Zyklische Schmerzen

Hallo

seit immer irgendwie leide ich unter Esisenmangel, seit 2/3 Jahren aber so extrem, das ich gefühlt monatlich Eisen substituieren könnte....

Jetzt bin ich auf der Suche nach der Ursache. Die meisten Ärzte schieben mich quasi ab, da ich ja eine Frau bin und monatlich blute.... ja logisch, aber ich finde, dass ich zwar stärker dafür kürzer als früher (mit moderatem Eisenmangel) blute. Und, eigentlich ist dies eine recht schwache/ faule Begründung....

so, irgendwann mal bin ich auf Emdometriose gestossen, Symptome treffen teils auch zu, ABER, ich habe weder starke schmerzen während der Periode noch beim GV oder beim Toilettengang. 
was ich aber bei meiner Recherche nie beantwortet bekommen habe, aber auf mich extrem zutreffen würde: können Schmerzen auch um/ab dem Eisprung bis Beginn Blutung auftreten? 
Ab/Um den Eisprung habe ich immer links kurz unter dem Rippenbogen (Ich denke irgendwo im Darmbereich) einen stechenden, „kneifenden“ Schmerz, dieser ist nachts stärker , manchmal halten sich die Schmerzen bis zum Einsetzen der Periode manchmal nur 4/5 Tage. Wenn der Schmerz da ist, und ich morgens aufs Klo muss, ist es irgendwie ein erleichterndes Gefühl wie als ob der Stuhlgang an irgend etwas „kratzt“ wenn’s durch den Darm geht (sorry für die Beschreibung).

 

eigentlich könnte es ja ganz viel sein was den Darm betrifft, was hald eben komisch ist, es ist ja extrem Zyklusbedingt. Daher denke ich es ist eben nicht ein Darm Problem. Es ist auch kein Mittelschmerz, Eierstöcke liegen weiter unten. 
 

daher noch Mals die Frage: Ist es möglich, dass Schmerzen nur Um/Ab dem Eisprung auftreten und ab Beginn der Periode wieder weg sind? 
 

Danke schön!

Hi Carina,  ich habe rund um…

Hi Carina, 

ich habe rund um den Eisprung auch immer gelitten. Das kann also durchaus sein. Fand ich stellenweise sogar schlimmer als meine Perioden. Du kannst den Gedanken zu Endo ja einfach mal mitnehmen und reifen lassen. Ich habe etwas gebraucht, bis ich erkannt habe, dass doch viele Symptome auf mich zutreffen. Selbst als ich zyklisch aus dem Bauchnabel geblutet habe, fiel der Groschen nicht von alleine. 
 

Und wenn am Ende doch nur zwei oder drei der Symptome auf dich zutreffen: gute Sache! Niemand braucht Endometriose und vor allem keine Endometriose mit dem „vollen Paket“. Die Symptome werden auch von Anbieter zu Anbieter recht unterschiedlich aufgelistet und ganz wichtig: die Listen bilden die Top 5 bis Top 10 der Symptome über eine breite Masse an Patientinnen ab. Aber es gibt mehr.

Hallo Kate danke für die…

Hallo Kate

danke für die Nachricht. Ich hab in den Anderen Fragen kurz quer gelesen und anhand deinen Antworten sind ja deine Symptome auch „eher atypisch „, ich hoffe, du verstehst es wie ich meine.

also denkst Du, dass es bei mir schon Endo sein könnte.... Mein Frauenarzt hat es noch nicht angesprochen, aber meine Hausärztin schon... ich hab zwar ein super Frauenarzt, aber vielleicht hat er einfach keine „Erfahrung“ mit Endometriose.... ich hab jetzt nochmals Blut abgegeben, um alle Vitamine und so zu checken, ich hab noch ein par andere Baustellen, (Gefühlsstörungen in Arm und Gesicht, kommt wohl von „Nur“ einer Muskelverspannung im Schulterbereich (da ist tatsächlich ein Problem vorhanden), Arme und Beine schlafen ein (könnte eben ein Viatminmangel sein) wurde aber alles per MRT kontrolliert, nichts pathologisches gefunden....

ach, das ist alles doof.... ich werde aber meine Hausärztin beten mich in ein EndometrioseZentrum zu überweisen.... 

denn, ich finde, wenn ich auch noch einen Vitaminmangel habe, muss ich ja irgendwo Nährstoffe und Blut verlieren.... meine Ernährung ist ganz ok, keine Fertigprodukte, viel Gemüse und Obst, normaler Konsum von Fleisch und Molkereiprodukte, sehr sehr selten junke Food, einfach zu viel Schoggi....  (Ja, ich weiss, Schoggi.... aber Symptome sind nicht stärker bei vermehrtem Schoggikonsum)

wären die Symptome nicht so Zyklusbedingt, sondern „immer“ da, fände ich es irgendwie einfacher, denn dann „müsste“ es ja quasi etwas mit dem Magen oder Darm sein....

