Entfernung Gebärmutter

Hallo zusammen,

ich leide unter Endometriose Grad 4. Ich habe bisher alles versucht, um schmerzfrei zu werden und wurde sogar 3 Mal operiert. Jetzt werd ich wohl um eine Entfernung der Gebärmutter nicht drumherum kommen. Jetzt gibt es das große Problem, dass die Gebärmutter so stark mit dem Darm verwachsen ist, dass mir hier ein Stück entfernt werden muss. Dummerweise verläuft dort ein Nervennetzt. Wenn dieses verletzt wird, ist es mir in Zukunft nicht mehr möglich, zu spüren, wenn ich auf die Toilette muss. Kein Arzt kann mir prozentual sagen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist. Ich laufe quasi blind in das Geschehen.

Nun meine Frage, hat hier jemand eine ähnliche Diagnose und vielleicht schon Erfahrungen mit so einer schwerwiegenden OP gemacht?

Offen bin ich auch für einen Rat, für ein gutes Endometriosezentrum in und um Köln.

Vielen Dank schon mal im Voraus.

Hi Kerstin_775...

Eine Gebärmutterentfernung bringt aber leider meistens nichts, ich habe auch Endo Grad 4 und meine Gebärmutter ist weg, hauptsächlich wegen Adenomyose, hab gedacht das es auch etwas wegen der Endo bringt.

Trotzdem hatte ich wieder überall Endoherde (Blase, Harnleiter usw.) und musste mich nach Gebärmutterentfernung 2015, wieder wegen Endo 2019 operieren lassen.

War ein Versuch wert aber hat auf Dauer nichts gebracht (ich dachte es bringt was, weil bei meiner Mama und Tante hat es geholfen), ich bin leider ein Härtefall.

Meine Eierstöcke hab ich noch, hätte ich auch am liebsten 2019 bei meiner vierten OP mit raus nehmen lassen aber der Doc hat da nicht mit gespielt.

Hast du mal über Hormone wie Visanne oder Zafrilla nach gedacht, nehme ich auch ein, denn sonst wäre ich nicht lebensfähig...leider.

 

Liebe Mimi, ich danke Dir…

Liebe Mimi, ich danke Dir für Deine Antwort und dass Du Deine Erfahrung mit mir geteilt hast.

Die Visanne und Zarfrilla (nehme ich aktuell seit 3 Monaten) scheinen mir leider auch nicht zu helfen, weil ich nach wie vor jeden Tag Schmerzen habe. Sowohl im Bauch und seit einem 3/4 Jahr auch stark im Rücken.

Ich habe auch schon gehört, dass eine Entnahme der Gebärmutter leider nicht immer zum Erfolg führt. Da ich schon 45 bin, werde ich die Entnahme der Eierstöcke auch ansprechen.

Ich suche derzeit noch nach einem guten Operateur, gerade wegen der Verwachsung am Darm und der Gefahr, welche besteht, das Nervenzentrum zu verletzen.

 

...du musst mehr Geduld haben...

...mit Zafrilla, die haben bei mir auch erst nach ca. 5 Monaten gewirkt was die unerträglichen Schmerzen betrifft.

Aber ich habe leider zusätzlich eine chronische Lendenwirbelentzündung durch die Endo und muss auch ab und an Morphium zusätzlich einnehmen.

Ich werde bald 46 Jahre alt und letztes Jahr habe ich auch nach einer Eierstockentfernung gefragt und der Arzt sagte das es evtl. gar nichts bringen würde, da ich leider Blasen- und Harnleiterendo hatte und zusätzlich eine Darmendo, die inoperabel ist (da zu nah am Schließmuskel).

Es ist leider alles Mist, denn es bedeutet man muss sich leer räumen lassen, um auszutesten :-(

Hinzu kommt bei mir auch das ist seit Zafrilla wieder 2 Eierstockzysten habe und mich, wenn die Dinger größer werden, leider zum 5. Mal operieren lassen muss.

Ich hoffe du findest einen guten Operateur und das alles was bewirkt und deine Schmerzen und Probleme verschwinden !

 

Hallo Mimi, das klingt nach…

Hallo Mimi,

das klingt nach ähnlichen Problemen wie bei mir. Ich habe die Verwachsungen auch so nah am Schließmuskel, dass es sehr riskant ist, mir die Gebärmutter rauszunehmen, weil die Gefahr einer Inkontinenz (Darm/Blase) besteht. Und ein künstlicher Darmausgang wird wohl für mindestens 3 Monaten der Fall sein.

Ich hab leider auch schon oft gehört, dass es nicht viel bringt, sich alles entfernen zu lassen, weil die Herde quasi ein "Eigenleben" haben und sich trotzdem vermehren.

Wie wird man denn bei Dir nun weiterverfahren? Ich hab mal gehört, dass beim Einsetzen der Wechseljahre alles vorbei sein soll. Aber die Verwachsungen bleiben ja nun mal trotzdem und jede weitere OP bedeuten weitere Verwachsungen, die ebenfalls wieder Schmerzen bereiten.

Am 22.10.2020 hab ich eine Vorstellungen bei einem Professor, der angeblich eine Koryphäe im Bereich Endometriose sein soll. Das dauert zwar noch 3 Monate, aber das halte ich auch noch aus ;-)

Ich danke Dir auf jeden Fall für die Worte. Es tut gut, sich mal auszutauschen.

...bei mir wird so verfahren...

...das ich Zafrilla nehme und ich möchte auch so schnell keine weitere OP mehr, aber wenn es sein muss, werde ich wohl nicht drum herum kommen.

Ich habe auch schon viel ausprobiert und mittlerweile vertraue ich nicht darauf das die Wechseljahre eine Erlösung bringen sollen, zu mal ich noch nicht so weit bin, was die Wechseljahre betrifft.

Ich habe Endo, seit meiner 1. Mens bzw. nimmt meine Gyn an, schon seit Kindesalter, da ich als Kind immer heftige Bauchschmerzen hatte.

Hier im Forum gibt es auch Frauen, die keine Gebärmutter und keine Eierstöcke mehr haben und trotzdem weiterhin Endo, also alles ein Ratespiel leider.

Wegen meiner Darmendo mache ich mich auch nicht verrückt, ich habe zwar ab und zu Probleme deswegen aber ich versuche damit zu leben, denn wie du schon schreibst, ich möchte auch noch nicht mit einer Pampers durch die Gegend laufen.

Wir können nur hoffen auf die Wechseljahre aber eine Garantie hat man deswegen nicht, leider.

Ich hoffe für dich das der Termin erfolgversprechend ist.