Leichte Endo aber starke Schmerzen-sehr lang aber ich muss es los werden

Hallo,

ich lese schon länger hier mit und informiere mich hier über Endometriose.

Da ich wieder mal bei einer Untersuchung gegen eine Wand gefahren bin hoffe ich hier auf Rat und Unterstützung da ich leider langsam nicht weiter weiß.

Im Vergleich zu vielen hier bin ich noch nicht lange oder übermäßig stark betroffen und doch habe ich das Gefühl am Ende meiner Kräfte angekommen zu sein.

Es ist ein langer Text und ich verstehe wenn viele keine Zeit haben so viel zu lesen oder mir auch nicht wirklich raten können was zu tun ist aber ich habe das Bedürfnis das alles einmal los zu werden als Mensch und nicht nur als Patient und freue mich falls hier und Rat weiß.

Ich bin mittlerweile 32 und meine ersten leichten Beschwerden kamen ca.2006/2007.

Mein 'Werdegang':

Ich bekam bereits mit 11 meine erste Periode, diese war eigentlich vergleichsweise kurz, unproblematisch und regelmäßig.

Mit 15 wollte ich die Pille und habe wegen meiner Akne die Vallete verschrieben gekriegt. Die Tat mir nicht wirklich gut und hat auch nichts gegen die Akne getan aber ich habe sie trotzdem brav genommen.

Es folgten weitere Pillen an deren Namen ich mich leider nicht erinnere die ich auch nicht wirklich gut vertragen habe.

2006 bemerkte ich beim und nach dem vielen oder schnellen gehen ein schmerzhaftes ziehen im Becken und sprach meinen Frauenarzt bei der Vorsorge drauf an. Dieser sagte es wäre alles gut und das wären Seitenstiche.

In den nächsten Jahren ging das auch nicht weg aber ich gewöhnte mich dran und ignorierte es.

2011 ging es an, dass ich starke Krämpfe nach dem GV hatte, mein Frauenarzt sagte das kommt davon das der Penis an die Gebärmutter stößt dadurch würde der Uterus stampfen-ich soll mir keine Gedanken machen.

Ca. 2012 kamen nächtliche unterhaltende hinzu die so stark waren das ich wach wurde und nicht mehr schlafen konnte. Die Krämpfe nach dem GV waren häufiger, stärker und traten auch ohne penetration oder bei selbstbefriedigung auf. Ich sprach meine neue Frauenärztin darauf an und sie sagte das wäre wahrscheinlich eine verschleppte Blasenentzündung (ich war nie anfällig für Blasenentzündungen) und die Antibiotika die ich eh gerade nehmen musste würden das lösen.

2014 waren die Krämpfe weiterhin da und meine Periode war deutlich stärker und anstrengender geworden aber da ich keine Hilfe in Sicht gesehen habe versuchte ich es zu ignorieren auch wenn mein Sexualleben litt und ich unglücklich war. Ich wollte wegen meines Uniabschlusses und dem Einstieg ins Berufsleben endlich die Akne loswerden und musste für die Behandlungsdauer die Pille nehmen. Mir wurde die Maxim verschrieben und auch die habe ich nicht gut vertragen, die Krämpfe waren weiterhin da und ich hatte fast alle aufgeführten Nebenwirkungen. Nach dem Ende der Aknebehandlung setzte ich sie sofort wieder ab.

 

2016 wurden die Krämpfe so schlimm das mein Freund kurz davor war den Notarzt zu rufen und mich gedrängt hat einen anderen Frauenarzt zu suchen.

Dieser sagte sofort Verdacht auf Endometriose und schickte mich zur Bauchspiegelung und Gebärmutterspiegelung.

Die Spiegelung zeigte:

-Utrus normal groß/Wandverdickt, erschwerte Abgrenzung zum Myometrium insbesondere im Bereich der Hinterwand, vor allem im kardialen Anteil-wahrscheinlich Adenomyose

-kleine intermediale bis unseriös gelegene Myome von1,6 und 1 cm

-demontierte, sehr stark s-förmig ausgebildetes Sigma mit linksseitigen embryonalen Verwachsungen die gelöst wurden

-initiale Myome auf der Serosa der Hinterwand und insgesamt kleinere Myome untermauern und auf Adenomyosis uteri im Bereich der Hinterwand

