Guten Tag,
ich bin 46 und weiß seit ca. 16 Jahren, dass ich Endometriose (und evtl. auch Adenomyose) habe. Den Kinderwunsch musste ich leide erfolglos abschliessen. Im letzten Jahr habe ich dann – auf Grund der immer stärker werdenden Schmerzen – beschlossen, es mit der Visanne zu versuchen. Es klappt relativ gut mit dem Medikament – außer häufig auftretende Schmierblutungen gibt es kaum Nebenwirkungen.
Allerdings habe ich seit gestern leichte Blutungen, die sich deutlich von der Schmierblutung unterscheidet. Heute bei der Vorsorge wurde im rechten Eierstock eine Zyste entdeckt, 4 cm groß – diese hat sich erst im letzten halben Jahr bilden können (letzter Ultraschall war ok). Es besteht der Verdacht auf eine Endometriosesyste, nächste Kontrolle in 3 Monaten.
Meine Frage:
– muss eine Endometriosezyste, operativ entfernt werden und wenn ja ab welcher Größe oder bei welchen Beschwerden?
– würde sich in meinem Fall empfehlen, sofern eine OP nötig wäre, den Eierstock mit zu entfernen, um weitere Zysten zu vermeiden?
– ist es nicht untypisch, dass sich unter Einnahme der Visanne Endometriosezysten bilden?
Danke und liebe Grüße
Miss Ellie
Liebe Miss Ellie,
aus der Ferne ist es unmöglich, hier einen persönlichen Rat zu geben. Grundsätzlich besteht eine Möglichkeit, Blutungen unter Visanne zu behandeln dadurch, dass man ein paar Tage Pause einlegt. Die Entscheidung, ob, wann und wie man operiert, muss in jedem Einzelfall vom Verlauf, vom Erscheinungsbild der Zyste und von den Beschwerden abhängig gemacht werden.
Mit freundlichen Grüßen
Prof. Dr. M. Sillem
www.praxisklinik-am-rosengarten.de
