochmal total auf den Kopf gestellt. Auch die Schilddrüsenwerte hat sie nochmal gemacht.
Beim ersten Laborergebnis hatte ich da plötzlich eine leichte Überfunktion.
Da sie die ersten Werte kannte, hat sie nochmal testen lassen und die
"B-Probe" war dann wieder negativ.
Also auch das total Chaos. Aber das muß bei uns Endo-Frauen wohl so sein. Hatte heute Blutabnahme wegen der Schilddrüse und am Do. gehe ich zum Ultraschall. Mal sehen, was da noch auf mich zu kommt.
Es gibt übrigens eine Statistik die besagt, daß ein hoher Prozentsatz
(weiß nicht mehr genau wieviel) der an Endometriose erkrankten Frauen auch Schilddrüsenprobleme haben.

Liebe Grüße
Kerstin



Re: Hormone nach Total-OP
Tina

Hallo Nini,

schreib mir doch mal wenn Du das Ergebnis der Blutuntersuchung hast.
Schon komisch wie sich einige Krankheitsbilder bei verschiedenen Frauen wiederholen. Leider ist die Medizin noch nicht so weit, Zusammenhänge zu erkennen, da jeder Arzt sein Fachgebiet hat. Fazit: man muß sich selber kümmern und auch wenn der Arzt sagt, das eine hat mit dem anderen nichts zu tun, nicht gleich abhaken.

Alles Gute

Tina



Re: Hormone nach Total-OP
Nini

Hallo Tina,
war also heute morgen beim Arzt wegen der Schilddrüse.
Der Ultraschall hat ergeben, daß der Knoten nicht gewachsen ist (juhu!!).
Die Blutuntersuchung hat eine "grenzwertige Überfunktion" ergeben.
Ich soll aber deshalb nix unternehmen und nur mein Jod weiter schlucken.
Ob diese ganz minimale Überfunktion was mit meinen Ersatzhormonen zu tun hat, konnte mein Doc. weder bestätigen noch ausschließen.
Also erst mal wieder Panik-Level bis zur Grundstufe runterfahren und abwarten. Aber das sind wir Endo-Frauen ja gewohnt.
Fazit: wie immer !!! Nix genaues weiß man nicht.....

Liebe Grüße
Nini