-im Bereich des Beckenperitoneums minimale transparent bräunlich/rötliche Areale

-linkes Adnex:Eileiter normal lang muss, kleine gestiefelte Hydatide

-rechtes Adnex:kleine her Mesosalpinx gelegene Hydatide/Parvozyste. Oscar minimal vergrößert mit kleinen mystischen Anteil

 

Zusammenfassend: gering ausgeprägte Endometriose des Stadium I nach rASEN. V. a. Feminismus uteri

 

Die Bauchspiegelung war für mich nicht schlimm da die Schmerzen im Vergleich eher gering waren. Ich nahm 4 Monate die Visanne und habe sie leider überhaupt nicht vertragen (Dauerblutungen, Kreislaufprobleme, Kopfschmerzen,depressive Verstimmungen, Herzrasen, Jucken, Hautpigmentierung, Knochenschmerzen, ständige Bauchschmerzen) und ich hatte nach 2 Monaten wieder Krämpfe. Mein Frauenarzt verschrieb mir die Jubrelle, diese setzte ich in Absprache mit ihm nach 3 Monaten wieder ab aufgrund der Nebenwirkungen.

Ich machte Yoga und ernährte mich gesund aber es wurde immer schlimmer.

Die Krämpfe sind furchtbar, ich krümme mich 20-30 Minuten und kann nichts tun-nichts hilft. Oft kommen 1-2 Tage nach den Krämpfen Blutungen. Die Periode ist schlimmer als zuvor, ich verlier viel Blut, habe starke Schmerzen und mittlerweile fast immer breiigen Stuhl. Es kommen Dauer Bein und Rückenschmerzen, Darmstechen, Blähungen, Blasenschmerz, starker Ausfluss und extreme Müdigkeit hinzu.

Ich gehe erstmal zum Hausarzt wegen der Müdigkeit/Herzklopfen/außer Atem usw und lasse Eisen und Schilddrüsenwerte prüfen (meine Mutter hat Hashimoto) der Arzt findet nichts und sagt mir durch die Blume dass ich mich mit dem älter werden abfinden muss.

Da ich umgezogen bin versuche ich einen Gyn in der Nähe der angibt Ahnung von Endo zu haben- der sagt mir ich soll halt eine andere Stellung nehmen, pocht auf die Mirena und sagt mir ich soll lieber nicht so viel über die Blasen und Darmprobleme sagen ansonsten blüht mir nur eine Spiegelung.

Ich wende mich lieber wieder meinen vorherigen Gynäkologie zu und  lasse mich von  zum Endozentrum überweisen. Ich werde untersucht und es ist alles eher suboptimal.

Mir wird quasi zu verstehen gegeben, dass und mit so wenig Endo sich freuen sollte. Ich könnte ja die Mirena probieren-auf meinen Einwand dass die Hormone da ja halt auch nicht lokal wirken und ich erst wissen wollen würde ob ich die vertrage und ich mir dabei Sorgen mache wegen der Krämpfe gibt der Arzt zu dass ich die wohl eher nicht vertragen würde.

Der Arzt sagt mir mehr oder weniger ins Gesicht wenn ich die Mirena nicht will und die Pille nicht vertrage weiß er nicht was ich hier will-für eine erneute Bauchspiegelung ist es zu früh und sonst kann man nichts für mich tun, im Ultraschall ist nichts zu sehen außer einer vllt geplatzten Zyste.

Der Chef kommt hinzu, ist netter aber sagt mir auch kann man nichts machen aber ich darf gerne wiederkommen wenn es nicht besser wird.

Ich telefonierte mit meinem Frauenarzt und frage ob ich spinne und was ich tun soll. Mein Frauenarzt beruhigt mich und sagt ich spinne nicht er schreibt mir eine Überweisung. Er schlägt die Uniklinik Münster vor aber ich wollte erstmal zu einem Krankenhaus bei mir das sehr positiv erwähnt wurde.

Diesmal bin ich besser vorbereitet und habe nicht nur den OP Bericht sondern auch meine Symptome und Verlauf usw ordentlich abgetippt.

