Thema
Operative Behandlung
Frage

Hallo,

Bei mir wurde bereits 2013 Endo diagnostiziert und entfernt. Danach nahm ich 6 Monate die Visanne und wurde nach weiteren 6 Monaten schwanger.

Nach dem 2. Kind (Januar 17) wurden die Beschwerden zunehmend mehr, sodass 07/18 eine erneute LSK erfolgte, sowie zusätzlich Adenomyose gesehen wurde und die Mirena eingesetzt wurde. Darunter hatte ich massive Nebenwirkungen und ließ sie 12/18 wieder entfernen. Nun hatte ich erneut starke Beschwerden. Verstopfung bzw auch das Gefühl,dass etwas den Weg blockiert, Schleimabgänge vom Darm, Schmerzen am Steißbein und während der Blutung bis in die Schamlippen und die Beine, Schmerzen im Unterbauch, massive Blutungen (bis zur Eisenmangelanämie). Zyklusabhängig (bei Eisprung und Periodenbeginn) Durchfälle.

Ich habe mir einen neuen, zertifizierten Gyn gesucht, im Ultraschall war freie Flüssigkeit im Douglasraum zu sehen, erneut auch ausgeprägte Adenomyose. Ich soll nun die Visanne wieder nehmen und eine Kolo machen lassen. Eine OP möchte er vermeiden, da er Rectovaginale Endo und/oder Verwachsungen vermutet und Sorgen vor Verletzungen des Darmes hat. Nun habe ich hier gelesen, dass bei Herden am Darm eine OP durchaus angeraten würde und dies macht mich nachdenklich. Sollte ich nach der Kolo noch eine Zweitmeinung einholen? Machen noch andere diagnostische Verfahren Sinn zur Eingrenzung?

Die zweite Frage betrifft die Hormonbehandlung… Ich habe bisher unter künstlichen Hormonen immer eine Gewichtszunahme gehabt, selbst wenn ich vorher in pillenfreien Zeiträumen gut angenommen habe, schnellte es dann wieder hoch. Lt Gyn könne dies nicht sein, es läge an mir. Im Beipackzettel der Visanne steht dies jedoch unter den NW sogar aufgelistet.. was stimmt denn nun?

Vielen Dank für Ihre Zeit und Mühe.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort

Sehr geehrte Patientin,

ersmals bitte um Entschuldigung für die verpätete Beantwortung Ihrer Frage.

Es ist sehr wohl nich auszuschliessen, dass eine tiefe Rektovaginale Endometriose die Ursachen Ihrer Beshwerden sind.

Zu der erwähnten Koloskopie würde ich Ihnen eine MRT Untresuchung empfehlen um dies geauer zu erruiren.

Je nach Befund empfehle ich Ihnen ebenfalls ein Endometriose zengrum Stufe III aufzusuchen weil es ggf. auch eine operative Sanierung erforderlich wäre. Lassen Sie sich dazu nochmals beraten.

Durch die Einnahme von Hormonen ist es nicht auszuschliessen dass es zu einer geringen Gewichtszunahme kommt. Sehr häufig ist dies Wasserinlagerung. Mit absetzten der Hormone gehen meistens auch die Wassereinlagerungen weg.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. K. Manolopoulos

Kinderwunsch- und Endometriose Zentrum

am Büsing Park

Herrnstrasse 51

63065 Offenbach

Tel. 069-80907571

www.offenbach-kinderwunsch.de