Endometriose/Schilddrüsenunterfunktion

Hallo bin neu hier, hat jemand eine Doppeldiagnose bezüglich Endometriose und Schilddrüsenunterfunktion? Würde mich gerne mal austauschen...stehe noch am Anfang der Therapie mit Dienogest 2mg und L-Thyroxin. Würde gerne wissen wie ihr mit diesen zwei Hormonpräparaten klarkommt oder wo ihr Probleme habt. Alles weitere würde ich im Austausch erzählen, damit der Text jetzt nicht so lang wird.

Liebe Grüße 

Hi Patience88...

...ich habe auch beide Diagnosen, ich lebe damit, insofern muss ich damit zurecht kommen.

Ich hatte schon 4 Endo-OP´s und glaube auch nicht, dass es das Ende war was die OP´s betrifft, leider.

Die Schilddrüsentabletten nehme ich nachts ein, gegen 3 Uhr und die Zafrilla am Abend gegen 19 Uhr.

Probleme habe ich auch immer mal wieder bzw. es gibt leider keinen Tag an dem mir nichts weh tut aber ich versuche jeden Tag zu lachen und das Beste daraus zu machen.

Vielen Dank für deine…

Vielen Dank für deine Antwort:) Darf ich mal fragen, wie gut du mit beiden Medikamenten zurecht kommst? Ich muss dazu sagen, dass schon 2017 eine latente Unterfunktion hatte parallel festgestellt zur endometriose. Dann folgte die erste Laproskopie und nachdem ich mein zweites Kind nach fast 2 Jahren abgestillt hatte, blühte die Endo wieder auf. Aber dazu kam, dass ich urplötzlich unter Angst und Panikattacken litt! Nichts ging mehr bis zur Arbeitsunfähigkeit. Nach der Narkose hatte ich Probleme weswegen der behandelnde Arzt meinte ich soll nochmal Schilddrüse checken lassen. Was ich dann tat. Hatte einige zusätzlich Symptome wie morgendlich Übelkeit mit Erbrechen, Durchfall, zwischendurch herzrasen ( Kaffee trinken ging nicht mehr), hitzewallungen, kontentrationsprobleme, ständig „Nebel“ im Kopf, Müdigkeit. Ich war nicht mehr ich selbst. Es kam raus, dass ich die Werte grenzwertig waren, kalter knoten der gewachsen war aber der nuklearmediziner so keine Notwendigkeit zwecks medikation. Dann vor drei Wochen nach einer schlimmen Nacht bin ich mit allen Unterlagen (endometriose/Schilddrüse) zu meiner Hausärztin. Die nahm ich sofort ernst und meinte, dass werte allein nicht immer aussagekräftig sind sondern man das ganzheitlich betrachten muss. Sie meinte auch wenn die Werte zunächst noch i.O. erscheinen muss es nicht heißen dass die Schilddrüse in Ordnung ist und alle Symptome sprechen für Unterfunktion. Sie gab mir jetzt vor drei Wochen l-thyroxin. Die ersten zwei Wochen waren recht gut. Aber letzte Woche hatte ich ganz dolle Magen Darm Probleme. Unruhe, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen. Meine Ärztin meinte kann nicht von davon kommen und mein Frauenarzt meinte Dienogest und l-thyroxin vertragen sich. Muss aber dazu sagen, dass ich parallel wieder zwischenblutungen hatte. Kann das mit der Einstellung zu tun haben? Ich weiß ich muss geduldig sein, sie meinte das ist ein Prozess bis man seine „wohlfühldosis“ erreicht hat. Aber es erschwert wieder den Alltag. Ende Oktober hab ich die Nachsorge wegen der Endo und weitere therapiebehandlung wegen darmendo. Nehme nun auch Dienogest abends und morgens dann l-thyroxin morgens. Warum nimmst du das nachts? Hatte das auch schon gelesen, dass morgens nicht unbedingt notwendig bzw . nachteilig auswirkt. 

Hi Patience88...

...ich komme gut zurecht mit Thyroxin aber das hat lange gedauert, ich habe die Schilddrüsenunterfunktion seit ca. 10 Jahren und habe bestimmt 5 Jahre gebraucht, bis  ich richtig eingestellt war.

Endo habe ich schon seit ca. 33 Jahren :-(

Das Problem der Schilddrüseneinstellung ist leider meistens die Ungeduld, man muss minimal steigern und auch eine Zeit lang eine gewisse Dosis einnehmen...Durchfall, Verstopfung, Herzrasen usw. kenne ich auch, damit habe ich manchmal auch noch zu tun, ist aber sehr viel besser geworden.

Gelenkschmerzen und Übelkeit hatte ich am Anfang von Dienogest extrem, geht jetzt auch besser.