Der Arzt ist sehr nett aber sagt meine Symptome hören sich nicht nach Endo an, es ist im Ultraschall nichts zu sehen, er denkt auch nicht dass ich Adenomyose habe und fragt ob ich nicht denke das wäre psychosomatisch und versucht mich dahin zu drängen. Ich bestehe darauf dass es nicht psychosomatisch ist, realisiere das ich auch hier nicht ernst genommen werde und sage dem Arzt wenn das nicht aufhört will ich den Uterus entfernt haben. Der Arzt sagt es ist ja noch gar nicht klar was es ist und sagt es muss Beckenvenensyndrom und interstitielle Zystitis abgeklärt werden.

Ich mache einen Termin beim Hausarzt für die Überweisung zum Urologen und Schilder generell meine Probleme das ich zunehmend schwach und Müde bin und Probleme bei der Arbeit kriege weil ich mich schwer konzentrieren kann. Zudem habe ich immer öfter Schmerzen im Rücken und Flankenbereich und unter dem linken Rippenbogen. Der Arzt nimmt Blut ab und macht Ultraschall nichts zu sehen.

Eine Woche später habe ich den Termin um die Blutergebnisse zu besprechen. Ich habe meine Tage, ich blute extrem stark und fühle mich schwach. Ich gehe trotzdem zum Arzt, der sagt Blut sieht gut aus mehr kann er nicht machen-ich muss sehe aus als ob ich schon seit drei Tagen Tod bin und schaffe es kaum gerade aus zu gehen, verzichte aber aus Müdigkeit auf eine Diskusion und gehe, immerhin habe ich die Überweisung zur Urologin gekriegt.

 

Ich bin bei der Urolgin, es wird ein Ultraschall gemacht. Die Urolgin denkt ich habe nichts mit der Blase sondern Muskelversapnnungen vereinbart aber trotzdem einen Blasenspiegleung und Volumenmesstermin sagt mir aber von vornehimein dass sie nicht denkt das dabei was rum kommt. Die Termine sind in einem Monat.

Als nächstes habe ich dann einen Termin beim Endozentrum das sich mit dem Beckenvenensyndrom auskennt. Ich habe mir extra freigenommen und bin 300 km angereist.

Ich werde wie üblich befragt und untersucht, meine mitgebrachten Papiere werden durchgeblättert  -weil ich das viele Symptome aufgelistet habe bin ich ein Hypochonder. Es sieht alles gut aus- er sieht keinen Grund zur Annahme eines Beckenvensyndroms. Wenn ich die Pille nicht vertrage und mir mit der Mirena Sorgen mache soll ich den Nuvaring ausprobieren und wenn das nach drei Monaten auch nichts war könne er noch eine Bauchspiegelung machen oder ich könnte ja schwanger werden.

Meine Periode ist seit drei Tagen vorbei, ich hatte keinen GV und gerade keine Krämpfe aber der Dauerchmerz im unteren Rücken und Bein ist heute schlimm. Ich bin traurig und fühle mich alleine und nicht ernst genommen.

Ich weiß nicht mehr was ich tun soll. Ich denke es gibt einiges an Untersuchungen die bei mir noch gemacht werden könnten oder sollten (Darm, MRT, hormonbestimmung usw?) und ich sollte mich darum kümmern aber mir fehlt gerade die Kraft um mich wieder mal auf diesen Stuhl zu setzen und mir sagen zu lassen ich hab nichts oder da kann man nichts tun.

 

Hallo Anne, für mich klingt…

Hallo Anne,

für mich klingt es nach Adenomyose. Ich war vor kurzen zur Sprechstunde im Endozentrum in Bochum. Die Oberärztin brauchte Sekunden bei mir um Adenomyose zu sehen. Sie sieht auch Myome die andere nie finden. Das Problem bei Adenomyose is, die wenigsten können es im Ultraschall sehen aber starke Bluten sprechen dafür vor allem wenn du keine Myome hast.

Besorge dir unbedingt mal einen Termin bei Frau Dr. Witt (nich bei einem anderen Termin geben lassen). Sie sagt einem auch welche Hormone noch möglich währen. Ich werde die Mirena testen, wenns endlich klappt mit dem einsetzen, dort enthalten ist Levonorgestrel während in der Pille Dienogest enthalten ist. Laut Oberärztin besteht die Chance Levonorgestrel besser zu vertragen. Außerdem bekommst man sie aufgrund starker Blutungen normal verschreiben. So ist es nicht zur Endometriose Therpie zugelassen. 

