23 Jahre jung und ich wußte nicht weiter...
Christiane (23J.)

Hallo... So wirklich weiß ich gar nicht, wie ich anfangen soll..
Ich habe schon seid ich 14 Jahre war immer wieder Bauchschmerzen, aber man findet doch immer einen guten Grund um diese Bauchschmerzen zu erklären und sich damit nicht weiter zu beschäftigen..
Bis zum Oktober 2003. Damals hatte ich immer stärkere Bauchschmerzen und der Arzt meinte es wäre der Blinddarm. Bei der Ultraschalluntersuchung fand er eine 7X8 cm große Cyste am Eierstock und einen Tag später folgte meine erste LSK. Dabei wurde nur die Cyste entfernt und nicht nach Endometriose geschaut. Ab dieser OP ging es steil abwärts und meine Schmerzen wurden immer schlimmer. Blasenentzündungen, Nierenentzündungen und Eierstockentzündungen wechselten sich immer wieder ab und ich hatte das Gefühl ich werde immer kränker.
Im Juni 2004 hatte ich wieder eine so große Cyste am rechten Eierstock und auch diese wurde durch eine LSK entfernt. Danach folgten die zwei schlimmsten Wochen meines Lebens. Ich konnte nichts machen ohne Schmerzen zu haben und so wurde die 3. LSK im Juli 2004 durchgeführt. Dabei hatte sich der Eierstock abgeklemmt und war durch die Verwachsungen festgewachsen. Danach begann mein Frauenarzt eine Hormonbehandlung duch die ich viele Haare verloren habe, was jede Frau belastet und weiter verunsichert.
Ich habe versucht damit zu leben, aber die Schmerzen verschlimmerten sich wieder und mein Leben dreht sich nur noch darum, wie ich Bewegungen vermeiden kann, die dann weh tun.
Die Hormonbehandlung zeigte keine Wirkung und im Oktober 2004 saß ich wieder im Krankenhaus und mußte feststellen, das der Arzt mit meiner
Mutter sprach und fragte, ob es sein könnte das ich nur ein Problem mit meinem Studium hätte und daher die Bauchschmerzen bekäme..
Ich glaube viele Frauen kennen dieses Gefühl, das ihnen nicht geglaubt wird und es tut so weh..
Zwei Wochen wurde ich auf den Kopf gestellt, mit Antibiose Therapie und am Ende bekam ich Valium mit der Begründung das würde sich auch positiv auf den Bauch answirken..
Nach diesen zwei Wochen wurde dann die 4. LSK gemacht und wieder
fand man starke Verwachsungen und einen eindeutigen und starken
Endometriosebefall.
Seid dieser Diagnose versuche ich einen Weg zu finden mit dieser Krankheit zu leben.. Die Schmerzen lassen es aber einfach nicht zu..
Ich hatte einen sehr lieben Frauenarzt, aber er sagte mir dann er wüßte einfach nciht weiter und so begann die Suche nach einem Arzt, das vielleicht noch eine Idee hatte, was ich gegen die Schmerzen tun könnte..
Ich war überall und wieder bekam ich Vailum kombiniert mit Novalgin, dann Diclofenac und am Ende Tramal..
Noch immer denke ich oft an die Worte eines Arztes, der mir sagte:
"..wir können nichts mehr tun..... ....mit den Shcmerzen müssen sie leben.."
Hey ich bin 23 Jahre alt und das soll es gewesen sein?

An Heilig Abend habe ich mich dann an den Computer gesetzt und im Internet nach Antworten gesucht und habe auf dieser Seite die Adresse einer Arztin gefunden und ihr geschrieben. Am nächstenTag bekam ich per Handy eine Antwort und ging zu ihr in die Praxis..

Ich bekomme nun Hormone per Spritze und befinde mich im Zustand der Wechseljahre... Hitzewallungen und Schlafstörungen sind die Folge..
Leider hat das Hormaon nicht ganz geholfen und so bin ich seid Dienstag wieder aus dem Krankenhaus zurück, wo per 5. LSK die Herde weggemacht worden sind und die Verwachsungen gelöst wurden.

Ich glaube bei der neuen Ärztin bin ich sicher aufgehoben und auf dem richtigen Weg...

Liebe Grüße Christiane



Re: 23 Jahre jung und ich wußte nicht weiter...
Wolfgang

hallo Christiane,

der Weg mit den Hormonen ist sicherlich ratsam.

Seit einiger Zeit gibt es in Deutschland, genau seit 6 Monaten, eine Progesterongabe, die ganz auf pflanzlicher Art basiert.

Eine Frauenärztin hier bei uns in der Region hat vor Kurzem einen Vortrag gehalten mit Referenzen Ihrer Patientinnen. Und einem Eigentest.

Sie gibt diese Progesterongaben an junge Frauen wie Dich und auch an Frauen in den Wechseljahren.

Ausserdem haben auch viele Frauen mittleren Alters stärkere Schmerzen während der Periode.

