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Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin fast 32 Jahre alt, bekam mit 11 Jahren meine erste Periode, diese war immer schon sehr schmerzhaft aber ich war damals noch in der Lage normalen Tätigkeiten nachzugehen. Bis 2013 verhütete ich mit dem Implanon welches mir die Schmerzen nahm da ich keine Periode hatte. 2014 wurde meine Tochter geboren (normale Entbindung jedoch Cervixinsufienz und vorz. Wehen in der 25. SSW – Entbindung 37+2). Danach habe ich nicht hormonell verhütet, die Regelschmerzen erreichten 2017 eine Dimension das ich 4 Tage auch mit mehreren Schmerztabletten nicht mehr raus konnte, seit Frühjahr 2018 wurden die Blutungen enorm (Tampon wurde nach 1h regelrecht herausgespült), achja zum Eisprung hin konnte ich vor Schmerzen nicht mehr gerade gehen und blutete, Herbst 2018 kamen schlimme Schmerzen beim Wasserlassen mit Microhämaturie aber ihne Bakterien und Zwischenblutungen hinzu (hatte im Zyklus gerademal 7 Tage ohne Blutung), bin damaliger FA hat nichts gefunden, im Feber 2019 nahm ich aus Verzweiflung wieder das Implanon. Seither hatte ich insgesamt nur 6 Wochen ohne Blutung. Schmerzen im Bauch sind jetzt minimal, die Schmerzen beim Wasserlassen leichter aber halt noch da inkl. den Blutungen.

Inzwischen habe ich eine neue Ärztin. Sie stellte den Verdacht auf Endo schon bei de Besprechung, bei der vaginalen Untersuchung stellte sie fest dass es schon blau durchschimmert – da habe ich 3 “Knötchen” die vor Implanon mal grösse mal kleiner waren. Ich solle mit Implanon fortfahren und die Blutungen werden sich noch einpendeln… wenn ich wieder schwanger werden möchte soll ich kurz davor die Bauchspiegelung machen.

Jetzt habe ich keinen Kinderwunsch mehr will aber auch nicht sagen dass sich das mal ändern kann.

Kann ich wirklich damit rechnen das durch das Implanon die Beschwerden sich noch vebessern – immerhin habe ich es schon seit Feber?

Oder sollte ich lieber eine Bauchspiegelung machen – und geht eine Bauchspiegelung unter Implanon?

Zyste habe ich keine, Endometrium schaut glatt aus, laut dem sollte ich nicht bluten, ist zwar nur ganz leicht aber schon unangenehm mittlerweile, Eierstöcke laut Ultraschall auch OK.

Vielen hezlichen Dank, liebe Grüsse

Antwort

Liebe Patientin,

eine einfache Bauchspiegelung ist bei einer tief infiltrierenden Endometriose, wie sie hier offensichtlich vorliegt, nur sinnvoll, wenn man wirklich nur die Durchgängigkeit der Eileiter prüfen will. Eine OP ist hier sehr aufwändig und muss gut geplant sein. In einem zertifizierten Endometriosezentrum ist dei entsprechende Erfahrung vorhanden.

In einer Situation, wie Sie sie schildern, kommt es darauf an, die Symptome möglichst vollständig zu unterdrücken. Dauerblutungen unter Implanon sind ein Problem, gelegentlich hilft die Zugabe eines ganz nioedrig dosierten natürlichen Östrogens.

Wenn eine tief infiltrierende Endometriose konservativ behandelt wird, muss man darauf achten, dass die Nieren nicht gestaut sind (Ultraschall).

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. M. Sillem