Zwecks Müdigkeit und Herzklopfen kann dir auch einfach Vitamin B12 fehlen oder du hast Ödeme. Ich hatte die Pille nicht vertragen und auch diese Symptome und eine beginnende Nebenierenschwäche. Da is es gut auch mal auf den Blutdruck zu achten.

mir hilft es extra Nährstoffe zu nehmen. Durch z.B Vitamin D hab ich nur noch 2 Tage Schmerzen. Man muss ausprobieren was einem am besten hilft. Unbedenkliche Tabletten gibts von Dr Loges und Hypo A, die meisten anderen enthalten zweifelhafte Inhaltsstoffe.

welche Nährstoffe wir benötigen auch für dich siehe hier: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2013/daz-34-2013/besch…

Es empfiehlt sich auch sich zu entgiften: Umweltgifte meiden und Industriell hergestellte Lebensmittel kann Schmerzen vermindern. Kein Zucker, Milch u. Milchprodukte, Weizen, Alkohol und nicht Rauchen. So wenig wie möglich Rotes Fleisch wegen Schwermetallen und Hormonen im Fleisch, lieber fetten Seefisch oder Geflügel. Und am besten so gut wie Möglich ernähren dann fühlt man sich weniger elendig krank.

Lass dir keinen Blödsinn einreden selbst mit Stecknadelkopf großen Herden kann man abscheuliche Schmerzen und andere massive Beschwerden haben. Meine Erfahrung is bisher, sind sie zu blöd was zu finden bildet man sich alles nur ein, man hat psychische Probleme oder sie tun so als würde man übertreiben.

Bis man dann mal den richten Arzt trifft und es schnell klar ist was man hat. Du musst durchhalten dann wird  man dir auch Helfen. Viele Ärzte sind unfähig und versauen eher die eigene Gesundheit als sich mal weiter zu bilden oder einfach zu Überweisen.

Zwecks Hormonbehandlung ist es besser zum Endokrinologen zu gehen auch auf dem Gebiert sollte man besser keinem Frauenarzt trauen. 5 Hausärzten, Frauenarzt und Nephrologe kamen nich darauf das ich die Pille nich vertage. Hätte ich sie nich selbst abgesetzt wäre es böse ausgegangen. Mein Blutdruck war schon bei  über 200 und ich war angeblich nur Faul oder hab psychische Probleme.

Und wenn Ärzte weiterhin nicht helfen kannst du auch bei deiner Krankenkasse beschweren. Je länger die pfuschen um so teurer wirds für die Krankenkasse.

 

Danke für deine Antwort! Ich…

Danke für deine Antwort!

Ich bin super frustriert weil mir selbst in Endozentren Sachen gesagt werden die keinen Sinn machen oder die sich als nicht wahr heraus stellen nach kurzen googeln.

Ich ernähre mich komplett vegan seit einigen Jahren und esse viel Obst und Gemüse, Vollkornprodukte usw und nehme an Nahrungsergänzungsmittel Omega 3, B12, Vitamin D und Magensium. Alle meine Werte sind perfekt aber irgendwie nehmen mich die Ärzte deswegen anscheinend noch weniger ernst.

Ich habe einige kleine Myome und ich denke schon dass die Adenomyose da und sichtbar ist da mein Frauenarzt und der Operierende Arzt die ja auch sehen.

Ich denke auch das es die Adenomyose ist die mir diese extremen Krämpfe verursacht aber irgendwie will mir das niemand bestätigen oder gar über die Option reden den Uterus entfernen zu lassen wenn es nicht besser wird ( ich weiß das wirkt harsch und verfrüht aber ich will keine Kinder und fühle mich durch die Schmerzen und Blutungen sehr beeinträchtigt) aber weitere Untersuchungen werden auch nicht vorgenommen oder empfohlen.

Ich werde versuchen mich aufzuraffen alle sinnvollen Untersuchungen vornehmen zu lassen, auf meiner Liste sind:

Blasenspiegelung und Volumentest

Darmspiegelung

Endokrinologe 

MRT

Erneute Bauspiegelung?

Und nach dem Endokrinolgen würde ich vllt dem Nuvaring eine Chance geben, da der immerhin nicht im Uterus sitzt und ich dem im Zweifelsfall selbst rausholen kann.

Ich wünschte die Ärzte würden verstehen was das für ein Spießrutenlauf ist alles :/

 

Leider machen einige auch…

Leider machen einige auch immer wieder schlechte Erfahrungen in Endometriosezentren, da gibts auch keine Garantie gut behandelt zu werden. 