Bei all diesen Themen bis zu Endometriose kann Progesteron helfen.

Das soll bedeuten, daß Du keineswegs immer damit leben mußt. Allerdings und hier spielt die individuelle Körperkonstitution eine Rolle, wirkt es bei der einen Patientin schneller und bei der anderen dauert es länger.

Diese Infos habe ich auf einem Vortrag im Frühjahr 2005 gehört und habe auch Infos dazu auf einer CD.

Auch bei den Ärzten - ich bin kein Arzt - gibt es Befürworter und Gegner von Hormonen.

Wenn Du über Progesteron und die Anwendungsmöglichkeit mehr wissen möchtest, schreibe mir doch direkt an meine Mailadresse.

Ich kann Dich dann direkt weiter informieren.

Je nachdem, aus welcher Region Du kommst, gibt es zu dem Thema auch immer wieder Vorträge in Teilen Deutschlands.

Ich kann Dir auch Infos zusenden, wenn Du möchtest.

Warum ich als Mann im Chat bin? Weil ich eine Bekannte habe, die seit Jahren auch mit Endo zu tun hat, auch mit OP.

Deshalb war es mir wichtig, mehr darüber zu erfahren, und über einen zufälligen Kontakt habe ich von der Hormonbehandlung gehört, was ich dann einfach weitergeben wollte.

Sei herzlich gegrüßt und vielleicht hast Du nun etwas gefunden, was Dir weiterhelfen kann.

Wolfgang



Re: 23 Jahre jung und ich wußte nicht weiter...
Marina

Hallo Christiane,
ich weiß wie du dich fühlst und wie doof man sich vorkommt wenn man schon wieder zum arzt oder vielmehr ins Krankenhaus muß um noch einmal eine LSK über sich ergehen zu lassen. Hab das gleich hinter mir haben mir leider bei meiner 4 Op meinen re. Eileiter und den größten Teil von meinem re. Eierstock entfernt,da kann ich bis jetzt noch nicht wirlich mit um gehen,aber ich schätze ich muß da durch bleibt mir auch nichts anderes bei übrig .Aber jedenfalls nach meiner 5 OP (ich hoffe das war die letzte)hat die nette liebe Ärztin (das ist alles ehrlich gemeint)festgestellt das ich Endo habe ,bin Ihr echt dankbar denn wenn die Ärzte wissen was man hat können die es auch behandeln.Bekomme schon fast ein halbes Jahr die Teraphie GnRH. Ist nur etwas komisch habe jetzt Hitzewallungen und scweißausbrüche mit meiner Mutter zusammen.Hat man dir schon mal was wegen einer Schwangerschaft gesagt, oder hast du noch keinen Kinderwunsch?Wir haben den nämlich aber das sieht ja nicht so easy aus mit Endo. Ist ziemlivh sch... denn unsere Freunde bekommen alle jetzt so nach der Reihe Kinder,und jedesmal tut es uns mehr weh:-( LG Marina Christiane (23J.) schrieb:

