Hallo,
bei mir wurde 1996 Endometriose diagnostiziert, es wurden nur kleine Herde an den Eileitern entfernt.
Vor acht Jahren dann aufgrund von zwei großen Schokozysten erneute Bauchspiegelung, die Gebärmutter sollte mit entfernt werden, wegen starken Blutungen. Bei der OP kam das ganze Ausmaß zutage. Ich habe Endometriosestufe IV, mit Darmbeteiligung. Die Gebärmutter klebt am Darm, alles ist verwachsen, Endo im Becken, Bauchfell, etc. Da über einen künstlichen Darmausgang vor der Op nicht gesprochen wurde, wurde die Op abgebrochen, nur die Schokozysten wurden entfernt. Eine weitere Op mit Entfernung und Komplettsanierung habe ich abgelehnt, da ich keinen künstlichen Darmausgang wollte und bis dahin auch nie Schmerzen hatte.
Jetzt nehme ich seit acht Jahren die Maxim durch, ich hatte noch keine Zwischenblutungen, von Anfang an nicht. Seit ein paar Monaten geht es mir schlechter. Ich habe ziemliche Unterleibsbeschwerden, überall drückt und zieht es. Manchmal habe ich das Gefühl, es ist kein Platz mehr in meinem Bauch.
Meine Frage ist, ob die Endometriose innerlich weiter wachsen kann, obwohl ich keine Monatsblutungen mehr habe?
Und wie lange kann man die Maxim durchgängig, ohne mal zu pausieren, nehmen?
Mit freundlichen Grüßen!
Ob und wie die Endonmetriose weiter wächst, wissen wir nicht. Wenn Sie das Gefühl haben, es geht so nicht weiter, muss man sich etwas überlegen. Der künstliche Ausgang muss zwar vor einer OP erwähnt werden, ist aber nur selten wirklich erforderlich und kann auch fast immer ganz schnell wieder rückverlegt werden.
So lange die Pille gut vertragen wird und keine Gegenanzeigen auftreten, kann sie weiter genommen werden. Da sie für eine Dauereinnahme nicht zugelassen ist, gibt es auch keine Erkenntnisse dazu, ob eine Pause wirklich notwendig ist. Eine wissenschaftliche Begründung dafür ist mir jedenfalls nicht bekannt.
Mit freundlichen Grüßen
Prof. Dr. Martin Sillem