Wenn Werte in Ordnung waren können es noch Ödeme sein durch die Pille. Es dauert einige Monate bis der eigene Köper wieder normal funktioniert. Bei mir waren Hormonwert nach 6 Monaten wieder normal. Ödeme verschwanden nach 10 Monaten.

Versuchs einfach mal bei Frau Dr Witt, sie ist sehr gut und war meine Rettung von Anfang an. Dein Spießrutenlauf soll bei Ihr enden. Ich habe Grad 4 hatte an Harnleiter, Mutterband, Gebärmutter, Eierstock, Darm und in der Scheidenwand Endometriose. Während 18 Jahre keiner half  fand sie damals schon nach Sekunden was und ich bekam sofort einen Op Termin. Sie arbeiten möglichst Organ erhaltend, es müsste aber möglich sein deine Gebärmutter zu entfernen. Die normalen Regelungen gelten ja nicht wenn man Adenomyose hat. Bei mir is mein Reizdarm verschwunden und die ganzen Schmerzen durch die alten Herde. 

Es wirkt nich harsch niemand muss zwangsweise Kinder kriegen nur weil man es kann. Da hat sich niemand einzumischen ob du welche willst oder nicht. Menschen aufzwingen Kinder kriegen zu müssen hasse ich und habe ich nie verstanden.

Zum Endokrinologen solltest du unbedingt, weil du vieles nicht verträgst. So kanns schneller abgesetzt werden falls es wieder passiert. Alles andere würde nach der Untersuchung bei Frau Dr. Witt Sinn machen. So kannst du dir sinnlose unangenehme Untersuchungen ersparen.

Du kannst auch von der Endo eine Gestörte Darmflora haben siehe hier weiter unten im Text: https://www.natum.de/117-0-endometriose-komplementaere-therapieansaetze…

Vielen Dank für deine…

Vielen Dank für deine Antwort! Da Bochum für mich durchaus erreichbar ist (ich bin in Aachen) scheint mir Dr. Wirst eine gute Option zu sein. Das mit dem Endokrinologen werde ich auf jeden Fall machen!

Es ist alles unglaublich frustrierend aber es hilft sehr hier unterstütz zu werden-dadurch sammel ich wieder ein bisschen Kraft und Kampfgeist :)

Hallo Anne

Hallo Anne,

In deinen Erzählungen sehe ich mich und meine Geschichte total widergespiegelt. Wenn man nichts im Ultraschall sieht, oder im Blut dann wird immer alles gleich auf die Psyche geschoben. Lass Dir das nicht einreden, du kennst dich immer noch am besten und wenn du dir sicher bist dass du nichts psychisches hast, dann hast du das auch nicht.

bei mir war der Ultraschall Befund und das Blutbild immer unauffällig, dann hat man mit einer Bauchspiegelung in den Bauch geguckt und festgestellt dass meine geschlechtsorgane und Bauchfell alle angeschwollen und entzündet waren. Man hat diese ganzen Entzündungsprozesse weder im Blut noch im Ultraschall gesehen. nur weil man nichts im Ultraschall erkennen kann, heißt das nicht dass da auch nichts ist.

dass du nur minimale Endometriose hast, am Stadium 1 sagt gar nichts über deinen Schmerz Level aus. Denn gerade die endoherde im Stadium 1, sind die aktivsten. Sie geben ganz viele entzündungs und Botenstoffe ab. Genau wie du habe ich "nur" Endometriose im Stadium 1, aber extreme chronische Schmerzen. Und das jeden Tag. Ich kenne viele mit Endostadium 3 und 4, die nur an einigen Tagen im Monat oder nur während der Periode Schmerzen haben. einige davon haben schwerste Endometriose Befunde, die sogar nur Zufallsbefunde waren, sie haben nicht mal gemerkt dass sie in metriose hatten.

DasStadium der Endometriose sagt also wirklich nichts über den Schmerzgrad, oder die Schwere der Erkrankung aus.