> Hallo... So wirklich weiß ich gar nicht, wie ich anfangen
> soll..
> Ich habe schon seid ich 14 Jahre war immer wieder
> Bauchschmerzen, aber man findet doch immer einen guten Grund um
> diese Bauchschmerzen zu erklären und sich damit nicht weiter zu
> beschäftigen..
> Bis zum Oktober 2003. Damals hatte ich immer stärkere
> Bauchschmerzen und der Arzt meinte es wäre der Blinddarm. Bei
> der Ultraschalluntersuchung fand er eine 7X8 cm große Cyste am
> Eierstock und einen Tag später folgte meine erste LSK. Dabei
> wurde nur die Cyste entfernt und nicht nach Endometriose
> geschaut. Ab dieser OP ging es steil abwärts und meine
> Schmerzen wurden immer schlimmer. Blasenentzündungen,
> Nierenentzündungen und Eierstockentzündungen wechselten sich
> immer wieder ab und ich hatte das Gefühl ich werde immer
> kränker.
> Im Juni 2004 hatte ich wieder eine so große Cyste am rechten
> Eierstock und auch diese wurde durch eine LSK entfernt. Danach
> folgten die zwei schlimmsten Wochen meines Lebens. Ich konnte
> nichts machen ohne Schmerzen zu haben und so wurde die 3. LSK
> im Juli 2004 durchgeführt. Dabei hatte sich der Eierstock
> abgeklemmt und war durch die Verwachsungen festgewachsen.
> Danach begann mein Frauenarzt eine Hormonbehandlung duch die
> ich viele Haare verloren habe, was jede Frau belastet und
> weiter verunsichert.
> Ich habe versucht damit zu leben, aber die Schmerzen
> verschlimmerten sich wieder und mein Leben dreht sich nur noch
> darum, wie ich Bewegungen vermeiden kann, die dann weh tun.
> Die Hormonbehandlung zeigte keine Wirkung und im Oktober 2004
> saß ich wieder im Krankenhaus und mußte feststellen, das der
> Arzt mit meiner
> Mutter sprach und fragte, ob es sein könnte das ich nur ein
> Problem mit meinem Studium hätte und daher die Bauchschmerzen
> bekäme..
> Ich glaube viele Frauen kennen dieses Gefühl, das ihnen nicht
> geglaubt wird und es tut so weh..
> Zwei Wochen wurde ich auf den Kopf gestellt, mit Antibiose
> Therapie und am Ende bekam ich Valium mit der Begründung das
> würde sich auch positiv auf den Bauch answirken..
> Nach diesen zwei Wochen wurde dann die 4. LSK gemacht und
> wieder
> fand man starke Verwachsungen und einen eindeutigen und starken
> Endometriosebefall.
> Seid dieser Diagnose versuche ich einen Weg zu finden mit
> dieser Krankheit zu leben.. Die Schmerzen lassen es aber
> einfach nicht zu..
> Ich hatte einen sehr lieben Frauenarzt, aber er sagte mir dann
> er wüßte einfach nciht weiter und so begann die Suche nach
> einem Arzt, das vielleicht noch eine Idee hatte, was ich gegen
> die Schmerzen tun könnte..
> Ich war überall und wieder bekam ich Vailum kombiniert mit
> Novalgin, dann Diclofenac und am Ende Tramal..
> Noch immer denke ich oft an die Worte eines Arztes, der mir
> sagte:
> "..wir können nichts mehr tun..... ....mit den Shcmerzen müssen
> sie leben.."
> Hey ich bin 23 Jahre alt und das soll es gewesen sein?
>
> An Heilig Abend habe ich mich dann an den Computer gesetzt und
> im Internet nach Antworten gesucht und habe auf dieser Seite
> die Adresse einer Arztin gefunden und ihr geschrieben. Am
> nächstenTag bekam ich per Handy eine Antwort und ging zu ihr in
> die Praxis..
>
> Ich bekomme nun Hormone per Spritze und befinde mich im Zustand
> der Wechseljahre... Hitzewallungen und Schlafstörungen sind die
> Folge..
> Leider hat das Hormaon nicht ganz geholfen und so bin ich seid
> Dienstag wieder aus dem Krankenhaus zurück, wo per 5. LSK die
> Herde weggemacht worden sind und die Verwachsungen gelöst
> wurden.
>
> Ich glaube bei der neuen Ärztin bin ich sicher aufgehoben und
> auf dem richtigen Weg...
>
>
> Liebe Grüße Christiane



Re: 23 Jahre jung und ich wußte nicht weiter...
Ursula

Hallo Christiane

Wenn du erst eine Op hattest sprich doch mit deiner Ärztin über eine Anschluß-Heil-Behandlung. Der Op Arzt aus dem Kh muß den Antrag auf eine AHB Stellen. Wenn die Antragsfrist eingehalten wird ,kann die AHB nicht abgelehnt werden.
Im Juni 2004 war ich (nach meiner 10.OP) in Bad Salzuflen in den Kliniken am Burggraben.
Das war wirklich das Beste was mir nach all den Jahren passieren konnte.
Doch ich mußte mir leider die Frage stellen -"warum, meine Liebe, hast du das nicht schon viel früher gemacht?" Vielleicht (oder,ganz bestimmt ) hätte ich mir dadurch einige OP`s ersparen können.
Sie haben ein sehr gutes Endometriosetherapiekonzept und super Personal- von der Chefärztin - dem Therapeut für Aquaarobic - der Empfangsdame bis hin zur Reinigungskraft.
Wenn du möchtest sende ich dir das Therapiekonzept zu.
Ich wünsche dir, das auch du dadurch die Möglichkeit ergreifen kannst ,deine Lebensqualität zu steigern und mit deiner Endometriose besser leben zu können.
Alles Liebe Ursula



Re: 23 Jahre jung und ich wußte nicht weiter...
Anna21

Hallo Christiane,

das ist ja schrecklich,dass du schon so viele Ops machen musstest in deinem Alter und dann auch noch eine Hormontherapie,in der du Haare verloren hast:(.Ich kann dich auf jeden Fall in allen Dingen zu 100% verstehen.Es ist einfach schlimm,wenn man so dermassen eingeschränkt ist und statt Freude am Leben zu haben sich nur quält.Das aller schlimmste ist aber daran,dass man sich so alleingelassen fühlt mit den Schmerzen,weil einem nicht geglaubt wird.Ich verstehe überhaupt nicht,warum die Ärzte an den Schmerzen noch zweifeln,wo es doch inzwischen bekannt sein muss,dass Endometriose furchtbare Schmerzen hervorrufen kann.Ich denke auch,dass junge Mädchen oder Frauen generell weniger ernst genommen werden.Ich wünsch dir viel Glück und das es ab jetzt Berg auf geht.Anna