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Anhaltende Schmerzen nach Bauchspiegelung
Guten Abend,
ich bedanke mich schonmal im Voraus für euere Antworten! Es tut einfach gut zu wissen, dass man nicht alleine ist! Und ich bin froh über jeden Tip bzw. Ratschlag.
So ich fange jetzt einfach mal an…..
Im April 2018 hatte ich meine erste Bauchspiegelung bei der Endometriose Grad 2 diagnostiziert wurde.Es wurden mehrere Herde und eine Zyste entfernt.
Nach der Bauchspiegelung war ich insgesamt 3 Wochen krankgeschrieben. Ich fühlte mich lange total erschöpft jede körperliche Betätigung war sehr anstrengend für mich . Außerdem hatte ich einen anhaltenden ziehenden bis stechenden Schmerz unterhalb des Bauchnabels, der bei körperlicher Belastung schlimmer wurde. Ich nahm regelmäßig Schmerztabletten ein. Auf anraten meiner FÄ ging ich nochmal in das Krankenhaus in dem ich operiert wurde. Dort bin ich an eine sehr “kompetente Ärztin” geraten. Ich hatte das Gefühl sie nimmt mich gar nicht ernst. Es wurde kein Blutdruck gemessen, kein Urintest oder Bluttest gemacht. Nur ein halbherziger Ultraschall. Den hat sie auch nur gemacht, weil ich hartnäckig geblieben bin. Nach der Untersuchung hat Sie nur gemeint, dass es nicht mehr von der Bauchspiegelung kommen kann und sie auch nichts sieht. Ich soll doch einfach die Dosis der Schmerzmittel erhöhen. Ich war so perplex das ich ohne Worte aus dem Untersuchungszimmer gegangen bin. Die Ärztin gab mir das Gefühl, dass sie der Meinung ist , dass ich mir die Schmerzen nur einbilde und zu der Sorte “Jammerlappen” gehöre. Ich finde es ziemlich schade, dass man sich als Patient so abspeisen lassen muss. Und mit seinen Schmerzen und Ängsten alleine gelassen wird. Nach diesem Termin bin ich, dann wieder arbeiten gegangen, da ich gedacht habe es wird irgendwann schon wieder besser. Schmerztabletten musste ich noch einige Zeit weiter nehmen. Das Ziehen ist leider nie ganz weggegangen. Aber immerhin war es ohne Tabletten zu ertragen.
Nach der Bauchspiegelung hat meine Frauenärztin eine Hormontherapie (Pille) vorgeschlagen. Aber das kennt Ihr sicherlich…. Innerhalb eines halben Jahres probierte ich 3 Pillen.Bei den ersten zwei bekam ich immer wieder Zwischenblutungen. Bei der 3. Pille hat es dann so einigermaßen funktioniert.
Im Oktober 2018 bekam ich plötzlich starke Rückenschmerzen begleitet von Unterleibsschmerzen. Seit diesem Zeitpunkt fing für mich ein Ärztemarathon an. Ich zähle jetzt nicht alle Ärzte auf bei denen ich war, sonst werde ich gar nicht mehr fertig mich schreiben ;). Kein Arzt hat irgendwas gefunden. Man ist ja froh, wenn man die Nachricht bekommt “Wir konnten nichts feststellen. Sie sind auch unserer Sicht gesund”. Allerdings fühlt man sich auch hilflos, da man ja Schmerzen hat. Ich musste auch immer wieder zu meiner FÄ, da die Schmerzen wieder unerträglich wurden und ich meinen Alttag nur noch mit Schmerztabletten bewältigen konnte. Meine FÄ hat mich dann in eine spezial Klinik überwiesen. Der Arzt der mich dort untersucht hat war sehr nett. Er ordnete eine erneute Bauchspiegelung an, da er vermutete dass es wieder Ende sein könnte.
Am 05.04.2019 hatte ich dann meine 2. Bauchspiegelung bei der tatsächlich wieder Endo entfernt wurde. Seither bin ich leider krankgeschrieben. Ich arbeite in einer Großküche. In meinem Job muss ich körperlich fit bzw. belastbar sein. Ich mag meinen Job und gehe echt gerne arbeiten. Viele denken jetzt sicher ich bin eine Memme. Aber ich muss euch sagen schon nach dem Aufwachen hatte ich viel stärkere Schmerzen als beim 1. Mal. Ich lag auch diesmal 3 Tage im Krankenhaus, da es mir wirklich sehr schlecht ging. Die hätten mich auch noch länger behalten aber ich wollte nachhause.