Ich nehme das Thyroxin nachts, weil ich eh alle 2 - 3 Std. aufstehen muss, ich habe keine Gebärmutter mehr, weil ich zusätzlich auch noch Adenomyose habe und ich muss bestimmt alle 2 - 3 Std. raus zum pieseln, wegen der fehlenden Gebärmutter.

Mir hat es was gebracht im Bezug auf das Herzrasen, das Thyroxin nachts zu nehmen, ist dadurch besser geworden.

Zwischenblutungen bzw. Blutungen habe ich keine mehr aber leider weiterhin Endo am Darm, Harnleitern, Eierstock und Blase und somit muss ich trotz fehlender Gebärmutter Hormone einnehmen, ich habe es ohne ausprobiert aber ich hatte weiterhin Horrorkrämpfe bis hin zur Ohnmacht.

Die Endo an Harnleitern, Eierstock und Blase habe ich letztes Jahr operieren lassen aber meine Darmendo ist leider inoperabel, da zu nah am Schließmuskel und auf ein Leben mit Pampers habe ich noch keine Lust.

Weg operieren kann man Endo leider nicht, die ist nun mal nicht umsonst chronisch und man muss sich leider immer wieder operieren lassen und die Hormone unterdrücken einigermaßen die Endo-Schmerzen.

Wenn die Nebenwirkungen des Thyroxins zu extrem sind, empfehle ich dir einen gynäkologischen Endokrinologen zu suchen und die Sache mit diesem durch zu sprechen, manchmal hilft auch schon ein Präparatwechsel.

Hallo,

Prinzipiell gibt es auch Endo-Fälle die mit einer Operation gegessen sind. Ich hoffe seit 5 Jahren, dass ich einer davon sein darf :-) 

Hi Anna91...

...das freut mich für dich, wenn es so ist und hoffentlich so bleibt.

Ich hatte leider immer wieder Endo an verschiedenen Stellen, die eine Endo war weg operiert und die nächste Endo ist an einer anderen Stelle angedockt.

So trägt wohl leider jeder sein Päckchen von uns und wir können nur das Beste hoffen !

Guten Morgen, also das mit…

Guten Morgen,

also das mit dem Geduldigsein ist denke ich ein zentraler Knackpunkt, was mir, da ich noch am Anfang stehe, sehr schwer fällt.

Mimi, wenn ich deine Geschichte lese, muss ich tief durchatmen denn es ist schon derbe, wie lange du dich schon irgendwie „durchkämpfst“! Bei meiner ersten Laproskopie war es „nur“ Endo im kleinen Becken. Jetzt im Juli, Endo rechter Eierstock, im Darm, im Scheideneingang und diverse Stellen wo Gewebe verklebt war. Und ich merke jetzt noch die Nachwehen. Mein Körper ist weitaus mehr in Mitleidenschaft gezogen worden und dann noch diese volle „Packung“ Hormone! Das übermannt mich schon sehr. 
 

ich habe jetzt eine nette bekannte Apothekerin gefragt, ob sie mal gucken kann wegen evtl. Wechselwirkungen von diesen beiden Hormonen. Mein Hausarzt als auch Frauenarzt meinen Medikamente betragen sich und dürften keine Probleme machen. Ich sehe das zwiegespalten. Hab nach wie vor morgens Durchfall und Übelkeit. Dann nehme ich das L-Thyroxin und zwinge mich ne halbe Stunde was zu essen und dann geht es mit der Übelkeit. Nun hab ich aber gelesen, dass es Leute gibt die ihre Tabletten halbieren und ihre Dosis über den Tag verteilen und das besser vertragen. Vielleicht, auch wenn es nur 25mg sind, würde mir ne Splitting besser bekommen als alles auf einmal. Hat da jemand Erfahrungen? Wobei ich mir einbilde, dass die Übelkeit latent besser ist seit 2 Tagen. Ein weiterer Gedanke war, gerade bei Endo am Darm, kann es vllt auch sein, dass dadurch die Wirkstoffe nicht richtig verarbeitet werden können oder was nicht richtig ankommt? Es sind nur Überlegungen und da ich noch recht neu bin, hab ich natürlich null Ahnung. Dennoch belese ich mich natürlich viel um Alternativen zu finden. Beim nächsten Frauenarzttermin möchte ich ihn auch darauf ansprechen Blut abzunehmen und explizit zu gucken, in Richtung Vitamine /Nährstoffmängel. Einfach mal einen Hormonstatus bekommen. Habt ihr da schon Erfahrungen mit?

Über weiteren Austausch wäre ich dankbar, denn ich hab niemanden in der näheren Umgebung mit dem ich mich austauschen kann. 
 