Gar kein Ding, „atypisch“…

Gar kein Ding, „atypisch“ trifft es doch prima. Ich habe im Endometriose-Bullshit-Glücksrad echt ein paar seltenere Gewinne abgegriffen. 
 

Meine Hausärztin hat mich ebenfalls auf Endo gebracht, meine Frauenärztin hat mich auf schlimmes PMS behandelt. Ich habe aber offen gestanden auch einfach akzeptiert, dass meine Frauenärztin keine Ahnung von Endometriose hat. Ansonsten finde ich sie auch gut, sie kennt sich eben primär mit Krebsvorsorge etc. aus. 

Sagen wir mal so: ich weiß nicht, wo dein ursprüngliches Problem wirklich liegt. Aber ich habe nichts gelesen, was definitiv für mich ausschließt, dass Endo dein Problem sein könnte :-) Und solange dir niemand bewiesen hat (bewiesen, nicht nur gesagt), dass es keine Endometriose ist, kann man es ja nicht ausschließen. 

Ich habe den Tipp schon ein paar mal gegeben, aber gebe ihn dir noch mal: führ am besten ein Protokoll. Welcher Zyklustag ist es, welche Symptome hast du? Einfach immer munter alles aufschreiben. Das hilft dir, einen Überblick zu bekommen und manchmal erkennt man erst mittels eines solchen Protokolls, falls da doch mehr ist, als der Kopf erkennen will. Ich war die Königin der Symptomverdränger, mein Alltag ist nicht gerade ruhig und ich muss funktionieren. Da schiebe ich dann halt zur Seite, was stört :-) wenn du dich wieder erkennst: definitiv Protokoll schreiben. 
 

Und Zweifel zu haben, ob es Endomtriose ist oder nicht ist auch vollkommen okay. Wenn bei einer eventuellen OP rauskommt, dass du keine hast, kannst du diese mögliche Diagnose streichen und weitersuchen. Bereite dich auf den Termin im Zentrum vor, präsentiere, was schon alles ausgeschlossen werden konnte und wieso du und deine Hausärztin an Endometriose denkt. Ein unauffälliges MRT des Unterleibs ist übrigens eher der Standard als die Ausnahme bei Endometriose. Aber klingt, als wäre bei dir eher der Schulterbereich gescannt worden. 
 
Wie ist eigentlich dein Englisch? Falls du dich einigermaßen fit fühlst, dann such doch einfach mal „Iron deficiency endometriosis“ im Netz. Meiner Erfahrung nach sind die meisten hilfreichen Interneteinträge nicht auf Deutsch... 

Danke für die Englische Seite....

Da ich ja schon länger immer wiederkehrende verschiedene Symptome habe, kenne ich diese natürlich schon genau, ich muss kein Protokoll mehr schreiben, anhand meiner Symptome kann ich immer ziemlich sicher sagen, wo ich gerade im Zyklus stehe.... 
und, ich hab’s schon in ein par Foren immer wider aufgeschrieben.... das einzige was jetzt neu dazu gekommen ist, ist etwas Magenbrennen.... (könnte aber auch sein bei mir, weil ich mich nerve, (das hatte ich früher schon ein par mal, wenn ich mich „genervt“ habe und mich etwas „belastet“ hat, (Psychisch aber sonst fit und gefestigt) weil ich von Arzt zu Arzt renne und ich mir den ganzen Tag darüber Gedanken mache, vorallem, weil ich selbst nur begrenzt handeln kann und immer wieder auf andere angewiesen bin, dass die vorwärts machen....)

von meinem Frauenarzt wurde ich auch vorallem gegen PMS behandelt. Ich habe Schmierblutungen vor der Mens 2/3 Tage, letztes Jahr war’s auch noch für 1/2 Tage danach, jetzt meist nicht mehr, kommt aber auch vor.... so, Mönchspfeffer hilft mir zwar ganz gut gegen meine schmerzenden Brüste, und manchmal auch gegen irgend welche anderen schmerzen, aber es ist definitiv nicht schmerzfrei! Ich lass jetzt auch schon länger Mönchspfeffer weg, weil ich zwar spüre das es etwas hilft, aber doch nicht wirklich.... und ich bekämpfe lieber den Ursprung als „nur“ Symptome.... Yamswurzel hat’s auch mal gegeben, ist auch ganz ok, ich war ein bisschen ruhiger, ich glaube aber auch, da hat die Eiseninfusion mitgewirkt..... Beide Produkte sind ganz ok, und ich merke auch eine (kleine) Verbesserung, Aber, ich spüre selbst, dass es nur Symptom Bekämpfung ist, mehr nicht!!