In den ersten 4 Wochen konnte ich fast nichts tuen. Ich hatte Schmerzen und mein Körper fühlte sich an als ob ich keine Energie hätte ich fühlte mich total erschöpft. Nach kurzer Belastung war ich fix und fertig. Ich hatte sogar Mühe duschen zu gehen. Habe versucht jeden Tag einige Schritte zu gehen um mein Kreislauf bisschen in Schuss zu bringen und meinen Körper zu fordern. In dieser Zeit lag ich allerdings viel rum, da ich im sitzen Schmerzen hatte bzw. bis heute noch habe. Es fängt an zu stechen und fühlt sich an als ob irgendwas eingeklemmt wird (im linken Unterbauch). Ich bin bis heute nicht selbst Auto gefahren. Gott sei Danke habe ich viele wundervolle Menschen um mich, die mich durch die Gegend fahren. Bei längeren Strecken muss ich den Sitz zurück machen und liege so halber im Auto.
Ich muss sagen, die Schmerzen nach der BS sind anderst als zuvor. Meist habe ich die Schmerzen im linken Unterbauch oder unterhalb des Bauchnabels( hatte nach der Bs 2 große Hämatome). Die schmerzen sind unterschiedlich von ziehend zu stechen oder krampfartig. Wenn ich Krämpfe habe merke ich, wie sich meine gesamte Körpermuskulatur zusammen krampft. Meist werden die Schmerzen schlimmer, wenn ich mich körperlich betätige, so dass ich pausieren muss. Daher ist es mir momentan unmöglich arbeiten zu gehen, da mein Arbeitgeber möchte, dass ich voll einsatzfähig bin. Die Schmerzen treten aber auch im Ruhezustand auf. An manchen Tagen sind sie ganz erträglich, so dass ich denke es wird besser. Und dann am nächsten Tag lieg ich wieder da und habe Schmerzen und es geht nichts. Ich versuche meinen Körper jeden Tag zu fordern sofern es geht. Schmerztabletten muss ich leider noch regelmäßig nehmen.
Meine Ärztin und auch die operierenden Ärzte können sich meine Situation nicht erklären. Sie sind sich nur einig, dass die Situation inakzeptabel ist. Aber mehr wie Schmerzmittel haben die momentan auch nicht parat als Lösung. Sie raten mit zu einer Schmerztherapie. Aber vor September bekomme ich bei mir in der Gegend keinen Termin. Meine FÄ hat bei der letzten Untersuchung noch Schleimhaut in meiner Gebärmutter gesehen. Was eigentlich nicht sein dürfte, da ich seit der Spiegelung Visanne nehme. Ich hatte seit der Bauchspiegelung schon 3 mal wieder Zwischenblutungen trotz Pille. Bei der letzten Blutung waren sogar wieder Stückchen mit dabei. Mir kommt das alles komisch vor.
Ich bin kurz vorm verzweifeln. Wenn ich gewusst hätte was mich erwartet hätte ich die 2. Bauchspiegelung nie machen lassen. Ich habe jetzt stärkere Schmerzen als zuvor.
Hat jemand von euch so ähnliche Erfahrungen gemacht? Muss ich mit den Schmerzen leben? Habt ihr eine Idee was ich machen kann?
Hi Meike, danke für deine…
Hi Meike,
danke für deine Antwort.
Auf die Idee eine Reha zu machen bin ich noch gar nicht gekommen. Hast du selbst schon eine Reha gemacht?
Allerdings würde, dass ja bedeuten, dass ich noch länger bei meiner Arbeit ausfallen würde. Ich habe eh Angst, dass mein langes Fehlen irgendwelche Folgen hat. Für eine Reha brauche ich ja auch die Einverständnis von meinem Arbeitgeber oder? Und ich glaube er wäre nicht sehr begeistert.