Liebe Grüße an euch alle!:)

Hallo nochmal,

Hormonstatus unter Dienogest ist nicht möglich bzw macht keinen Sinn. Man könnte höchstens schauen ob dein Östrogen im therapeutischen Fenster liegt, aber selbst über diesen „idealen“ Wert bei Endometriose gibt es in der Fachwelt Diskussionen.

ich hatte auch Endo in der Scheide, große Knoten am Darm, Eierstockzysten, etc das alles liegt im kleinen Becken daher war die Lokalisation vorher nicht „anders“ sondern wahrscheinlich weniger ausgeprägt. 
nahmst du nach dieser ersten Op auch schon Dienogest und musstest trotzdem mit größerem Befund wieder unters Messer? 
 

ich wurde wie gesagt vor 5 Jahren sehr gründlich operiert (leider mit kurzfristigem künstlichen Darmausgang damit alles abheilen konnte) und seitdem habe ich unter den Hormonen echt Ruhe. Gib deinem Körper Zeit die große Op zu verarbeiten, dann wird Ruhe einkehren, glaub mir :-) 

der Darm ist ja meistens nur ganz unten von der Endo befallen und auch nur von außen daher hat das mit der Resorption der Hormone (die im Dünndarm stattfindet) nichts zu tun. Also alles wirkt so wie es soll. Meine Schilddrüse ist perfekt daher kann ich dazu nichts sagen. 
es gibt hier wirklich schlimme Fälle, aber auch viele wo nach einmal gründlich Ruhe war und wo Schwangerschaften ganz normal geklappt haben. 
Gib dir Zeit, alles Liebe 

Hallo, ich wollte mal ein…

Hallo, ich wollte mal ein kurzes Update geben. Letzte Woche ging es mir von Mittwoch zu Donnerstag sehr schlecht. Ich bekam abends starke unterleibsschmerzen die sich trotz Heizkissen über Nacht nicht besserten. Am nächsten Tag bin ich postwendend zu meinem Frauenarzt. Musste glücklicherweise nicht lange warten. Er machte Ultraschall und stellte fest das hinter der Gebärmutter wieder mehrere Herde waren. Es war niederschmetternd! Ich hatte gerade mal vor 2 Monaten die Op! Er meinte dienogest allein scheint es nicht in den Griff zu bekommen und verschrieb mit übergangsweise Schmerzmittel, die ich morgens mittags abends für mindestens 2 Wochen nehmen soll. Es soll zusätzlich entzündungshemmend oben rauf wirken. Dann meinte er, dass wenn es nicht hilft ich wieder kommen soll und er mich als Akutpatient nach Berlin schickt, wo ich vor kurzem die Op hatte. Ich musste erstmal weinen. Wut, Verzweiflung, Enttäuschung kam geballt hoch. Zudem riet er mir, darüber nachzudenken, die Gebärmutter entfernen zu lassen ( ich habe zwei gesunde Kinder und kinderplanung ist definitiv abgeschlossen). Die Schmerzmittel helfen es zu dämpfen aber ich merke ohne sie geht es nicht gerade. Ich versuche mich gerade zu sammeln aber ich weiß, dass den Schritt gehen werde, denn die Überlegung war bei der letzten Op schon da aber da wollte ich erstmal den Weg der Sanierung und im Anschluss hormongabe gehen. 
 

Danke Anna für deine Antwort mit dem Darm. Das beruhigt mich zu wissen, dass ich mir darüber keine weiteren Gedanken machen muss! 
 

dienogest soll ich trotzdem weiter nehmen! Ich bin gespannt, wie es sich weiter entwickelt und wie die weitere Behandlung aussehen wird...

 

was verschafft euch Erleichterung, wenn ihr schmerztage/schmerzschübe habt? Bin über Input immer dankbar...Heizkissen ist schon mein regelmäßiger Begleiter....

 

ganz liebe grüße in die Runde:)

Eher

Eher glaube ich, dass nach 2 Monaten keine neuen Herde entstanden sind, sondern nicht gründlich operiert wurde. 
Dein Arzt sieht Herde im Ultraschall? Sind das schon richtige Knoten oder wie? Ist er Spezialist? Normalerweise sind man Herde nicht im Ultraschall. 
 

Schmerzmittel sind auf jedenfall wichtig zu nehmen für dich! Mir persönlich half Naproxen am besten.

Mit dem Dienogest hat es bei mir ca 1 Jahr gedauert bis ich wirklich quasi schmerzfrei war. Wehwehchen hier und da schon noch, aber Schmerzmittel brauche ich keine mehr. Also das dauert schon etwas..  
die Gebärmutter zu entfernen hilft anscheinend nicht wirklich bei Endometriose zumindest laut einigen Erfahrungsberichten hier im Forum aber vielleicht antwortet dir noch wer :)