MRT wurde wegen Kopf Schulter und Rücken gemacht... Unterleib, weiss ich nicht wie viel da ersichtlich ist, und sollte es ersichtlich sein, haben die sich bestimmt nicht die Mühe gemacht wegen Endo zu schauen, dass war ja nicht der Grund warum ich beim MRT war....  Ach, und wenn man auf Endo Verdacht eine OP macht, und es dann doch nicht bestätigt wird, finde ich es nicht wirklich schlimm, denn dann weiss man eben was es nicht ist.... ist ja wie bei Meinem MRT, kein Hirnschlag, keine Hirnblutung, keine MS, keine Borreliose, kein Bandscheibenvorfall, keine Wirbelverschiebung.... ich weiss jetzt ganz bestimmt was ich alles NICHT habe....

Ich warte jetzt meine Blutuntersuchung und den Besprechungstermine ab, dann soll mich meine Ärztin in ein Endo Zentrum überweisen.... dann sehe ich weiter... für mich war es einfach wichtig, „bestätigt“ zubekommen, dass eine Endometriose auch atypisch ablaufen kann und meine Symptome ab Eisprung Endo sein könnten.... und wenn es tatsächlich bestätigt wird, habe ich im Endometriose-Bullshit-Glücksrad auch eher ein par tolle Hauptpreise gewonnen 😮

Das ist es halt schon, ne?…

Das ist es halt schon, ne? Du hast immer wiederkehrende Symptome rund um den Zyklus, die so massiv sind, dass sie dir auffallen. Die meisten Frauen haben abgesehen von Periodenschmerzen einfach ne normale Zeit. Klar ziept es bei manchen mal in Sachen Mittelschmerz, aber niemand käme deswegen auf die Idee, sich selbst weitergehender Diagnostik zu unterziehen. Du schon. Also bin ich da voll bei dir, lass das abklären. Wie gesagt, Eisprung war für mich auch eine scheiß Zeit und ich habe es teilweise mehr gefürchtet, als meine Periode.
 

und ja, der Kopf spielt ne riesige Rolle in dem, wie wir unsere Probleme wahrnehmen. Kein Wunder, dass dein Magen das abfedert. Man denkt halt andauernd nach. Die Zeit vor meinem letzten Termin habe ich damit verbracht, in mich reinzuhorchen und dies und jenes an mir festzustellen. Die Blase tut beim Pinkeln weh, scheiße. Irgendwie hab ich auch ganz diffuse Schmerzen in der Nierengegend, das wird doch nicht etwa... Frieden gebracht hat mir eins: eine Ärztin, die sagte, sie könnten aktuell nichts weiter für mich tun. Zack, erledigt. Dies und das tut zwar weh, aber mein innerer Hamster ist aus dem Rad gestiegen und schläft im Häuschen. 
 

Symptombekämpfung bringt nicht viel, da gebe ich dir recht. Aber das wäre primärer Behandlungsansatz bei Endometriose, abgesehen von OPs. Da musst du dich im Zweifel drauf einstellen : Eine Diagnose und OP können helfen, aber nichts davon verspricht eine Heilung. Das weißt du aber sicher schon. 
 

Dein Plan klingt gut. Abklären lassen, eingrenzen und irgendwann den Ursprung finden. Viel Erfolg dabei :-) 

Naja, wenn ich dann eine…

Naja, wenn ich dann eine Diagnose habe, ist es für mein Empfinden eben nicht mehr „nur“ Symptom Bekämpfung.... Ich würde ja dann Schmerzmittel Hormone oder was weiss ich nehmen damit es mir besser .geht. Es ist dann zwar immer noch Symptom Bekämpfung, aber gezielt, weil ich ja die Ursache kenne.... Und weil man eben die Ursache auch „auflösen“ könnte mit eben nur „Symptom Bekämpfung“... 

Oft hilft es ja auch schon, wenn man die Diagnose kennt, dann lernt man wie man damit umgeht, und bereits durch das Wissen was es ist, geht es einem besser, weil man endlich Klarheit hat!