Aus Angst um meinen Arbeitsplatz und aus Frustration habe ich mir eigentlich vorgenommen, dass ich wieder arbeiten gehen werde. Klar ich habe in meinem Beitrag geschrieben, dass ich mich absolut nicht in der Lage fühle arbeiten zu gehen. An der Situation hat sich auch nicht wirklich was geändert aber die Ärzte raten mir ja Schmerzmittel zu nehmen und haben keine andere Lösung parat. Aus diesem Grund sehen ich in naher Zukunft auch keine Besserung meines Zustandes. Und mit genug Schmerzmittel werde ich die Tage irgendwie überstehen.
Liebe Grüße
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Ganz so kompliziert ist es…
Ganz so kompliziert ist es nicht. Dein Arbeitgeber hat bei der Reha nicht mitzureden, er wird nur informiert und muss damit klarkommen. Das ist ja kein Urlaub, sondern eine notwendige medizinische Maßnahme. Es spricht aber nichts dagegen, dass du, sofern das gesundheitlich möglich ist, bis zum Beginn der Reha arbeiten gehst. Die Reha dauert drei Wochen und kann um maximal zwei Wochen verlängert werden. Das ist also überschaubar. Dein Arbeitgeber zahlt dir in der Zeit nichts, sondern du erhältst ein Übergangsgeld von der Rentenversicherung.
Ich habe auch eine Reha gemacht und das war das beste, was mir in der Situation passieren konnte. Natürlich war danach nicht alles gut, aber es war viel Druck raus und ich wusste, was ich als nächstes tue.
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Das freut mich für dich,…
Das freut mich für dich, dass es dir geholfen hat. Wie lange warst du insgesamt auf Reha?
Mein Arbeitgeber war schon nicht begeistert, dass ich wegen der Bauchspiegelung ausfalle. Daher habe ich Bedenken, wenn ich in Reha gehen möchte. Kann er mir es verbieten
bzw. Kann ich aufgrund dessen gekündigt werden?
Habe ehrlich gesagt Angst um meinen Job. Ich möchte ihn um gar keinen Fall verlieren.Und Meine Arbeitskollegen sind alle nett wir haben ein gutes Verhältnis aber mein langes Fehlen wird bei dem einen oder Anderen auch Unmut auslösen. Was ich ihnen nicht verübeln kann, weil Sie meine Arbeit mit übernehmen müssen.
Ich weiß es geht um meine Gesundheit. Aber ich habe immer das Gefühl, das ich meine Pflichten deshalb nicht vernachlässigen kann. Ich bin jetzt schon längere Zeit krankgeschrieben. Habe deshalb auch so ein schlechtes Gewissen gegenüber meinem Arbeitgeber. Und auch gegenüber all den Leuten für die ich in der Zeit nicht da sein kann.
War das bei dir auch so, dass die Krankheit/Schmerzen dich vor der Reha in all deinem Tun eingeschränkt hat?
Ich wünsche mir nur, dass nicht mehr die Schmerzen mich unter Kontrolle haben sondern ich die Schmerzen unter Kontrolle habe.
Ist es bei dir nach der Reha so gut gewesen, dass du wieder deinen Alltag uneingeschränkt planen konntest?
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Deine Sorgen sind ganz…
Deine Sorgen sind ganz normal. Das ist ja bei jedem so, der einem Beruf nachgeht. Dein Arbeitgeber kann dich nicht einfach wegen Krankheit kündigen und auch nicht wegen einer Reha. Verbieten kann er sie ebenfalls nicht. Dass das ungelegen kommt, klar ist das nachvollziehbar, aber es ist immer ungelegen. Auch für dich, du hast dir das ja auch nicht ausgesucht. Wenn ein Arbeitgeber kriminelle Energie hat, dann findet er sicher Wege, einen loszuwerden. Dann eben nach der Krankenzeit. Aber die meisten Chefs sind ja auch Menschen und Reden und Erklären hilft oft. Es ist letztlich auch deinem Arbeitgeber nicht damit geholfen, wenn du auf dem Zahnfleisch kriechst.
Ich war vier Wochen in Reha. Mein AG war auch nicht super begeistert. Hatte ja relativ kurz vorher schon drei OPs gehabt. Aber er hat eben auch gesehen: “Oh, das ist ja viel schlimmer als ich gedacht hätte.” Eine ernste Erkrankung. Das hatte ich so nicht vermittelt, denn ich dachte ja auch vor jeder OP, es wäre dann bestimmt gut.