Es ist eine unzureichende Einteilung einer noch viel zu wenig erforschten Krankheit. Viele Experten sind derzeit dabei eine neue Einteilung aufzustellen. Lass dich davon bitte nicht verunsichern.

den Tipp dich an einen Endokrinologikum zuwenden, würde ich dir auch geben. Denn die haben wirklich Ahnung von Hormonen und das Zusammenspiel einiger Pillen und Endometriose. Es hat mir auch sehr geholfen und ich hatte das erste Mal das Gefühl, dass sich jemand wirklich auskennt.

den Tipp, so schnell wie möglich schwanger zu werden höre ich auch immer wieder. Und das seit dem ich 18 Jahre alt bin. Was einfach unerhört ist. Nun, mit Mitte Zwanzig werde ich immer von meiner Ärztin begrüßt : na Frau Jeske sind sie immer noch nicht schwanger?!

das Problem ist, dass noch viele Ärzte daran glauben dass eine Schwangerschaft  die endoetriose heilen könnte. Es ist nachgewiesener Weise nicht so. Es stimmt dass einigen Endometriose Patienten eine Schwangerschaft hilft und Erleichterung bringt, das muss aber nicht so sein. Es gibt auch Patienten bei denen wird die endometriose durch eine Schwangerschaft erst so richtig angeheizt. Eine zuverlässige Aussage lässt sich deswegen nicht wirklich treffen.

den Verdacht auf Ademyose, würde ich auf jeden Fall ernst nehmen. deine Schilderung Klingen auch sehr danach. Das Problem ist dass man Ademyose zuverlässig nur diagnostizieren kann, sobald die Gebärmutter entfernt worden ist und man diese untersuchen kann. Vorher sind es immer nur Vermutungen. aber Ademyose ist die schmerzhafteste Form von Endometriose, und passt zu deinen Symptomen. verdickte Gebärmutter Wände sind auch immer ein ganz zuverlässiges Anzeichen von Ademyose.

ich hoffe dass ich Dir etwas helfen konnte mit meiner Antwort und drücke dir die Daumen dass du bald an einen guten Arzt gerät. Ich persönlich Reise durch ganz Deutschland zu Frau Doktor mechsner in die Charité Berlin. Sie forscht auch an Endometriose und entwickelt gerade ein ganz neues Medikament dagegen. sie weiß unglaublich viel über die Krankheit, nimmt einen ernst und teilt ihr Wissen mit dir als Patient.

Ansonsten kann man im Moment die in metriose leider nicht anders behandeln, als mit bauchspiegelungen und Hormontherapien.

mir persönlich hat eine Schmerztherapie sehr geholfen, wobei die Einnahme von Opiaten auch keine Dauerlösung ist. Aber ich habe endlich ein Hormonpräparat gefunden, was ich vertrage. Es heißt Aristo, wird aber nicht von den Krankenkassen bezahlt. Es schränkt meine Blutung gut ein , aber gegen meine chronischen Schmerzen hilft es leider auch nicht wirklich.

ich drücke dir die Daumen dass auch Du ein Präparat findest, was du gut verträgst.

Gib nicht auf, als Endo Patient müssen wir einen langen Atem haben und durchhalten. Aber letztendlich wirst du sicher auch einen Arzt finden der dich ernst nimmt, und bei dem du dich gut aufgehoben fühlst. Die Suche gestaltet sich danach nur manchmal etwas langwierig.

Ganz liebe Grüße Janine

 

 

 

 

 

 

 

 

Danke für deine Antwort-es…

Danke für deine Antwort-es hilft mir wirklich sehr!

Ich befürchte mir bleibt nichts anderes übrig als weiter Ärzte abzuklappern. Diese Woche hatte ich schon zweimal nächtliche Krämpfe und eigentlich ununterbrochen Schmerzen.

Es ist wirklich nicht schön oder vertrauenserweckend wenn Ärzte Sachen sagen von denen ich leicht herausfinden kann dass das so nicht stimmt.

Ich hab so langsam das Gefühl ich werde abgewimmelt weil sie selber wissen dass es die Adenomiose ist und man da nicht viel machen kann außer entfernen.

Es wäre mir halt tausendmal lieber wenn man mir das so ehrlich sagen würde und mit mir meine Möglichkeiten besprechen würde :/

Ich habe einen Termin bei meinem gyn gemacht und hoffe das Beste-euren Rat mit den Endokrinologen werde ich auf jeden Fall folgen und ich denke ich werde auch auf ein MRT und ggg eine weitere Bauchspiegelung bestehen da es leider immer schlimmer wird.

Tausend Dank fürs Mut machen und den Rat :)