Atemnot unter Visanne

Hallo, vielleicht könnt ihr mir zum Thema Nebenwirkungen unter Visanne, speziell Atemnot, bzw. Kurzatmigkeit weiterhelfen.

Ich nehme die Visanne jetzt schon zum zweiten Mal. Das erste Mal liegt 1,5 Jahre zurück, nachdem bei mir Endometriose festgestellt und die Herde entfernt wurden. Anfangs ging es mir richtig gut. Keine Schmerzen, keine Blutung, ich habe an Gewicht verloren, alles super. Bis sich nach einem viertel Jahr Einnahme diese Kurzatmigkeit einstellte. Da diese nicht besser wurde und ich hätte denken können, dass man mir einen großen Backstein auf die Brust gelegt hätte, empfahl mir meine Gynäkologin, die Visanne sofort abzusetzen und mit der Maxim im Dauerzyklus zu beginnen. Gesagt, getan. Es hat keine 3 Tage gedauert, war die Sache mit der Atemnot vergessen-Gott sei Dank!!Endlich ging es bergauf-dachte ich. Die Maxim hat mich bis letztes Jahr im Oktober ziemlich auf Trab gehalten. Ständig Zwischenblutungen, Schmerzen ohne Ende, Gereiztheit, sexuelle Unlust usw. Also Rat von der Gynäkologin, Maxim absetzen und ein letztes Mal die Visanne ausprobieren. Nun, wie oben bereits geschrieben, geht das gleiche von vorne los. Dazu kommt, dass ich seit knapp 3 Wochen mit einer Nierenbeckenentzündung zu kämpfen habe und auch Antibiotika einnehmen musste. Seit Sonntagabend bekomme ich wieder keine Luft. Gerade eben komme ich von meinem Hausarzt, der auch eben noch mal ein EKG zur Absicherung geschrieben hat und er rät mir, wie auch meine Gynäkologin, die Visanne sofort abzusetzen. Jetzt soll ich ohne Hormongabe versuchen klarzukommen. Was haltet ihr davon? Kenn ihr sowas oder gibt es jemanden, der auch ohne Hormongabe gut mit Endo zurecht kommt? Ich bin wirklich verzweifelt und weiß mir langsam keinen Rat mehr.

Kurzatmigkeit

Hallo beli,

ich kam bisher auch nicht mit Visanne zurecht.Ich habe in einem zeitraum von 8 Jahren mehrere Anläufe mit Visanne gehabt aber länger als 6 Monate ging es nie, manchmal auch nur 3 aber in der Verzweiflung versuchte ich es immer wieder aber für mich persönlich kann ich sagen, dass ich schon so viele Hormonpräparate durchhabe bzw. Wirkstoffe, dass ich davona usgehen muss, dass mein Körper wohl einfach zu sensibel darauf reagiert und es nicht verträgt.

Die Schwelle ab der man sagt "ich vertrage es nicht" ist ja höchst individuell. Ich habe unter Visanne unter Kurzatmigkeit gelitten, das heißt ich war ungewöhnlich schnell aus der Puste. Dafür waren meine Beine immerzu schwer und mir war schwindlig aber mein  GRund des Absetzens waren Dauerblutungen über mehrere Monate in deutlicher Stärke. 

Mit Maxim hast du ja ebenfalls Dienogest zu dir genommen nur in Kombination mit Östrogen.

Eventuell fragst du nach einer ganz anderen Pille also  mit anderem Wirkstoff? Auch wenn Dienogest wohl als Wirkstoff der glaube ich am meisten untersuchte Wirkstoff in Bezug auf die Endometriose ist. Die Krankheit zeigt so unterschiedliche Symptome, wir sind alle unterschiedlich. Es kann unmöglich sein, dass ein Präparat für alle passt, so denke ich. Und wenn die Nebenwirkungen die Wirkungen überwiegen macht es keinen Sinn, denn an Lebensqualität ist dann nichts gewonnen.

 

Die Visanne habe ich nun seit längerem abgesetzt, die Symptome die ich unter Visanne hatte sind vollständig verschwunden.

Derzeit  nehme ich Utrogest 14 Tage prämenstruell. Das tue ich jetzt seit 3 Zyklen. Schmerzen habe ich weniger, dennoch gibt es immer noch andere Probleme mit dem Darm, allgemeinem Krankheitsgefühl und weiterhin auch starke Blutungen. Aber und das ist schon eine Verbesserung für mich: Immerhin komme ich jetzt aber auf einen fast 28 Tage Zyklus, was mir schon enorm hilft und auch die Blutungsdauer hat sich von 10 Tagen auf 7 Tage verringert. Aber ob es so bleibt, steht in den Sternen..

Denke eine allgemeine Empfehlung kann dir niemand geben. Sprich mit deiner Ärztin, ob evtl. etwas anderes in Frage kommt. 

 

Alles Gute!

LG

Liliana

 

 

Vielen Dank für deine Atwort…

Vielen Dank für deine Atwort, Liliana. Ich werde wohl noch mal das Gespräch mit meiner Gynäkologin suchen und noch mal einen Termin im Endozentrum Erlangen vereinbaren. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es gut ist, wenn ich gar nichts mehr einnehme. Die starken Schmerzen und die Blutungen werden wieder auftreten und mit Sicherheit noch schlimmer sein. Aber das nehme ich dann wohl lieber in Kauf, als mich ständig mit irgendwelchen Nebenwirkungen, die mich im Alltag nur doppelt belasten, rumzuärgern.

Dir auch alles Gute, Beli

Es wäre am Besten , wenn du…

Es wäre am Besten , wenn du einen Endokrinologen aufsucht. Bei mir kam die Atemnot zwar durch die Dinovel aber meisten kommts zu Wassereinlagerungen durch diese Hormone. Mit der Zeit kann das richtig übel werden. Hilfe gibt's dann weder im Endometriosezentrum noch beim Frauenarzt. Dafür aber umso mehr beim Endokrinologen.