Ich habe auf Arbeit Fehler gemacht, die Kollegen reparieren helfen mussten. Das hat mir gezeigt, dass ich denen echt keinen Gefallen tue, wenn ich mich mit starken Schmerzen da hinschleppe.
Nach der Reha habe ich, mal wieder, den Gyn gewechselt und einen wirklich guten gefunden. Außerdem habe ich einen Schwerbehindertenausweis beantragt und auch bekommen. Und ich habe eine Psychotherapie begonnen (nicht wegen der Endo, aber die war der Auslöser für einen totalen Absturz, der früher oder später kommen musste).
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Ohje, deine Geschichte hört…
Ohje, deine Geschichte hört sich recht krass an. Ich wünsche dir von Herzen nur das Beste für die Zukunft. Und DANKE, dass du deine Erfahrungen mit mir teilst.
Ich habe eigentlich ein gutes Verhältnis zu meinem Chef. Ich habe auch im Vorfeld mit ihm über die Krankheit gesprochen. Er war auch echt betroffen. Aber es ist halt auch schwierig jemandem zu erklären, was für Ausmaße die Krankheit haben kann. Weil Sie ist ja nicht bei jedem gleich. Ich habe auch voller Hoffnung zu ihm gemeint, dass nach der BS alles wieder gut sein wird. Daher wird er sich sicherlich wunder, wenn ich ihm von einer Reha erzähle. Was man ihm ja auch nicht verübeln kann. Für einen Arbeitgeber ist ein Ausfall halt immer blöd.Ich denke halt, dass auf der einen Seite das menschliche steht aber er auch wirtschaftlich denken muss. Und er auch Druck von seinem Chef bekommen wird.Daher habe ich Angst um meinen Job. Wobei ich eigentlich sagen muss, dass ich in einem super Unternehmen angestellt bin. Man macht sich halt trotzdem Gedanken.=(
Wenn ich wieder arbeiten bin steht eh noch ein Gespräch an. Ich weiß nur nicht was ich denen erzählen soll!? Weil ich glaub ein AG hört nicht gerne, dass die Krankheit chronisch ist und Sie immer wieder zu Ausfällen führen kann. Aber ich kann ihnen ja auch nicht erzählen, dass alles super ist. Und was erzähle ich ihnen zu dem Verlauf bzw. warum ich so lange au bin oder warum es nicht heilt?
Hattest du auch schon so ein Gespräch? Was hast du gegenüber deinem AG offengelegt?
Entschuldige bitte die vielen Fragen aber mein Kopf ist grad total voll. Danke auch für deine Antworten
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Ich war zu dem Zeitpunkt…
Ich war zu dem Zeitpunkt schon über 10 Jahre in der Firma und so gut wie nie krank gewesen. Mein direkter Vorgesetzter hatte in der Zeit mehrfach gewechselt, aber ich kannte meinen Chef auch schon lange. Am Anfang war ich zögerlich, über die Diagnose zu sprechen. Aber es ging ja immer weiter und anstelle einer Kündigung (auch ich hatte Angst) bekam ich Blumen geschickt. Mein direkter Chef wurde dann von mir eingeweiht und auch eine Kollegin, die ich schon so lange kenne wie ich dort arbeite (die ist aber in einem anderen Bereich). Ich bekam nie ein einziges böses Wort zu hören und meine Tätigkeit wurde auf meine Einschränkungen angepasst. Ich reise z.B. nicht mehr zu Kunden. Als ich zum Gespräch gebeten wurde, hatte ich weiche Knie, echt. Aber es kam bloß die Frage: “Wie können wir dich unterstützen, damit du weiter für uns arbeiten kannst?” Andere Kollegen haben spezielle Stühle oder einen Stehtisch, weil rückenkrank usw. Vielleicht überlegst du dir vor dem Gespräch, was dir helfen könnte. Du hast sogar einen Anspruch darauf, dass da Hilfsmittel angeschafft werden, wenn du das brauchst. Das Gespräch muss also gar nichts schlimmes bedeuten. Es muss eben so gut es geht geschaut werden, wie es weitergeht.
