Endo, Erschöpfung und Beruf

Hallo,

Ich bin neu hier im Forum und bin momentan ziemlich verzweifelt...  Bei mir wurde 2014 eine über den gesamten Bauchraum verstreute Endometriose festgestellt, die damals teilweise operativ entfernt wurde.

Zur Zeit mache ich mein Referendariat. Es macht mir großen Spaß und ich habe nur noch ein halbes Jahr vor mir. Seit der Endo habe ich immer mit starker Erschöpfung zu kämpfen gehabt, aber habe es bis jetzt trotzdem gut gemeistert... in der Regel dadurch, dass ich einfach akzeptiert habe, dass ich körperlich Grenzen habe und Dinge daher nicht immer perfekt sein können (für eine eigentliche Perfektionistin nicht ganz leicht ;) ). Seit Dezember sind aber plötzlich alle möglichen Symptome explodiert! Ich habe unter anderem wahnsinnige Rückenschmerzen, die in die Beine ausstrahlen, starke Konzentrationsschwierigkeiten, Bauchschmerzen (besonders im Unterleib). Am meisten zu schaffen macht mir allerdings die Erschöpfung, die sich sehr verstärkt hat... ein Spaziergang oder ein Einkauf und ich habe Schmerzen am ganzen Körper und fühle mich als hätte ich plötzlich eine starke Grippe mit hohem Fieber (neuerdings auch oft mit Halsschmerzen). Gehe ich über diese spürbare Grenze hinaus, haut es mich in der Regel am nächsten Tag um. 

Ich bin nun schon seit über einem Monat krankgeschrieben, aber es wird einfach nicht besser, eher im Gegenteil... mein Referendariat muss ich wohl verlängern. Das ist an sich nicht schlimm, ändern kann ich es nunmal momentan nicht; ich weiß nur gerade nicht, was ich machen soll, wenn sich nichts ändert, wonach es ja nicht unbedingt aussieht... 

Ob ich wirklich Vollzeit-Lehrerin werden kann, habe ich schon davor bezweifelt, dafür reicht es wohl körperlich eher nicht... aber im Moment weiß ich noch nicht einmal, ob ich das Referendariat (auch in Verlängerung) noch schaffe bzw wie es danach dann weitergehen soll/kann😕

Wie bekommt ihr die Endo, Erschöpfung und Beruf unter einen Hut?

 

Hallo,

Hm ich persönlich würde das wahrscheinlich erst mal nicht wahr haben wollen.. 

2014 wurdest du unvollständig operiert, war das in einem Endozentrum? Wenn du so starke Schmerzen hast, wo bist du in Behandlung, erneute Op keine Möglichkeit? Schmerztherapie? Nimmst du Hormone? Oft kann man sich erst mit etwas abfinden, wenn alle anderen Möglichkeiten erschöpft sind. Seit meiner gründlichen Op 2016 bin ich mit Hormonen quasi beschwerdefrei. 

Lass dich nicht von der sch.. Krankheit unterkriegen! Alles gute!  

Bleib hartnäckig

Hallo,

es tut mir leid, dass es dir so schlecht, alleine bist du damit nicht. Mir geht es seit Februar 2019 ähnlich. Hattest du eine Erkältung oder Grippe, bevor das anfing? Dieses hier :

 

"Am meisten zu schaffen macht mir allerdings die Erschöpfung, die sich sehr verstärkt hat... ein Spaziergang oder ein Einkauf und ich habe Schmerzen am ganzen Körper und fühle mich als hätte ich plötzlich eine starke Grippe mit hohem Fieber (neuerdings auch oft mit Halsschmerzen). Gehe ich über diese spürbare Grenze hinaus, haut es mich in der Regel am nächsten Tag um... "

 

spricht für Post-Exertional Malaise (PEM), das Hauptsymptom eines Chronic Fatigue Syndroms (CFS/ME), was aber erst nach mehr als sechs Monaten, dem Ausschluss sämtlicher anderer Erkrankungen, also wenn man gar keine andere Diagnose mehr stellen kann, in Frage kommt. CFS kommt häufiger bei Endometriose vor. Hierzulande wird das fast gar nicht diagnostiziert, weil unsere Ärzte meinen, diese Erkrankung wäre Einbildung. In englischsprachigen Foren findest du häufiger Frauen mit beiden Erkrankungen, weil die Ärzte dort nicht meinen, schlauer als die WHO zu sein.

Lass dich zuerst ans Endozentrum überweisen und genau untersuchen. Findet sich nichts schaust du weiter (z.B. nach Mangelerscheinungen, Lebensmittelunverträglichkeiten/Allergien, Schilddrüse, rheumatische Erkrankungen etc.). Bereite dich gut vor, schreib die Symptome auf und vermeide es, CFS zu erwähnen. Lass dich nicht abwimmeln oder in die Psycho-Ecke abschieben (wenn du dich nicht so fühlst). Achte sehr gut auf deinen Körper, mach Ruhepausen und nicht zu viel auf einmal, ohne aber zu wenig zu machen.

 

Viel Glück und gute Besserung

Jasne

 

Welche Behandlung?

Hallo Molly,

wie wirst Du im Augenblick denn behandelt? 

Gruß Anima