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Ich bin grad echt beruhigt…
Ich bin grad echt beruhigt. Dachte es geht nur mir so, dass ich mich total verrückt mache wegen meiner Arbeitsstelle. Meine Freundinnen sagen meistens ich soll mich deshalb nicht so stressen. Ist leider leichter gesagt als getan. Ich meine sie meinen es ja echt nur gut.
Aber da keine Besserung in Sicht ist bzw. man nicht weiß ob man je wieder schmerzfrei sein wird ist es halt echt beängstigend. Ich mache mir derzeit extrem viel Gedanken über meine Zukunft (in jeglicher Hinsicht). Aber ich versuche positiv zu bleiben.
Ich sehe, dass Gespräch auch nicht als was negatives. Ich weiß, dass es bei uns in der Firma nach längerer Krankheit normal ist.
Habe mir auch schon Gedanken gemacht was ich denen sagen werde. Ich habe wie schon gesagt ein gutes Verhältnis zu meinem Chef. Ich finde halt es ist eigentlich ein ziemlich intimes Thema, deshalb tue ich mich auch etwas schwer darüber zu reden. Ich habe meinem Chef zwar schon was über die Krankheit erzählt. Aber jetzt muss ich ihm ja so ziemlich genau den Verlauf bei mir erzählen oder? Ich habe halt auch Angst, dass ich einfach nur belächelt werde. Ich denke auch, dass einige denken könnten das es psychisch bedingt ist. Das macht mich irgendwie unsicher und traurig.
Warst du ehrlich zu denen als Sie gefragt haben ob du aufgrund der Krankheit noch öfter ausfallen wirst? Hast du ihnen erzählt, dass es dir nach wie vor schlecht geht und du weiterhin nur mit Hilfe von Schmerzmittel arbeiten kannst? Und das die Ärzte auch nicht mehr weiter wissen. Und was soll ich sagen, wenn sie fragen warum ich solange zuhause war. Weil nach einer BS ist man ja gewöhnlich recht schnell wieder auf den Beinen.
Hilft dir die Psychotherapie? Entschuldige, wenn ich dir zu direkt bin . Weil ich muss sagen, die ganze Situation ist schon ein bisschen belastend. Ich könnte mir vorstellen, dass die Therapie einem festigt und auch die Angst nimmt bzw. man lernt damit um zu gehen.
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Ich arbeite im Moment nicht…
Ich arbeite im Moment nicht. Und der Grund dafür sind tatsächlich psychische Probleme, wenn auch genug körperliche da sind. Nach den OPs wg. der Endo folgten noch mehrere weitere schwere OPs wg. anderer Erkrankungen. Ich weiß ja nicht, was du arbeitest, aber bei uns sind psychische Probleme ein häufiger Grund für lange Ausfälle. Das wird mitnichten belächelt. Es ist ein großes Problem, denn es betrifft auch Leute, die nicht leicht zu ersetzen sind und die oft dauerhaft nicht mehr in ihre alte Position zurückkehren können. Ein Kollege hat sich sogar das Leben genommen. Es wurde von der Geschäftsführung ein Psychologe benannt, der uns zur Verfügung steht, wenn wir Bedarf haben. Mit dem habe ich aber nie Kontakt gehabt.
Von einigen, teils ehemaligen, Kollegen kenne ich einen Teil ihrer Krankengeschichte, weil sie durch meine Offenheit ermutigt waren, sich ebenfalls mitzuteilen. Da habe ich oftmals nicht schlecht gestaunt. Ich kann also nur empfehlen, nicht allein zu bleiben mit so einer Erkrankung. Es gibt so viele, die auch allein sind und jede Gelegenheit dankbar wahrnehmen, sich gegenüber jemandem, der das versteht, zu outen.
Was deinen Chef betrifft: du musst ihm gar nichts über den Verlauf erzählen. Aber wenn er ein netter ist, der dein Vertrauen verdient, dann wird er es dir danken und konstruktiv damit umgehen. Da würde ich während des Gesprächs ganz nach meinem Gefühl gehen.
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PS: Bauchspiegelung sagt nur…
PS: Bauchspiegelung sagt nur etwas über den Zugangsweg zum OP-Gebiet und überhaupt nichts über die schwere der OP. Mir wurde durch eine Bauchspiegelung der halbe Dickdarm entfernt. Und gerade bei Endo ist der Aufwand einer OP extrem unterschiedlich. Man kann also gar nicht allgemein sagen, wie lange die Genesung dauert.
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Ich finde es bewundernswert,…
Ich finde es bewundernswert, wie offen du mit deiner Geschichte umgehst.
Ich glaube ich werde es auch mit Offenheit probieren. Es ist ja immer noch meine Entscheidung wem ich was erzähle. So verhindere ich auch wilde Spekulationen. Und ich denke meine Kollegen werden es mir auch anrechnen, wenn ich ehrlich zu ihnen bin. Vielleicht verstehen Sie, dann auch warum ich solange ausgefallen bin.Ich bin eine Person, die es möglichst jedem recht machen möchte. Daher habe ich auch echt Angst davor, dass jemand etwas blödes sagen oder denken könnte. So etwas zieht mich immer runter, weil ich das Gefühl habe etwas falsch gemacht zu haben.
Ok, so habe ich das noch nie gesehen wegen der Bauchspiegelung. Hmm, es wurden ja wirklich wieder ein paar Sachen raus geschnippelt bei mit . Ich finde eh, dass ein Bauchspiegelung immer verharmlost wird. Es ist immerhin ein Eingriff, der auch Risiken mit sich bringt.
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Hallo, ich weiß das mein…
Hallo, ich weiß das mein Kommentar ziemlich spät kommt, aber mir kommt das alles bei dir sehr bekannt vor.
Bin vor einem halben Jahr auch mit einer Bauchspiegelung operiert worden und habe seit dem sehr starke, stechende Schmerzen.
Habe auch einen Ärtztemarathon hinter mir, aber letzte Woche habe ich den richtigen Arzt gefunden. Ich war bei einem Schmerztherapeuten und er hat herausgefunden, dass bei meiner BS Nerven verletzt wurden.
Vielleicht geht es dir ja auch so!
Liebe Grüße
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Hallo Sina, ich freue mich…
Hallo Sina,
ich freue mich über deine Nachricht.
Leider bin ich noch nicht viel weiter, wie vor einem Jahr. Die Schmerzen sind noch vorhanden. Schmerzmittel helfen nur bedingt.
Auch bei mir wurde eine Nervenschädigung festgestellt. Ich bin ebenfalls in einem Schmerzzentrum in Behandlung. Mir wurde Pregabalin verschrieben. Leider hilft das nur bedingt. Evtl. muss der Nerv vereist werden. Wie wirst du behandelt?
Hast du auch noch so Unterleibschmerzen. Ich meine do typische Endo Schmerzen.
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Hallo Mila, habe dein Beitrag jetzt erst gefunden
Mir geht es ähnlich wie dir nach der BS. Es sind bei mir jetzt 5 Wochen her und ich habe immer noch Schmerzen und Beschwerden. Bei mir wurde Endometriose am Blasendach entfernt und starke verwachsungen, die von meiner alten Blinddarmnarbe kamen. Darm und Eileiter waren fest. Ich habe auch Schmerzen beim Sitzen und längerem gehen und stehen. Aber selbst im Ruhestand aber da ist es erträglich. Ich bin genauso verzweifelt. Die Ärzte wissen nicht warum. Es wird nichts getan. Man fühlt sich so allein mit seinen Schmerzen und Ängsten. Es gibt Tage da denkt man jetzt geht es langsam Berg auf und zack, am nächsten Tag geht quasi gar nichts. Würdest du oder ihr mir empfehlen einen Schmerztheraput aufzusuchen? Habe in 2 Wochen nochmal einen Termin im Kh. Aber da wird auch nur blöd gequatscht und nix passiert, so wie seit Wochen.
Liebe Grüße und alles Gute
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Meike
Du könntest eine Reha …
Du könntest eine Reha (speziell für Endo) beantragen. Sie würde dir Zeit und Ruhe zur Genesung geben, unterstützt mit Physio usw., und ganz viele Infos und Austausch mit anderen Betroffenen. Krankgeschrieben bist du ja jetzt sowieso. Und vielleicht bringt es im schlechtesten Fall wenigstens Erholung für den Kopf und Entlastung für die Seele.